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News zu Reifen und Eintragung

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Tolek
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von Tolek » Do 22. Aug 2019, 22:23

Hab das unfreiwillig mal umgekehrt auf einem Motorrad gefahren .Ist ja im Normalfall so ,daß eine Sportenduro einen 140 er Eintrag hat .Mit reinen Geländereifen kein Problem.Man darf dann natürlich auch Reifen wie Pirelli MT 90 als 140 er fahren , wenn keine Typbindung im Schein steht.So ein Reifen kommt aber auf einer relativ schmalen Sportendurofelge so spitz ,daß man damit eigentlich nicht richtig fahren kann .Die Reifenkontur passt überhaupt nicht zum normalen Vorderad und man hat ständig das Gefühl , daß das Hinterrad ab mittlerer Schräglage "einknickt".Diese Reifen sind eigentlich in 18 Zoll für die grossen KTM mit breiterer Felge gedacht.

Nur mal so , wie sowas trotz allem Regelwerk schiefgehen kann und die Idee sowas auf einer XR 650 R zu fahren ist so abwegig nicht

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dieCobra
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von dieCobra » Mi 9. Okt 2019, 14:21

Mich heute auch schlau gemacht Zwecks Reifenfreigabe und Eintragung.
Ist eine Einzeleintragung/Sonderabnahme lt. § 21. :?
Dekra kann es machen, muss aber jemand sein der die Zulassung hat.
TÜV Nord kann es machen, nimmt aber ca. 100,-€ dafür. :x
GTÜ hat keine Ahnung das es so was gibt, kann keine Einzelabnahme machen.
Schuld sind aber die Hersteller, so unisono TÜV und DEKRA. Hätten die bei der Erstellung der Reifenfreigabe einen Sachverständigen unterschreiben lassen, wäre die Reifenfreigabe eine ABE gewesen und somit eine normale Eintragung.
Aber das hätte Geld gekostet. :twisted:
So bleibt mir nichts anderes übrig als wieder nen 120er drauf zu machen. Sonst fährste ohne Betriebserlaubnis.
Oh Deutschland, wie lieb ich deine Gesetzgebung, fuck.

Grüße
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von BinDo » Mi 9. Okt 2019, 14:25

dieCobra hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 14:21
... Hätten die bei der Erstellung der Reifenfreigabe einen Sachverständigen unterschreiben lassen, wäre die Reifenfreigabe eine ABE gewesen und somit eine normale Eintragung.
Aber das hätte Geld gekostet. :twisted: ...
Das kostet es so auch, Andi... aber wie das so ist mir den Zechen. ;)

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riedrider
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von riedrider » Mi 9. Okt 2019, 17:25

So bleibt mir nichts anderes übrig als wieder nen 120er drauf zu machen. Sonst fährste ohne Betriebserlaubnis.
Eigentlich (noch) nicht. Ich habe den vollständigen Text der im Verkehrsblatt 15/2019 veröffentlichten Verordnung.
Aus Copyright-Gründen kann ich den Inhalt nur in eigenen Worten wieder geben, interessant ist der letzte Satz:

Das Datum der Verfahrensanweisung: 06.08.2019

4 Fälle werden unterschieden:

1 Fahrzeuge mit EG-Typgenehmigung

1a) gleiche Reifengröße, anderer Hersteller

Im COC-Papier und der ZB Teil 1 ist ein Reifen vom Hersteller A eingetragen.
Es wird ein Reifen vom Hersteller B montiert.
Die Betriebserlaubnis erlischt nicht, wenn der Reifen eine Typgenehmigung hat, die gleiche Bauart aufweist, die Tragfähigkeit und der Geschwindigkeitsindex gleichwertig oder höher sind.

1b) abweichende Reifengröße innerhalb der freigegebenen Reifengrößen (habe zumindest ich bisher noch bei keinem Mopped gesehen)

Die Betriebserlaubnis erlischt nicht, wenn der Reifen eine Typgenehmigung hat, die gleiche Bauart aufweist, die Tragfähigkeit und der Geschwindigkeitsindex gleichwertig oder höher sind UND wenn die Breite und der Abrollumfang innerhalb der größten und kleinsten Werte der Reifen, die in der ZB Teil 1 bzw. dem COC-Papier

1c) abweichende Reifengröße außerhalb der freigegebenen Reifengrößen

Es wird ein typgenehmigter Reifen verwendet, der schmaler als der schmalste oder breiter als der breiteste Reifen ist, der laut COC bzw. ZB Teil 1 zulässig ist oder dessen Abrollumfang kleiner als der kleinste bzw. größer als der größte der laut COC bzw. ZB Teil 1 zulässigen Reifen ist.
Hier erlischt die Betriebserlaubnis gemäß § 19 Absatz 2 Nr. 2 StVZO sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß § 19 Absatz 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt.
D.h., das muss von einer Prüforganisation abgenommen und dann in die Papiere eingetragen werden.

Das ist alles verständlich und nachvollziehbar, gilt aber nicht für ältere Moppeds, weil die keine EG-Typgenehmigung sondern eine nationale Zulassung haben. Und jetzt kommt der Hammer:
Hier gibt es nur einen Fall und keine Unterscheidung wie oben!!!
Das finde ich so unglaublich, dass ich das ganze wörtlich abgetippt habe.

Fall 2 Fahrzeuge ohne EU-Typgenehmigung oder veränderte Fahrzeuge

Bei Fahrzeugen, die nicht EU-typgenehmigt sind (z.B. Genehmigung nach § 20 oder § 21 StvZO) oder an denen relevante Veränderungen, die Einfluss auf die Rad/Reifen-Eigenschaften bzw. ihren notwendigen Freiraum haben, vorgenommen wurden, wird ein Reifen verwendet, der nicht in der ZB Teil 1 genannt ist.
Die Betriebserlaubnis erlischt gemäß § 19 Absatz 2 Nr. 2 StVZO sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß § 19 Absatz 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt.

Anmerkung meinerseits: wo wird hier die Größe berücksichtigt?

Folgt man diesen Ausführungen buchstabengenau müsste man doch eigentlich jeden Reifen, der nicht in den Papieren steht eintragen lassen auch die mit der passenden Größe!

Dass das wahrscheinlich nicht so gemeint ist kann man aus den „Schlussfolgerungen“ vermuten.
Dort steht, dass im Fall 1c und 2 die Betriebserlaubnis erlischt, wenn eine abweichende Rad/Reifenkombination verwendet wird. Es ist dann ein entsprechender Nachweis nach § 19 Absatz 3 Nr. 1 bis 4 StVZO oder eine Begutachtung gem. §19 in Verbindung mit § 21 erforderlich. Hierbei muss die Einhaltung aller betroffenen Vorschriften (z.B. bezüglich des Reifenfreiraums und der Genauigkeit des Geschwindigkeitsmessers) bestätigt werden.

Das scheint also wieder auf die Größe abzuzielen. Aber so ganz glasklar formuliert ist das Ganze für einen promovierten Erbsenzähler nicht…..

Die beschriebene Vorgehensweise ist anzuwenden
1) bei Reifen, die nach dem 31.12.2019 hergestellt werden und
2) ab dem 01.01.2025 bei allen Reifen

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von dieCobra » Mi 9. Okt 2019, 21:08

Mein Heidenau 130er ist 2017 hergestellt, aber trotzdem komme ich nicht übern TÜV.

Grüße
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von riedrider » Mi 9. Okt 2019, 21:14

Das ist Willkür und entspricht nicht der Verfahrensanweisung.
Du bekommst gleich eine PN.

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von langer » Fr 11. Okt 2019, 22:48

Da "soll" doch keiner mehr durchblicken. M.M.n. steckt da eine Absicht dahinter.
Möglichst kompliziert um verunsicherte Kunden nach Laune, Auslegung und Monatsbilanz abziehen zu können... :cry:
Grüsse langer 8-)
"Kunst ist, wenn man‘s nicht kann... denn wenn man‘s kann, ist‘s keine Kunst"
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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von dieCobra » Mi 16. Okt 2019, 09:02

Borsti hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 07:36
Das Gesetz ist seit Oktober 2018 in Kraft getreten. Das hat aber nicht der Tüv oder sonstige beschlossen sondern das Kraftfahrtbundesamt.
Habe von meinem Freund( er arbeitet bei KÜS) das schreiben für sämtliche Prüfstellen gesehen.
Auch wir waren dieses Jahr davon betroffen. Tim hatte sich gerade erst einen neuen Reifen für seine NSR gekauft (September 2018) mit Freigabe und Anfang des Jahres bekam er deswegen keine HU mehr so mussten wir einen anderen kaufen.
Da habe die doch falsch gelesen.
Ich bin am Montag drüber mit einem Reifen von DOT 2017. Heidenau 130er mit Reifenfreigabe.
Im Augenblick kommste noch drüber mit DOT bis 31,12, 2019 bis Ende 2014.

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von riedrider » Mi 16. Okt 2019, 11:17

Im Augenblick kommste noch drüber mit DOT bis 31,12, 2019 bis Ende 2014.
Sag ich doch, wobei es 2024 heißen muß ;)

Gruß
Günter

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von dieCobra » Mi 16. Okt 2019, 11:37

Hups, latürlich, 2024. :oops:
Erstmal, es kann sich aber jederzeit ändern. :!:

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von beabastelt » Mi 16. Okt 2019, 16:55

Ich glaub das ist nach Lust und Laune vom TÜV Prüfer, oder?
Erinnert Ihr Euch - hab meine Domi nach 19 Jahren Stillstand doch wieder hergerichtet und dann tatsächlich ohne Probleme Anfang August TÜV bekommen, mit Reifen (Metzeler), die ich mir damals noch vor Stillstand drauf gemacht habe weil ich dachte ich fahr nach dem Winter 2000 wieder, aber dann kam alles anders.... Der TÜVler hat die Reifen nicht mal angeschaut. Vielleicht sahen die einfach nur neu für ihn aus und schwupp... hatte ich meinen Aufkleber... Neue Reifen sind in Planung, aber bei der Abnahme hat der nichts bemängelt
LG, Bea

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Re: News zu Reifen und Eintragung

Beitrag von dieCobra » Mi 16. Okt 2019, 20:01

beabastelt hat geschrieben:
Mi 16. Okt 2019, 16:55
Ich glaub das ist nach Lust und Laune vom TÜV Prüfer, oder?
In diesem Fall nicht.
So steht es vorläufig geschrieben.
Und wenn die TÜV Prüfer nicht alles gesagt bekommen, sondern von Oben/Vorgesetzten nur die Hälfte, dann handeln sie eben falsch.
Fakt ist, wie Günter geschrieben hat.

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