Schalthebelwelle abgebrochen

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Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von ralfxl » Do 12. Jul 2018, 20:12

Da es beim wegschmeißen der XL die Schalthebelwelle abgebrochen hat,
steht jetzt die Reparatur an. Eigentlich möchte ich sehr ungern einen gut
laufenden Motor komplett zerlegen um die Welle zu tauschen. Meine
Idee ist es das abgebrochene Stück auf einer Drehmaschine mittig zu
Bohren und dann mit Holger einer angefertigten Bondschablone das gleiche
an dem Rest am Motor auch zu bohren. Dann ein Gewinde schneiden
und beide Teile mit entsprechendem Gewindestift und Hochfester
Schraubensicherung wieder verbinden.
Würde gerne Eure Meinungen dazu hören.
Gruß Ralf

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langer
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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von langer » Do 12. Jul 2018, 20:27

ralfxl hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 20:12
...dem Rest am Motor auch zu bohren. Dann ein Gewinde schneiden
und beide Teile mit entsprechendem Gewindestift und Hochfester
Schraubensicherung wieder verbinden...
Schlecht, da als Querschnitt für Scher und Seitenkraft dann am Ende "nur" der des Bolzen zur Verfügung stünde.
(Ausschliesslich nur der, denn als "tragendes Element" kannst du "an der Stelle", da bliebe nämlich nur der Rest der beiden Wellen Stirnflächen,
abzüglich der Fläche des Bolzen, für die in dem Fall eh schon geringe Tragfähigkeit einer Schraubensicherung über).


Wie viel mm guckt denn der noch verbliebene Wellenstump aus dem Block heraus ?
Hoffentlich nicht bündig...
Wenn da noch was steht, wenn irgend möglich eine Hülse.
Grüsse langer 8-)
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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von ralfxl » Do 12. Jul 2018, 21:58

Servus langer,
es sind ca.10-15mm die noch rausschauen.
Also Hülse drehen, Schalthebel aufbohren und mit
Stiften oder Madenschrauben gegen verdrehen sichern.
Meinst Du das so?
Gruß Ralf

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langer
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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von langer » Do 12. Jul 2018, 22:32

Meinte hardcore schrumpfen.

10 mm Stumpf reichen dazu völlig aus. Die Hülse muss aus sehr hochwertigem Stahl (aber keinesfalls Edelstahl !, Dehnungsfaktor gegenüber der Welle...) sein
und sie sollte so dickwandig wie dort Platzmässig möglich sein.

Würde die Hülse etwas länger machen, damit sie "alleine" sehr heiss auf den Stumpf aufgetrieben werden kann (würde bis auf ca. 1-2 mm vor Schluss am Block auftreiben)
und das dann äussere zertriebene Ende der Hülse sauber abgeschnitten und dann erst die Welle des Ganghebel in die Hülse schrumpfen.

Beim letzten Akt (Schaltwelle in die Aussenseite der Hülse) bestünde die Möglichkeit die Hülse knapp am Block "gegen zu halten" (z.B. flach abgeschliffener Maulschlüssel o.ä.)
die man um die Lagerung im Block beim eintreiben zu entlasten, nutzen sollte.

Zum fixieren der Schaltwelle (also der äussere Teil der Welle) in der Hülse bestünde auch die Möglichkeit einer "normalen" Passung
und die Welle "eingeschoben" per Schutzgas an der Hülse...
Hätte den Vorteil einer genauen radialen Ausrichtung sodass der Schalthebel am End auch richtig steht. (Die Zahnung ist zu grob um darauf nicht achten zu müssen).
Grüsse langer 8-)
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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von ralfxl » Do 12. Jul 2018, 22:41

Das schrumpfen an sich hätte ich eh gemacht, allerdings nicht mit zusätzlichen Hammerschlägen.
Aber so werde ich das wohl machen.
Wenn Interesse besteht kann ich dann bei gegebener Zeit Mal ein paar Bilder einstellen.
Gruß Ralf

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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von langer » Do 12. Jul 2018, 22:49

Eine Vorbemassung einer Schrumpfung die durch reines Stecken, ohne eintreiben mit dem Hammer erziehlt werden kann wird da nicht halten,
die Schrumpfspannung würde zu gering ausfallen.
Denk dran du kannst den Schaltwellenstumpf am/im Block eingebaut dazu keinesfalls kalt genug bekommen
und die Hülse auf Rotgluht bis hinten angesetzt wird auch sehr unwahrscheinlich gelingen.

Etwas treiben kannst du da schon. Dazu braucht es keinen 5 kg Hammer. ;)
So empfindlich ist die Schaltwellenlagerung nun auch nicht.
Grüsse langer 8-)
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Beitrag von Andreas_NRW » Do 12. Jul 2018, 23:00

Meine Meinung......
Rein mechanisch ist Deine Idee ein gangbarer Weg
aaaber bei der äußerlichen Beschädigumg,
Mit Blick auf die Schaltratsche.....
Selbst wenn Du das von außen halbwegs geregelt bekommst
Das Risiko das die Welle krumm oder die Schaltratsche als solches
nicht mehr ganz sauber ihren Dienst verrichtet
..
Ja es ist ein langer, mühsamer Weg.....
...
aber ...
.
Die 100Prozent Lösung ist immer die die Bessere ;-)

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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von langer » Do 12. Jul 2018, 23:04

Wie ist denn der "innere" axiale Anschlag der Schaltwelle realisiert ?
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Re: Schalthebelwelle abgebrochen

Beitrag von mago88 » Mi 8. Aug 2018, 15:38

Ist inzwischen schon was passiert?
Wie gings weiter?
Gruß Mago
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