Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

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Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 10:51

Hallo Zusammen,

mein Name ist Tobi und ich komme aus Lindau am Bodensee.
Ich bin seit Anfang des Jahres Besitzer einer Domi BJ95, 40.000km. Also einer der ersten RD08. Ich werde uns, sobald sie wieder komplett zusammengebaut ist und ich ein paar Fotos machen kann, mit einen eigenen Thread vorstellen. Nun zu meinem Problem

Ich habe sie im Januar gekauft. Ich bin dann noch ein paar mal gefahren. Sie ist zu dem Zeitpunkt manchmal schlecht angesprungen. Ich habe sie auch mal gar nicht anbekommen.

Ich habe dann den Vergaser zerlegt und gereinigt. Der sah aber so aus, als wäre er kürzlich gereinigt worden. Beim ersten mal starten ist sie direkt angesprungen. Der Startknopf war gefühlt noch nicht mal ganz durchgedrückt. Eine Woche darauf musste ich wieder ewig orgeln und ich habe sie wieder nicht anbekommen.

Auf jeden Fall wollte ich den Krümmer entrosten und es kam wie es kommen musste. Stehbolzen abgerissen. Und gleich noch ein zweiter hinterher. Darauf habe ich den Zylinderkopf runter genommen. Bin damit auf die Arbeit. Muttern draufgeschweißt und dann ließen sie sich lösen.

Da zu dem Zeitpunkt sowieso alles zerlegt und das Öl draußen war habe ich noch die beiden Seitendeckel vom Motor abgenommen und neu lackiert. Alles was mir an Dichtungen entgegengenommen ist, habe ich auch noch getauscht.

Letztes Wochenende alles wieder montiert. Öl rein. Ventielspiel gecheckt. Startet nicht.

Ein Zündfunke scheint da zu sein. Die Zündkerze ist jedes mal nass nach einem Startversuch. Starte jetzt gerade immer mit einer Autobatterie. Habe auch nochmal den Vergaser zerlegt und mit Bremsenreiniger durchgepustet. Benzin ist frisch. Zündkerze ist neu. Die Domi steht auf dem Hauptständer, also Seitenständer ist eingeklappt. Kupplung ziehen bewirkt auch nichts.

Was mir noch etwas seltsam vorkam. Ich habe den Widerstand vom Massekabel von der CDI zur Batterie gemessen. Da kamen 5 Ohm raus. Nach meinem Verständnis müssten das nahezu 0 Ohm sein. Hab gestern dann alle Stecker und Kontakte gereinigt. Jetzt habe ich 0,1 Ohm auf dem Multimeter.

Hab gestern auch noch einmal den Deckel vom Zylinderkopf abgenommen um mich zu versichern, dass die Nockenwelle wirklich richtig sitzt. Tut sie.

Gestern habe ich auch noch probiert sie mit einem Startspray zum anspringen zu bewegen. Ebenfalls erfolglos. Der Startspray hat gar nichts bewirkt. Klang genau gleich wie im Video.

Jetzt bin ich dann ziemlich ratlos.
Habe mittlerweile die Zündung im Verdacht.
Wie ihr in dem Video sieht bzw. hört zündet sie immer aber kommt nie zum laufen.

Habt ihr noch irgendwelche Ideen oder Vorschläge was ich noch ausprobieren könnte?

Hier noch zwei Videos von dem Trauerspiel:



Danke!
Grüße
Tobi

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 11:06

Hi,

der Anlasser klingt im 2. Video ziemlich müde, was bedeutet das die Bordspannung unter der Stromaufnahme des Anlasser sehr niedrig war.
Das 1. Video wurde dem Klang nach (Anlasserdrehzahl ist deutlich höher, Luftgeräusch durch's Kerzenloch ist vernehmbar) ohne Kerze im Kopf gemacht.
Mach das nochmal mit der Kerze im Kopf und den Funkentest dann mit einer 2. Kerze (diese draussen angestöpselt).
Grüsse langer 8-)
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 11:19

Im zweiten V. hört sich das so an, als ob sie Rückwärts läuft.
Die Domi hat zwei O-T's. Hört sich so an als ob die im Zweiten Anlauf nimmt. Zünden tut sie in jedem Umlauf.

Grüße
Andi
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 11:46

Habe gerade ein weiteres Video gemacht wie von Langer beschrieben.
Der Zündfunke ist deutlich schwächer mit montierter Zündkerze als ohne. Kommt im Video nicht so deutlich raus. Er scheint auch Aussetzer zu haben.
Die Motorradbatterie ist voll geladen. Ebenso wie die 110ah Batterie die gerade mit Starthilfekabel mit dran war.



@Andi: Wie meinst du das Rückwärts? Der Anlasser gibt doch die Richtung vor.

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 12:11

Wenn der Funke draussen, "dann" schon schwächer war, kann es gut sein das der "tatsächliche" Funke (der an der Kerze im Kopf)
unter Kompression (dann ist weit mehr Energie notwendig) noch schwächer, oder gar nicht mehr vorhanden ist.
Grüsse langer 8-)
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 12:17

Zündkabel und Kerzenstecker noch Original ? (Falls unbedingt gegen was gescheites tauschen).
Zündspulengehäuse sauber (Fett/Ölfrei) und ohne Haarrisse ?
Steckverbindung zur Primärspule in Ordnung ? Masse der Zündspule gut ?
Wenn das alles nichts ändert, sollte die CDI zum Test mal direkt an Plus und Masse (ohne Sicherheitskette) angeschlossen werden.
Grüsse langer 8-)
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 12:58

Zündkabel und Kerzenstecker sind noch original. Was kauft man da?

Zündspulengehäuse hatte ich geputzt und mit Bremsenreiniger gesäubert. Auf der Seite auf der die Zündspule vergossen ist, war ein recht großer Spalt zwischen Vergussmasse und dem Stahlkern. Kontakt zur Masse habe ich abgeschmiergelt und sogar ein Kabel direkt zur Batterie gelegt.
Steckverbinder zur Spule habe ich ebenfalls mit Bremsenreiniger und mit Kontaktspray gereinigt.

Wie stell ich das am Besten an, die CDI direkt auf Plus und Masse zu legen?

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 13:20

Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 12:58
Zündkabel und Kerzenstecker sind noch original. Was kauft man da?...
Was Wasserdichtes in gescheiter Qualität.
Es gibt was für die Domi passendes aus dem Kfz Bereich (Kfz Zubehör und das auch nicht zu Mondpreisen wie oft für Mopeds).
Z.B. von Alfa/Fiat (nicht lachen ;) Da gibt es Vierzylinder mit Doppelzündung, da passen die für die kleinen Kerzen perfekt auf die Domi.
Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 12:58
...Auf der Seite auf der die Zündspule vergossen ist, war ein recht großer Spalt zwischen Vergussmasse und dem Stahlkern...
Das klingt gar nicht gut. Vielleicht meinst da auch was anderes. Kannst das mal näher beschreiben (evtl. Fotos).
Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 12:58
...Wie stell ich das am Besten an, die CDI direkt auf Plus und Masse zu legen?
Einen Schaltplan zur Domi (passendes Baujahr) hast du ?
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 14:05

Soo. Hier sind mal ein paar Bilder von dem guten Stück. Ist das überhaupt die originale Zündspule?

Tuts auch auf die schnelle so ein NGK Stecker. Den gibt es bei einem Motorradhändler der auf dem Weg zur Arbeit liegt.

Schaltplan habe ich. Ich meinte wie ich an die Kontakte an der CDI hinkomme. Die sind ja in diesen geschlossenen Stecker.

Was ist das eigentlich für ein Stecker der über der Batterie rauskommt? Siehe Bilder.

Edit: Die rote Kabel die auf den Bildern zu sehen sind habe ich versuchshalber auf den Minuspol gelegt.
Dateianhänge
20210502_133537[1].jpg
20210502_133440[1].jpg
20210502_134352[1].jpg
20210502_134407[1].jpg

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 14:17

Hört sich nur so an, natürlich läuft die Domi nicht rückwärts.

Grüße
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 14:37

Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 10:51
Hallo Zusammen,


Ich habe dann den Vergaser zerlegt und gereinigt. Der sah aber so aus, als wäre er kürzlich gereinigt worden. Beim ersten mal starten ist sie direkt angesprungen. Der Startknopf war gefühlt noch nicht mal ganz durchgedrückt. Eine Woche darauf musste ich wieder ewig orgeln und ich habe sie wieder nicht anbekommen.

Danke!
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Diese Aussage macht mich ein bisschen stutzig.
Wenn ich eine Sache erledige (Vergaser auseinanderbaue und reinige) und sie läuft danach einwandfrei, würde ich wieder da ansetzen.
Zündfunke ist ja da.
Wie sieht de Tank von innen aus? Kann es sein, das Vergaser wieder verstopft ist?
Wie machst Du das mit dem Choke?

Grüße
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 14:45

Der ist "normal" und für die Funktion bedeutungslos.
Der Kern einer durch Entladung eines Kondensator angesteuerten Spule ist (fast) unwichtig. (Es braucht nur ein klein wenig Kernmasse, um die Feldlinien zu "führen/bündeln").
Dachte du meinst einen Spalt (= Riss) in der Vergussmasse.

Die eleganteste Methode die CDI ausserhalb des Kabelbaum zu betreiben wäre einen weiteren solchen Stecker zu haben.
Ansonsten wäre die "günstigste" Stelle zum einspeisen, der mehrpolige Steckverbinder rechts am Futterrohr der Lenkkopflager.
Es reicht für diesen Test, der CDI ihr Plus (Betriebsspannung für die eigentliche Schaltung) und Masse zu geben.
Damit schliesst man die ganze Sicherheitskette als Fehlerquelle aus.
Die Belegung der CDI hast du ?
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 14:49

dieCobra hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 14:37
Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 10:51
Hallo Zusammen,


Ich habe dann den Vergaser zerlegt und gereinigt. Der sah aber so aus, als wäre er kürzlich gereinigt worden. Beim ersten mal starten ist sie direkt angesprungen. Der Startknopf war gefühlt noch nicht mal ganz durchgedrückt. Eine Woche darauf musste ich wieder ewig orgeln und ich habe sie wieder nicht anbekommen.

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 14:53

Die Pinbelegung der Domi CDI.

Die Adern ab dem CDI Stecker (per Kabelfarbe) am Kabelbaum im Cockpit, zum Steckverbinder am Lenkkopflager verfolgen.
.
Pinbelegung NX CDI.jpg
Pinbelegung NX CDI.jpg (105.42 KiB) 247 mal betrachtet
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 15:11

langer hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 14:49
dieCobra hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 14:37
Tobby hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 10:51
Hallo Zusammen,


Ich habe dann den Vergaser zerlegt und gereinigt. Der sah aber so aus, als wäre er kürzlich gereinigt worden. Beim ersten mal starten ist sie direkt angesprungen. Der Startknopf war gefühlt noch nicht mal ganz durchgedrückt. Eine Woche darauf musste ich wieder ewig orgeln und ich habe sie wieder nicht anbekommen.

Danke!
Grüße
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Diese Aussage macht mich ein bisschen stutzig...
Er hat aber geschrieben das die Kerze jedesmal nach dem orgeln nass sei. (Gut, was ja klar wäre, wenn sie nichts verbrennen kann).
Wenn wir mal davon ausgehen das der Keihin fehlerfrei zusammengebaut wurde und jetzt nicht alles viel zu nass überflutet (Schwimmerventil, Düse vergessen etc.),
sollte Spritmangel als Grund für "läuft gar nicht" im Moment ausgeschlossen werden können.
Oder nach einer Woche Standzeit abgesoffen....

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von langer » So 2. Mai 2021, 15:26

Hoffen wir mal, nicht dass es sowas banales ist ;)
Grüsse langer 8-)
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Barniebutsch » So 2. Mai 2021, 15:33

Das Video Nr. 2 ist ja das mit dem fast anspringen.
Das klingt mir sehr verdächtig nach vergessenem federbelasteten Arretierstift für den Anti-Rückschlag-Nocken unter der Nockenwelle. Hatte ich auch mal, vor 6 Jahren. Habe das Geräusch noch immer im Ohr.

Liegt der Stift noch irgendwo rum? Hat so 6 mm Durchmesser, mit einer längsliegenden Sacklochbohrung, in die eine Feder gehört. Oder hast Du den bei der Demontage übersehen und der ist irgendwo verloren gegangen?
Zuletzt geändert von Barniebutsch am So 2. Mai 2021, 16:42, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß aus dem Erzgebirge

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dodderer » So 2. Mai 2021, 15:33

Hallo Klaus,
macht riesig Spaß Deine Beiträge zu lesen, einfach ne ganz tolle Art die Sachen auf den Punkt zu bringen, alle Informationen kurz und bündig und super verständlich :!:
Viele Grüße
Andreas BC


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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 15:35

langer hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 15:26
Hoffen wir mal, nicht dass es sowas banales ist ;)
ich habe in der letzten Zeit Vergaser kotzen gesehen. :roll:
Der neuste Clou war, den Schwimmer verkehrt herum einzubauen. Da kam kein Sprit mehr....... :mrgreen:

Grüße
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 15:49

Diese Aussage macht mich ein bisschen stutzig.
Wenn ich eine Sache erledige (Vergaser auseinanderbaue und reinige) und sie läuft danach einwandfrei, würde ich wieder da ansetzen.
Zündfunke ist ja da.
Wie sieht de Tank von innen aus? Kann es sein, das Vergaser wieder verstopft ist?
Wie machst Du das mit dem Choke?
Das war etwas ungünstig formuliert. Es gab vor und nach dem Vergaser-Reinigen Situationen in denen sie so angesprungen ist. Ich vermute, dass sie nach dem Vergaser Reinigen zufällig wieder mal gut angesprungen ist.
Es ist ein Kunststofftank montiert. Sollte also keine Probleme mit Rostpartikel etc. sein.
Ohne Choke geht garnix. Auch als sie noch angesprungen ist. Hab den immer voll bis 3/4 gezogen. Es war zu der Zeit auch immer recht kalt.
Als sie nicht mehr angesprungen ist, habe ich damit experimentiert. Aber ohne Erfolg.
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OK. Also den 4-poligen Stecker dran lassen und die vom 2-poligen direkt auf die Batterie.
Das Video Nr. 2 ist ja das mit dem fast anspringen.
Das klingt mit sehr verdächtig nach vergessenem federbelasteten Arretierstift für den Anti-Rückschlag-Nocken unter der Nockenwelle. Hatte ich auch mal, vor 6 Jahren.

Liegt der Stift noch irgendwo rum? Hat so 6 mm Durchmesser, mit einer längsliegenden Sacklochbohrung, in die eine Feder gehört. Oder hast Du den bei der Demontage übersehen und der ist irgendwo verloren gegangen?
Also übrig geblieben ist nichts. Wo genau sitz dieser Stift? Im Zylinderkopf?

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Barniebutsch » So 2. Mai 2021, 16:37

Der Stift hat einen Durchmesser von 6 mm und ist 22 mm lang. Das Sackloch für die Feder im Stift ist 20 mm tief. Am oberen Ende hat der Stift eine Bohrung von 1,5 mm. Die Feder hat einen Durchmesser von 3 mm und ist 26 mm lang.
Der Stift sitzt unter der Nockenwelle.
P1030092.JPG
Am Anti-Rückschlag-Nocken ist eine Nase, die wird mit dem Stift in Position gehalten.
P1030098.JPG
Fehlt dieser Stift, läßt sich der Motor nicht starten. Es klingt haargenau so, wie in dem 2. Video. Es kann auch mal vorkommen, daß der Motor doch zündet und eine Umdrehung aus eigener Kraft macht.
Ich habe das vor 6 Jahren durchgemacht, allerdings war da vorher eine Nockenwelle ohne Autodeko verbaut und der Stift gar nicht drin gewesen. Ich habe den Zylinderkopfdeckel insgesamt viermal abgebaut und letzten Endes aus lauter Verzweiflung an dem Autodekozeugs alles abgeschliffen, was irgendwie vorgestanden hat und auf den Kipphebel hätte drücken können.
Ein Jahr später wurde ich über die Sache aufgeklärt und habe von einem Freund den Stift mit Feder sowie einen funktionsfähigen Autodekomechanismus bekommen, das ganze Zeugs auf der Nockenwelle montiert, alles korrekt im Zylinderkopf eingebaut und seitdem nie wieder zerlegt. Läuft.

Wirst um eine erneute Demontage der Nockenwelle nicht herum kommen, um nachzusehen. Die Zylinderkopfdeckeldichtung brauchst Du nicht erneuern, die geht mehrfach zu verwenden. Wird bei mir zumindest immer wieder dicht, ohne irgendwelches zusätzliches Dichtungsmaterial, ich baue die immer trocken ein.
Gruß aus dem Erzgebirge

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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von dieCobra » So 2. Mai 2021, 18:03

Die Domi sprang auch schon vorher ohne die Demontage des Zylinders nicht gut an.
Sollte der Stift schon vorher gefehlt haben, wäre sie auch gar nicht gelaufen und nicht zeitweise einigermaßen.
Die NW kann man auch ohne Autodeko betreiben, da braucht man nichts abschleifen. Einfach alles ausbauen.

Grüße
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Nergal » So 2. Mai 2021, 18:18

dieCobra hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 18:03
Die NW kann man auch ohne Autodeko betreiben, da braucht man nichts abschleifen. Einfach alles ausbauen.
Von "einfach" würde ich jetzt nicht reden: Beim Ausbau der Autodeko-Mechanik braucht es passendes Werkzeug, damit beim Abziehen die Scheibe vom Kettenrad heil bleibt und nicht verbogen wird. Unter dem Mechanismus sitzen zwei Bohrungen, die man verschließen - z.B. verschweißen - muss. Wenn man das unterlässt, gibt es Schrott.
Zuletzt geändert von Nergal am So 2. Mai 2021, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
Beste Grüße

Wolf-Ingo

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Θρῆικές τε γλαυκοὺς καὶ πυρρούς <φασι πέλεσθαι>.


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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von Tobby » So 2. Mai 2021, 18:29

Bernd dein Gehör ist echt gold wert.

Habe gerade den Deckel nochmal runter genommen, weil ich mich so gar nicht an den Stift erinnern konnte und er war tatsächlich nicht da.
Keine Ahnung wann der Abhanden gekommen ist. Ich kann ihn jedenfalls nirgends mehr finden.

Ich schätze es passt dennoch irgendetwas mit der Zündung nicht, da sie zuvor ja auch nicht gut angesprungen ist.
Ich werde jetzt erstmal den Stift und die Feder besorgen und alles wieder zusammenbauen.
Dann melde ich mich wieder.

Vielen Dank an alle!
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ghostrider-nx
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Re: Domi springt nicht an - nachdem den Zylinderkopf runter war

Beitrag von ghostrider-nx » So 2. Mai 2021, 18:53

Was sagt der Eimer mit Startpilot direkt ohne Luftfilter in den vergaser rein wenn , wenn dann nicht kommt . Ist es def Zündung / CDi bzw. was sagt die Kompressionsmessung

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