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Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

NX 500 / NX 650 / SLR 650 / FMX 650

Moderator: Domitreffen

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Kokosnussknacker
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Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

Moin Leute,
habe zuletzt Crashbars der polnischen Firma Moto-Adventure-Tech bestellt, die ich gern morgen montieren möchte.
Leider stehen in der Anleitung keine Anziehdrehmomente und auf Anfrage gibt's auch nichts hilfreiches. Ein Werkstatthandbuch konnte ich leider nicht ausfindig machen :-( (Bj. 1998; wäre sehr dankbar, wenn jemand eins digital oder analog zum abkaufen hätte). Im Forums-Wiki habe ich zumindest Spezifikationen bezüglich der Schrauben an den Brakets vorne zwischen Motor und Rahmen gefunden (30 bzw. 40Nm).
Allerdings könnte ich noch nichts bezüglich der Durchgangsschraube (vielmehr Gewindestange) finden, die durch das Getriebegehäuse geht. Ebenso geht's mit mit dem Braket welches vorne neu das Rahmenrohr umschließt.
Zur besseren Beschreibung sind noch zwei Fotos aus der Einbaubeschreibung angehangen.
Habt ihr da Empfehlungen?
Ansonsten würde ich mich an den Anziehdrehmomenten für Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 orientieren.
Danke schonmal und Grüße!
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Screenshot 2024-01-30 183013.png
Screenshot 2024-01-30 183013.png (845.39 KiB) 690 mal betrachtet
Screenshot 2024-01-30 183048.png
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Nergal
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Nergal »

Guxu hier:
WHB Domi 5-0.jpg
WHB Domi 1-5.jpg
WHB Domi 1-6.jpg
Beste Grüße

Wolf-Ingo

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Nergal
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Nergal »

Und hier noch die Montage-Info der Schutzbügel von Hepco & Becker
HuB MontageInfo.jpg
Beste Grüße

Wolf-Ingo

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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

Ui vielen Dank für die Infos!!
Sehe ich es richtig, dass es im Originalzustand garkeine durchgängige Gewindestange gibt? Oder ist das praktisch eine lange Schraube die von der Schalthebel Seite durchgesteckt wird?
Falls dem so ist würde ich mich mal an die üblichen Drehmomente für 8.8er Schrauben halten
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Andreas_NRW
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Andreas_NRW »

Ist eine lange Schraube, auch im Serienzustand.
Normal von links nach rechts durchgesteckt.
Wie im von Wolf-Ingo bereitgestellten Auszug zu sehen, ist die Mutter der Motorbefestigung „oben-hinten“ mit 40 Nm anzuziehen.
Wie alle Befestigungs-Bolzen rund um‘s Getriebegehäuse.

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Kokosnussknacker
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

So hab jetzt alles entsprechend Spezifikationen angezogen, beim oberen Braket was neu hinzugekommen ist habe ich mich für eher lasche 15Nm entschieden, da an dieser Stelle und der Orientierung der Schrauben ein noch höheres Drehmoment wahrscheinlich sowieso nichts bringt und nur unnötig den Rahmen quetscht.

Ansonsten habe ich noch einen Blick auf die Getriebeausgangswelle geworfen, siehe Anhang. Sieht normal aus oder? In den schattigen Bereichen sieht man weiter innen dann die Keile, hab ich leider nicht fotografieren können, sahen aber recht gut aus denke ich.
Ansonsten noch eine Frage bzgl. Tachowelle (will demnächst einen hohen Kotflügel vorne montieren - Empfehlungen sind willkommen): wo montiere ich die denn am besten ab? Vermutlich unten am Rad oder? Gibt es da Fallstricke? Danke euch!
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IMG_20240131_101718300.jpg
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eric
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von eric »

bei der Gelegenheit, würde ich auch mal die Wurzelbürste nehmen und dat gute Stück etwas säubern, sieht ja Gruselig aus die alte Dame ;)

Gruss Stefan
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jakobjogger
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von jakobjogger »

Was für Keile soll man denn da sehen?

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Kokosnussknacker
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

eric hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 16:25 bei der Gelegenheit, würde ich auch mal die Wurzelbürste nehmen und dat gute Stück etwas säubern, sieht ja Gruselig aus die alte Dame ;)

Gruss Stefan
Ja hatte gerade keinen löchrigen Socken mehr zur Hand, aber eine passende Bürste ist schon unterwegs :D
...ansonsten ist die gute heute nach 2 Monaten Winterpause nach vielleicht 1s kurbeln angesprungen und lief wie immer super ;)
jakobjogger hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 17:20 Was für Keile soll man denn da sehen?
Naja eben die Keile der Getriebeausgangswelle (ist ja eine Keilwelle), kann man vielleicht auch "Zähne" nennen. Die sieht man jedenfalls wenn man ko-axial auf in die Hohlräume des Fotos schaut
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jakobjogger
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von jakobjogger »

Ah, bisher wurde hier nur die Antriebswelle unterschieden in fein- und grobverzahnt. Ich glaube, hier ist noch keiner auf diese Benennung gekommen. Ich dachte schon, dass bei dir da irgendwas unterkeilt wurde. :lol: 8-)

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Kokosnussknacker
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

jakobjogger hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 18:18 Ah, bisher wurde hier nur die Antriebswelle unterschieden in fein- und grobverzahnt. Ich glaube, hier ist noch keiner auf diese Benennung gekommen. Ich dachte schon, dass bei dir da irgendwas unterkeilt wurde. :lol: 8-)
Streng genommen müsste man das Teil auch eigentlich ABtriebswelle nennen, aber naja was soll's :lol:
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jakobjogger
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von jakobjogger »

Ja. Mein Fehler. Nennt sich wohl Getriebeausgangswelle oder so. Aber das wissen hier bestimmt andere Fachkräfte. :lol:
Herbert, sag Mal was.
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eric
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von eric »

lol, immer auf den Herbert, der alte Mann (Koryphäe) hat auch mal wat anderes zu tun, der muss sich erstmal um mich kümmern :roll:

Gruss Stefan
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dieCobra
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von dieCobra »

Ich nenne dat Ding einfach GAW.
Und wie ich schon mehrfach schrub, da fehlt wieder die Kupferpaste.........er ist nicht der Einzigste. :roll:
Und ich würde nie an so einem dreckigen Möppi schrauben. Am besten ist der Dreck unter dem Befestigungsbügel.
Hätte man auch Schmirgelpapier unterlegen können.
Aber so verrutscht er wenigsten nicht und braucht weniger Anzugsmoment. :shock:

Grüße
Andi
Jetzt bei mir erhältlich:
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Perfektion ist dann erreicht, wenn nichts mehr hinzugefügt und nichts mehr weggelassen werden kann. >Tasai<
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Enola Gay
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Enola Gay »

Nennt sich wohl Getriebeausgangswelle oder so. Aber das wissen hier bestimmt andere Fachkräfte. :lol:
Herbert, sag Mal was.
WAS ... ;) . 8-) . :roll: ;

Also 'Getriebe-Ausgangswelle' ist schon mal 'Richtig' - weiterhin ist ebenfalls Richtig, dass an dieser GAW am äußeren Ende eine Keilverzahnung bestehend ist, die das Antriebs-Ritzel 'kraftübertragend' fixiert und gegen Verdrehung a.d. Welle sichert ... (das wäre eine 'technisch_korrekte' Formulierung).

Der 'Verfasser' des Threads / Posts (keine Ahnung welcher Begriff hier 'zutreffender' wäre - gefällt sich sehr in 'denglischer' Ausdrucksweise - allerdings scheinbar ohne die sinngemäße Bedeutung der verwendeten Begriffe zu erkennen - oder sie zumindest zu 'Googlen' ... ;
Das mehrfach verwendete Wort 'Braket' stammt vermutlich aus der polnischen Montage-Anleitung der Sturzbügel ;) . 8-) . :lol: - in einem WHB von Harley-Davidson oder Norton würde der Begriff 'Bracket' auftauchen (übersetzt > Braket = Bremse und 'Bracket' = Halterung). Den Rest sollte der 'klare_Menschenverstand' darlegen (!)

Wenn mich ein (Zweirad-)Mechaniker bei einem solchen Arbeits-Auftrag nach Drehmomenten fragen würde, dann würde ich mir als erstes seine Pupillen ansehen und wenn dies unauffällig wäre, würde ich ihm danach den Puls fühlen ... ;
Die Montage eines solchen 'Sturzbügels' oder von mir aus auch 'Motorschutzbügels' dürfte in einer deutschen Werkstatt maximal 20 min. dauern (polnische Mechaniker sind auch nicht wesentlich langsamer) und diese 20 min. Montage würden im Rhein-Main Gebiet mit ca. 40 EUR zubuche schlagen - München u. Berlin + 20% ... - das will ganz sicher kein Kunde bezahlen :roll: :!:
(zumal er oftmals auf ein 'Hochschul-Studium' verweisen kann - und so schwierig wird das schon nicht sein ...)

@ JJ - ich hoffe, ich bin deinen Erwartungen 'Gerecht' geworden - falls nicht, ich habe gefühlt ca. 30% des ursprünglichen Schriftsatzes wieder gelöscht - will heißen, es wäre noch Luft nach oben ;) . 8-) . :lol: ;

schönen Feierabend
mfG. Herbert
... war nie wirklich weg - hab mich nur versteckt ... (Marius-M.-W.)
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steffen
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von steffen »

Herbert, sei mal bitte nicht so bissig bzw. abwertend (es liest sich nämlich so!), nur weil der "Verfasser des Threads" (ja, hast Du richtig formuliert) seine Mühle vorher nicht sauber gemacht und nach Drehmomenten gefragt hat!
Was ist daran verwerflich, diese zu erfragen? Hätte ich auch gemacht wenn in der Anleitung (die ja scheinbar schlecht ins Englische übersetzt ist) nix gestanden wäre. Oder ich hätte mich an den im WHB zu den jeweiligen Schraubengrößen angegebenen Drehmomenten orientiert.
Es ist nicht jeder Zweiradmechaniker so wie Du, bzw. hat Deinen technischen Sachverstand. Der Sachverstand des Verfassers scheint aber trotzdem dafür gereicht zu haben, den Sturzbügel ohne wesentliche fremde Hilfe angebaut bekommen zu haben.
Auch die Bemerkung bezüglich des Hochschul-Studium finde ich daneben, so nebenbei bemerkt. Nicht jeder Kunde mit Hochschulstudium ist automatisch eine handwerkliche Dumpfbacke. Idioten findest Du überall, egal mit welchem (Hoch)Schulabschluss.

Gute Nacht,
Steffen

Verfasser
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

dieCobra hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 21:48 Ich nenne dat Ding einfach GAW.
Und wie ich schon mehrfach schrub, da fehlt wieder die Kupferpaste.........er ist nicht der Einzigste. :roll:
Und ich würde nie an so einem dreckigen Möppi schrauben. Am besten ist der Dreck unter dem Befestigungsbügel.
Hätte man auch Schmirgelpapier unterlegen können.
Aber so verrutscht er wenigsten nicht und braucht weniger Anzugsmoment. :shock:

Grüße
Andi
...ja die ersten Fotos sind wie gesagt aus der (bebilderten) Einbaueinleitung - also nicht meine Domi ;) Aber ja, ich gebe zu, der Frühjahrsputz steht noch aus.
und was das Thema Kupferpaste angeht: das mag sein, ich musste in der Zeit in der ich die Domi hatte noch nichts am Ritzel o.Ä. machen, daher hab ich das in der Form vom Vorbesitzer geerbt.
Enola Gay hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 21:57
Nennt sich wohl Getriebeausgangswelle oder so. Aber das wissen hier bestimmt andere Fachkräfte. :lol:
Herbert, sag Mal was.
WAS ... ;) . 8-) . :roll: ;

Also 'Getriebe-Ausgangswelle' ist schon mal 'Richtig' - weiterhin ist ebenfalls Richtig, dass an dieser GAW am äußeren Ende eine Keilverzahnung bestehend ist, die das Antriebs-Ritzel 'kraftübertragend' fixiert und gegen Verdrehung a.d. Welle sichert ... (das wäre eine 'technisch_korrekte' Formulierung).

Der 'Verfasser' des Threads / Posts (keine Ahnung welcher Begriff hier 'zutreffender' wäre - gefällt sich sehr in 'denglischer' Ausdrucksweise - allerdings scheinbar ohne die sinngemäße Bedeutung der verwendeten Begriffe zu erkennen - oder sie zumindest zu 'Googlen' ... ;
Das mehrfach verwendete Wort 'Braket' stammt vermutlich aus der polnischen Montage-Anleitung der Sturzbügel ;) . 8-) . :lol: - in einem WHB von Harley-Davidson oder Norton würde der Begriff 'Bracket' auftauchen (übersetzt > Braket = Bremse und 'Bracket' = Halterung). Den Rest sollte der 'klare_Menschenverstand' darlegen (!)

Wenn mich ein (Zweirad-)Mechaniker bei einem solchen Arbeits-Auftrag nach Drehmomenten fragen würde, dann würde ich mir als erstes seine Pupillen ansehen und wenn dies unauffällig wäre, würde ich ihm danach den Puls fühlen ... ;
Die Montage eines solchen 'Sturzbügels' oder von mir aus auch 'Motorschutzbügels' dürfte in einer deutschen Werkstatt maximal 20 min. dauern (polnische Mechaniker sind auch nicht wesentlich langsamer) und diese 20 min. Montage würden im Rhein-Main Gebiet mit ca. 40 EUR zubuche schlagen - München u. Berlin + 20% ... - das will ganz sicher kein Kunde bezahlen :roll: :!:
(zumal er oftmals auf ein 'Hochschul-Studium' verweisen kann - und so schwierig wird das schon nicht sein ...)

@ JJ - ich hoffe, ich bin deinen Erwartungen 'Gerecht' geworden - falls nicht, ich habe gefühlt ca. 30% des ursprünglichen Schriftsatzes wieder gelöscht - will heißen, es wäre noch Luft nach oben ;) . 8-) . :lol: ;

schönen Feierabend
mfG. Herbert
Ja ich meinte natürlich BraCket das hast du ganz richtig erkannt.
Zum Thema Anziehdrehmomente finde ich meine Frage berechtigt, immerhin gehts ja um strukturrelevante Themen rund um den Rahmen ;) ...und ob ich mir einen Drehmomentschlüssel oder eine normale Ratsche nehme um die Schrauben anzuziehen sollte jetzt zeitlich (und auch preislich) gesehen keinen so nennenswerten Unterschied machen, entsprechend würde ich das auch von einem Mechaniker erwarten der dafür bezahlt wird.
Was meinst du mit dem "oftmals auf ein Hochschul Studium verweisen kann"?
Ich habe das nur bei meiner Vorstellung mal erwähnt und dann gab es dazu ein paar Rückfragen - findest du das was ich dazu geschrieben habe überheblich? Den Eindruck bekomme ich jedenfalls..
steffen hat geschrieben: Mi 31. Jan 2024, 23:53 Herbert, sei mal bitte nicht so bissig bzw. abwertend (es liest sich nämlich so!), nur weil der "Verfasser des Threads" (ja, hast Du richtig formuliert) seine Mühle vorher nicht sauber gemacht und nach Drehmomenten gefragt hat!
Was ist daran verwerflich, diese zu erfragen? Hätte ich auch gemacht wenn in der Anleitung (die ja scheinbar schlecht ins Englische übersetzt ist) nix gestanden wäre. Oder ich hätte mich an den im WHB zu den jeweiligen Schraubengrößen angegebenen Drehmomenten orientiert.
Es ist nicht jeder Zweiradmechaniker so wie Du, bzw. hat Deinen technischen Sachverstand. Der Sachverstand des Verfassers scheint aber trotzdem dafür gereicht zu haben, den Sturzbügel ohne wesentliche fremde Hilfe angebaut bekommen zu haben.
Auch die Bemerkung bezüglich des Hochschul-Studium finde ich daneben, so nebenbei bemerkt. Nicht jeder Kunde mit Hochschulstudium ist automatisch eine handwerkliche Dumpfbacke. Idioten findest Du überall, egal mit welchem (Hoch)Schulabschluss.

Gute Nacht,
Steffen
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Enola Gay
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Enola Gay »

Ich habe das nur bei meiner Vorstellung mal erwähnt und dann gab es dazu ein paar Rückfragen - findest du das was ich dazu geschrieben habe überheblich? Den Eindruck bekomme ich jedenfalls..
Hallo - 'falscher_Eindruck' - ich habe deine Vorstellung nicht gelesen ... ;
(zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern) aber ich werde nochmal 'Nachsehen' ;) ;

mfG. Herbert

##########################################################################################

22.57 Uhr - ich habe mir inzwischen 'alle' deine hier veröffentlichen Beiträge durchgelesen - und 'Nein' ich finde darin nichts 'überhebliches' - lediglich eine gewisse 'Unerfahrenheit' die aber ganz sicher deiner Jugend geschuldet ist. Du hast hier im Forum um Hilfe gebeten - und die ist Dir in Form von 'Wolf-Ingo's' übermittelten Unterlagen zuteil geworden.
Ich möchte abschließend noch ein paar Worte zu dem ganzen Verlauf dieses Threads/Fadens loswerden. Das dein Moped 'dreckig' ist, habe ich an keiner Stelle erwähnt - das waren andere - und in meinen Augen ist dies auch kein 'Sakrileg'. Allerdings verstehe ich auch Andi, der das geschrieben hat ... ; und den Tip mit der Kupfer- oder Keramik-Paste solltest Du auch 'übernehmen', das wird Dich irgendwann vor sehr kostspieligen Folge-Schäden bewahren (!)
Eigentlich könnte ich jetzt aufhören - aber mir ist bei deinen Bildern noch ein ziemlich schwerwiegender 'Patzer' aufgefallen - den Du möglichst beheben solltest. Das Sicherungs-Blech des Ritzels ist mit zwei unterschiedlichen Schrauben befestigt - und keine der beiden Schrauben gehört dorthin ;) . Die originalen Schrauben, die das Ritzel gegen axiales Verschieben auf der GAW Sichern, haben zum Kopf hin einen ca. 6mm hohen Bund - dieser Bund erscheint erstmal 'sinnlos' - aber bei näherer Betrachtung ist er durchaus 'Wichtig' (!)
Auf der Innenseite der Ritzel-Abdeckung sollte sich eine Kreisbogen-förmige Erhöhung befinden, die - falls sich einmal eine solche Schraube lockert, verhindert, dass das Ritzel von der GAW abspringt - und 'Ross und Reiter' zu Fall bringt (ist leider schon oft passiert).

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass mit deiner Domi;
mfG. Herbert
Zuletzt geändert von Enola Gay am Do 1. Feb 2024, 23:37, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von jakobjogger »

Wenn es vielleicht auch ein wenig OT ist. Aber nimmt man wirklich für solche Arbeiten einen Drehmomentschlüssel? Asche auf mein Haupt, aber ich nehme den eigentlich nur bei den Radschrauben der GSA zur Hand. An der Domi hat mir bisher das Gefühl in der Hand gereicht. Ich bilde mir ein zu spüren ob eine Schraube zu lösen oder zu fest für ihre Aufgabe angezogen ist. Aber vielleicht habe ich auch eine Schraube locker .
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Barniebutsch
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Barniebutsch »

Ich halte es wie folgt: Schraube in Alu (also Motor z.B.) immer mit Drehmomentschlüssel. Sonst ist es schnell des Guten zuviel. Und die Radschrauben vom Auto.

Bei Schrauben bzw. Muttern mit Feingewinde (z.B. auf der Domi-Kurbelwelle), wo es schwierig ist, entsprechenden Gegenhalt zu erzeugen, mache ich mit dem Dremel vor der Demontage Markierungen an die Teile und drehe nachher wieder auf den markierten Punkt.

Restliche Schrauben am Motorrad werden mit entsprechend Gefühl in der Hand festgezogen und haben bisher noch immer gehalten. Wenn man schon paarmal eine Schraube abgerissen hat, baut sich ein gewisses Gefühl dafür auf. Das kann man ja auch mal mit Absicht als Training zur "Gefühlseichung" durchführen.
Alles überall und immer mit dem Drehmomentschlüssel festzuziehen ist einfach zeitraubend, umständlich und praxisfern.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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Enola Gay
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Enola Gay »

Barniebutsch hat geschrieben: Do 1. Feb 2024, 23:22 Ich halte es wie folgt: Schraube in Alu (also Motor z.B.) immer mit Drehmomentschlüssel. Sonst ist es schnell des Guten zuviel. Und die Radschrauben vom Auto.

Bei Schrauben bzw. Muttern mit Feingewinde (z.B. auf der Domi-Kurbelwelle), wo es schwierig ist, entsprechenden Gegenhalt zu erzeugen, mache ich mit dem Dremel vor der Demontage Markierungen an die Teile und drehe nachher wieder auf den markierten Punkt.

Restliche Schrauben am Motorrad werden mit entsprechend Gefühl in der Hand festgezogen und haben bisher noch immer gehalten. Wenn man schon paarmal eine Schraube abgerissen hat, baut sich ein gewisses Gefühl dafür auf. Das kann man ja auch mal mit Absicht als Training zur "Gefühlseichung" durchführen.
Alles überall und immer mit dem Drehmomentschlüssel festzuziehen ist einfach zeitraubend, umständlich und praxisfern.
Ich könnte zu den beiden letzten Beiträgen auch noch 'einiges' Schreiben ;) - aber ich ziehe es vor, jetzt 'zu_Bett' zu gehen ... ;
mfG. Herbert
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

Enola Gay hat geschrieben: Do 1. Feb 2024, 13:39
Ich habe das nur bei meiner Vorstellung mal erwähnt und dann gab es dazu ein paar Rückfragen - findest du das was ich dazu geschrieben habe überheblich? Den Eindruck bekomme ich jedenfalls..
Hallo - 'falscher_Eindruck' - ich habe deine Vorstellung nicht gelesen ... ;
(zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern) aber ich werde nochmal 'Nachsehen' ;) ;

mfG. Herbert

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22.57 Uhr - ich habe mir inzwischen 'alle' deine hier veröffentlichen Beiträge durchgelesen - und 'Nein' ich finde darin nichts 'überhebliches' - lediglich eine gewisse 'Unerfahrenheit' die aber ganz sicher deiner Jugend geschuldet ist. Du hast hier im Forum um Hilfe gebeten - und die ist Dir in Form von 'Wolf-Ingo's' übermittelten Unterlagen zuteil geworden.
Ich möchte abschließend noch ein paar Worte zu dem ganzen Verlauf dieses Threads/Fadens loswerden. Das dein Moped 'dreckig' ist, habe ich an keiner Stelle erwähnt - das waren andere - und in meinen Augen ist dies auch kein 'Sakrileg'. Allerdings verstehe ich auch Andi, der das geschrieben hat ... ; und den Tip mit der Kupfer- oder Keramik-Paste solltest Du auch 'übernehmen', das wird Dich irgendwann vor sehr kostspieligen Folge-Schäden bewahren (!)
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Auf der Innenseite der Ritzel-Abdeckung sollte sich eine Kreisbogen-förmige Erhöhung befinden, die - falls sich einmal eine solche Schraube lockert, verhindert, dass das Ritzel von der GAW abspringt - und 'Ross und Reiter' zu Fall bringt (ist leider schon oft passiert).

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass mit deiner Domi;
mfG. Herbert
Hallo Herbert, vielen Dank für die Worte!
auch für den Hinweis bzgl. des Ritzels bin ich sehr dankbar - da mach ich mich gleich mal auf die Suche nach originalen Schrauben, denn eine Kette oder Ritzel möchte ich nur ungern in der Wade haben :?
Barniebutsch hat geschrieben: Do 1. Feb 2024, 23:22 Ich halte es wie folgt: Schraube in Alu (also Motor z.B.) immer mit Drehmomentschlüssel. Sonst ist es schnell des Guten zuviel. Und die Radschrauben vom Auto.

Bei Schrauben bzw. Muttern mit Feingewinde (z.B. auf der Domi-Kurbelwelle), wo es schwierig ist, entsprechenden Gegenhalt zu erzeugen, mache ich mit dem Dremel vor der Demontage Markierungen an die Teile und drehe nachher wieder auf den markierten Punkt.

Restliche Schrauben am Motorrad werden mit entsprechend Gefühl in der Hand festgezogen und haben bisher noch immer gehalten. Wenn man schon paarmal eine Schraube abgerissen hat, baut sich ein gewisses Gefühl dafür auf. Das kann man ja auch mal mit Absicht als Training zur "Gefühlseichung" durchführen.
Alles überall und immer mit dem Drehmomentschlüssel festzuziehen ist einfach zeitraubend, umständlich und praxisfern.
Ich komme eher aus der Fahrrad-Welt, in der man oft Stahl-Schrauben in Aluminium(-Rahmen) findet die dann nur mit 5-8 Nm angezogen werden sollen. Bei solchen kleinen Drehmomenten und der Materialpaarung würde ich aufjedenfall Drehmomentenschlüssel benutzen. Und da ich es eh schon gewohnt bin mache ich jetzt im selben Stil auch am Moped weiter, obwohl es natürlich wichtigere und vielleicht auch unwichtigere Situationen dort gibt, aber schaden kann es ja nicht 8-)

Edit: wegen der Sicherungsblech-Schrauben -> Teilenummer 21 auf dieser Seite:
https://www.bike-parts-honda.de/honda-m ... 600/1/7105
müsste korrekt sein oder?

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Kokosnussknacker
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Re: Anziehdrehmomente Sturzbügelmontage

Beitrag von Kokosnussknacker »

... Nochmal ne Frage zur Ritzelbefestigung: welches Mittel empfiehlt ihr denn für die Gewinde der Schrauben? Loctite, Fett oder ohne alles :?:
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