RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

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RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Dominator92rd » So 9. Mai 2021, 17:54

Servus ans Dominator Forum,
bin neu hier und habe seit letztem Jahr eine 92er Dominator mit der ich diverse TETs fahre. Km-Stand ca 15.000.

Nun zu meinem Problem.
Habe dieses Jahr Rahmen, Motordeckel etc pulverbeschichten lassen. Beim Zusammenbauen neue Filter, Öl etc rein und dann ca 400km gefahren. Nach einer härteren Offroadausfahrt war dann ein lautes metallisches Klackern zu hören welches mit erhöhter Drehzahl zunahm. Gut Steigleitung/Ölleitung auf Durchfluss überprüft (wurde anfangs vergessen). Fazit Kipphebel und Nockenwellen komplett im Eimer.
Wie soll ich jetzt am besten vorgehen, könnten noch andere Teile Schaden genommen haben durch die fehlende Schmierung am Kopf? Was wäre alles zu überprüfen? Wo am besten Kipphebel/Nockenwelle beziehen, bzw hat eventuell jemand etwas gebrauchtes anzubieten?

Danke schonmal,
LG Manuel
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » So 9. Mai 2021, 17:58

Hi,

der Auslöser dafür war ziemlich klar Ölmangel im Kopf.
Die nächste Domi deshalb zu Grabe... :x
Grüsse langer 8-)
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Andreas_NRW » So 9. Mai 2021, 18:01

Hallo, Manuel.
Mangelschmierung dank „nicht entlüften“ der Ölpumpe macht sich nicht nur an Nockenwelle bemerkbar.
Die Ölpumpe versorgt quasi alles mit Öl.
Du hast große Chancen das auch Zylinderlaufbahn / Kolben / Kurbeltrieb und Getriebe zu wenig Öl bekommen haben.


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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Dominator92rd » So 9. Mai 2021, 18:03

@langer,
jop leider. Beim Zusammenbau auf das Entlüften der Ölpumpe vergessen. Somit kein Öl Richtung Kopf... richtig schade, aber möchte den Motor gern noch reparieren. Hat insgesamt erst wenig km und lief sonst auch Spitze.

@andreas, oje das hört sich nicht sehr gut an, wird wohl eine größere Baustelle...

lg

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langer
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » So 9. Mai 2021, 18:04

PS. Die Kw Lager könnten das überlebt haben.
Beim Pleuellager (insb. unten) wär ich mir aufgrund des massiven Schaden da oben nicht sicher ob es das unbeschadet überstanden hat.
Die Oberfläche des Kolbenhemd anschauen, die Laufbahn des Zylinder auch.

Solltest du diesen Motor trotz allem tatsächlich wieder zum Leben erwecken wollen,
unbedingt vor der ersten Umdrehung die Ursache des Ölmangel beseitigen.
Grüsse langer 8-)
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Dominator92rd » So 9. Mai 2021, 18:14

ok danke für die schnellen Antworten.
Puh ja dann werde ich das demnächst mal in Angriff nehmen, Kopf ab und alles begutachten. Nockenwellen/Kipphebel wären ja noch halbwegs erträglich. Alles incl Zylinder/Kw-lager etc neu zu machen übersteigt dann ja schon fast den Wert des Gebrauchtmotorrades. Naja mal schaun wieviel wirklich kaputt ist.

lg

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Andreas_NRW » So 9. Mai 2021, 18:29

DIe kritische Seite am Kolben ist in Fahrtrichtung hinten.
Dort tritt die höchste mechanische Belastung auf.
Genau ansehen, häufig sind hier die ersten Schäden an Kolben und Laufbahn sichtbar.

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Nergal
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Nergal » So 9. Mai 2021, 19:19

langer hat geschrieben:
So 9. Mai 2021, 18:04
Solltest du diesen Motor trotz allem tatsächlich wieder zum Leben erwecken wollen,
unbedingt vor der ersten Umdrehung die Ursache des Ölmangel beseitigen.
Jep! Bei der Forschung nach der Schadensursache solltest du sehr gründlich vorgehen. Die Vermutung, dass der Ölmangel im Zylinderkopf an der nicht entlüfteten Ölpumpe liegen Könnte, ist noch lange nicht bewiesen. Ich würde mich bei einem überholten Motor nicht darauf beschränken wollen, die Ölpumpe zu entlüften und dann einfach fröhlich loszufahren.
Beste Grüße

Wolf-Ingo

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » So 9. Mai 2021, 19:32

Hab das mit der fehlenden Entlüftung gar nicht richtig gelesen. Vielleicht war es ja wirklich nur das vergessen zu entlüften.
Das wär ja fast noch ärgerlicher... :?

Die Pumpe und alles das da "mit dran hängt", würd ich trotzdem anschauen.
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von dieCobra » So 9. Mai 2021, 19:38

Leute, schaut euch mal das Öl an.
Wie war das? Km Stand 15Tkm. Wohl mir einer Ölfüllung. Die NW ist ja ganz schön verkokelt....
Hätts mal lieber, statt den Rahmen zu pulvern, nen Ölwechsel gemacht.

Grüße
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von dodderer » So 9. Mai 2021, 19:40

Wie pulvert man denn nen Domi Rahmen ohne das Öl abzulassen? Ist schon recht kompliziert, denke ich................
Viele Grüße
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » So 9. Mai 2021, 19:48

Hmm, ob man den Ölzustand in dem Fall alleine anhand der Fotos beurteilen und daran die Ursache "dieses Schaden" festmachen kann, bezweifle ich.
Ihr wisst ja, dass das Öl bei der Domi ganz normal sehr schnell dunkel wird.
Er hat doch auch geschrieben einen wechsel gemacht zu haben.
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Tolek » So 9. Mai 2021, 19:56

Rahmen pulvern ,Motor draussen , Motor wieder rein ,Öltankschlauch verdreht ?
Ich behaupte mal , daß eine nicht entlüftete Pumpe beim fahren und damit höheren Drehzahlen schnell Öl durchzieht .Außer man hat die länger mit Leerlauf hingerichtet.


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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Dominator92rd » So 9. Mai 2021, 20:00

Kein Ölfluss am Kopf, sprich das Öl das da oben ist war da die ganze Zeit das selbe(ws die letzten ml vom einfüllen über den Ventildeckel), klar ist das schwarz. Das Restöl das in den Fotos ersichtlich ist waren die letzen ml die hochgekommen sind als ich die Ölpumpe dann entlüftet habe. (Also Ölfluss ist gewährleistet, nur zu spät).
Öl ist wie gesagt ca 400km alt und wurde vorher alle 2500km erneuert incl. Filter. Da wird nicht gespart, keine Sorge Andi.

@tolek jo die Schläuche könnten evtl. auch damit zu tun haben, dass der Öldurchfluss zu gering war.

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von dieCobra » So 9. Mai 2021, 21:02

Wenn ich schon über die Ventildeckel Öl einfülle.......Kopfschüttel...
Die schwarzen Ablagerungen in den Ölpfützen.....
Der goldene Ölschleier.... das kommt nicht von jetzt auf gleich.

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Dominator92rd » Mo 10. Mai 2021, 08:55

jo dann fahr 400km ohne öl im kopf, wirst sehn das restöl wird schwarz, krustet, etc. Is ja wie ein Backofen da oben.
Eventuell waren auch vom Vorbesitzer schon leichte Schäden da, auf jeden Fall seit ich sie besitze (ab Km-Stand 9500) wurde 3x das Öl gewechselt.

lg

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Barniebutsch » Mo 10. Mai 2021, 23:02

Na ja, ist jetzt eine Baustelle.
Im Handbuch steht, man soll nach jedem Ölwechsel die Steigleitung zum Zylinderkopf bei laufendem Motor lösen und nachsehen, ob auch wirklich Öl gefördert wird. Geht auch, wenn nur der Anlasser dreht. Für's nächste mal.....
Für einen Wiederaufbau vom Motor empfehle ich dringend, auch den Zylinder abzunehmen. Die gefährdetste Stelle des Kurbeltriebs hinsichtlich Ölmangel ist, wie bereits zuvor angeführt, das Pleuelauge. Wenn das noch in Ordnung ist, ist der Rest auch weiter zu verwenden. Ob Kolben und Zylinder Schaden genommen haben, wird sich bei der Demontage zeigen.

Einen gebrauchten Zylinderkopf und eine Nockenwelle gibts gerade hier zu kaufen:

https://www.ebay.de/itm/274789542257?ha ... ondition=4

https://www.ebay.de/itm/402831033089?ha ... ondition=4

Mein Rat an Dich: Sofort zuschlagen, billiger werden die Teile nicht mehr. Sind in einem guten Zustand, sofort verfügbar. Alles beieinander.
Stehen die Teile morgen Abend noch zum Verkauf, nehme ich die.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von sb3 » Mo 10. Mai 2021, 23:27

Ölsaugschlauch zugequollen / zusammengezogen und / oder Simmering im rechten Motorseitendeckel schlecht und / oder Ölhülse im Seiendeckel verkantet oder wieder herausgefallen.

Die (Fehl-) Konstruktion des Ölsaugschlauchs begünstigt diese Schäden und nach 30 Jahren ist halt dann irgendwann Sense. Fies ist, das der Öldruck dann oft erst bei höheren Drehzahlen zusammenbricht, weil der Schlauch halb zu ist.

Daran sterben die meisten RFVC in Domi und XR.



Motor musst Du in jedem Fall komplett zerlegen, auch um überall die Späne raus zu bekommen.
Ciao
SB3

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Barniebutsch » Mo 10. Mai 2021, 23:48

400 km nach Ölwechsel Motor gestorben? Erinnert mich an einen anderen Motor, den ich mal mit einem Motorrad zusammen gekauft habe. 400 km fahren mit nicht entlüfteter Ölpumpe halte ich nicht für sehr wahrscheinlich, so lange hält kein Motor ohne ständige Schmierung durch. Eher wahrscheinlich dürfte ein schleichender Ölmangel sein, hervorgerufen durch eine sich zusetzende Engstelle vor der Ölpumpe.
Hast Du bei dem letzten Ölwechsel die Ölsorte gewechselt? Vielleicht vollsynthetisches Öl mit hoher Reinigungswirkung eingefüllt?

Die Domi, die ich mal gekauft habe, hatte 500 km nach dem Ölwechsel aufgegeben. Ursache für den Ölmangel war vollsynthetisches Öl, welches sich mit dem vorherigen Öl entweder nicht vertragen und geklumpt hat, oder, daß das neue Öl langsam aber stetig viele alte Ablagerungen gelöst hat, die dann den Kanal vor der Pumpe im Motor verstopft haben. Zudem kam kein ganzer Liter beim ablassen des Öls aus dem Motorrad. Die Geschichte wurde hier aufgeschrieben:

https://89232.forumromanum.com/member/f ... onsearch=1

So sah der Motor nach dem Ölmangelschaden aus, Zylinderkopf und Nockenwelle waren noch in Ordnung. Deshalb will ich nicht so recht an die nicht fördernde Ölpumpe glauben. Verfügt Deine Nockenwelle noch über den kompletten Autodekomechanismus?
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von sb3 » Di 11. Mai 2021, 00:22

Als Honda die Ölschläuche entwickelt hat waren in den Ölen noch viel weniger Reinigungsadditive als heute, daher werden die Innenschläuche weich. Auch ohne Vollsynthetik.
Die Saugölleitung besteht nämlich aus 2 koachsialen Schläuchen die aber dummerweise nur ineinandergesteckt sind. Das heißt, das man den eventuell zusammengezogenen Innenschlauch nicht sehen kann.

Bei höheren Drehzahlen kann dann nicht mehr genug Öl angesaugt werden und die Pumpe fördert nur noch Schaum, Öldruck weg ..... zuerst Kopf trocken und dann nach 15 km tot.


Man sagte früher immer Leitung verdreht, das ist auch möglich, aber nur eine Variation der selben Problematik. Denn die 2 teilige Bauweise ist einfach Müll. Honda hat das wohl auch gemerkt, weswegen es mehrere Varianten dieser Schläuche über die Bauzeit gab. Dabei wurde der Gummianteil immer kürzer und die Metalleitungen immer länger.
Schon früher starben die Motoren oft nach dem mal die Ölschläuche ausgebaut worden waren.


Wirklich entlüften kann man auch nur den Zulauf der Pumpe. Die Leitung zum Kopf ist vom Prinzip her selbstentlüftend. Man macht die Schraube auf um zu gucken ob die Pumpe fördert, die Leitung entlüftet man damit nicht bzw. ist das völlig sinnlos.
Ciao
SB3

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von Barniebutsch » Di 11. Mai 2021, 00:46

Autodekomechanismus habe ich auf den Bildern entdeckt. Also daran hat es nicht gelegen.

Ja, das mit der zugequollenen Ölleitung ist auch eine Stelle, die untersucht werden muß. Unbedingt.

Kommt offensichtlich nicht nur bei Motorrädern vor, hatte voriges Jahr auch mein Holzspalter. Erst 3 Jahre alt und wollte nicht mehr mit vollem Tempo arbeiten. Pumpe klang sehr gequält, und das Zeitlupentempo wurde immer langsamer, fast bis zum Stillstand. Nach ewiger Sucherei dann gefunden: Der Saugschlauch aus dem Öltank war dicht, die innere Gummischicht war aufgequollen/abgelöst. Von außen sah der Schlauch aus wie neu, wurde auch durch den Unterdruck nicht zusammengezogen. Nur eben innen war nichts mehr in Ordnung.
Wer kommt auf die Idee, Schläuche zu verbauen, die nicht ölresistent sind? Und es war und ist immer noch das originale Hydrauliköl drin, ohne was nachzufüllen. Jetzt ist dort gewebegestützter Plastikgartenschlauch verbaut, der hält.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von dieCobra » Di 11. Mai 2021, 09:23

Ich habe alte Ölschläuche durchgeschnitten (wo die Anschlüsse verbogen waren). Da war nichts zugequollen.
Zudem habe ich festgestellt, das die Ölschläuche in der Bördelung drehbar sind. Zwar sehr schwer, ist aber möglich, das die beim Verdrehen sich später selbst ausrichten. Werde ich aber noch überprüfen.

Aber meine Frage ist immer noch nicht beantwortet.
Wieso füllt man Öl über den Ventildeckel nach?

Grüße
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » Di 11. Mai 2021, 11:27

dieCobra hat geschrieben:
Di 11. Mai 2021, 09:23
...Wieso füllt man Öl über den Ventildeckel nach?...
Es wird wohl häufig angenommen, dass man dann nicht warten müsse, bis die Pumpe in den Kopf fördert.
Freilich ist das nicht nur unnötig, sondern auch völlig nutzlos, aber dadurch kann zumindest kein Schaden hervorgerufen werden.
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von dieCobra » Di 11. Mai 2021, 19:02

langer hat geschrieben:
Di 11. Mai 2021, 11:27
dieCobra hat geschrieben:
Di 11. Mai 2021, 09:23
...Wieso füllt man Öl über den Ventildeckel nach?...
Es wird wohl häufig angenommen, dass man dann nicht warten müsse, bis die Pumpe in den Kopf fördert.
Freilich ist das nicht nur unnötig, sondern auch völlig nutzlos, aber dadurch kann zumindest kein Schaden hervorgerufen werden.
Dann wird er wohl gewußt haben, das die Pumpe nicht/ mehr fördert....

Grüße
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Re: RD02 Nockenwellen/Kipphebel Schaden

Beitrag von langer » Di 11. Mai 2021, 20:34

Das weiss ich nicht, glaube es auch nicht.
Keiner würde sein Moped im Wissen, das die Pumpe kein Öl fördert fahren.
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