Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

NX 500 / NX 650 / SLR 650 / FMX 650

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Barniebutsch
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Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Bei meiner originalen Domi fängt so langsam die Kupplung an zu rutschen, dabei hat die noch nichtmal 100 000 km drauf. Ich war am Freitag und Sonnabend mal eben in den Niederlanden, und wenn ich bei 100 km/h Vollgas gegeben habe um zu überholen, bewegte sich erstmal nur die Drehzahlmessernadel. Bei 120 km/h und Vollgas ist das fast nie passiert. Öltemperatur so zwischen 120°C und 130°C.
Bis vor etwa 2000 km rutschte die Kupplung nur gelegentlich bei kaltem Öl, bei heißem Motor nie. Jetzt hat sich da was verändert und so will ich das nicht lassen. Also werde ich den Kupplungsdeckel öffnen müssen. Beim nächsten Ölwechsel in rund 1000 km (also Anfang Mai) will ich nach den Belägen sehen und die wahrscheinlich auch gleich wechseln. Ich fahre seit Jahr und Tag teilsynthetisches Öl 10W40.

Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit vollsynthetischem Öl in der Domi? Funktioniert das uneingeschränkt oder braucht es dazu Kupplungsbeläge von einer bestimmten Qualität oder einem bestimmten Hersteller oder einem bestimmten Material? Was sollte ich mir besorgen?

Ich selbst habe damit eigentlich keine Erfahrungen sammeln können. Nur soviel: Der Vorbesitzer von meinem Sumo-Motor mit HRC-Kit hatte vollsynthetisches Öl gefahren. Die Kupplungsbeläge waren steinhart und verbrannt. Woran das lag kann ich nicht sagen, ob an der Fahrweise oder weil das Öl mit den Belägen nicht kompatibel war. Oder was anderem.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Gockel500 »

Es kann auch an lahmen Federn liegen, dass die Kupplung rutscht.
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Bei der km Leistung nachschauen, wie die Beläge aussehen und messen wäre schon nicht verkehrt.
Wenn die Kupplung keiner vergewaltigt hat (man weiss meist nicht wie die vorher behandelt wurde) stehen die Chancen gut,
dass die Belagstärke noch weit entfernt vom untersten Sollwert ist
und es (wie schon richtig erwähnt wurde), "lediglich" daran liegt, dass die Federn zu schlapp geworden sind.

Letzteres ist zu 99% der (einzige) Grund für eine schlupfende Kupplung. Nicht die Beläge und auch nicht synthetisches Öl.
Wenn die Federn taugen, ist vollsynthetisches Öl für den Kraftschluss der Domi Kupplung, auch mit den ori Belägen überhaupt kein Problem.

Wichtig ist, dass du es bald machst und möglichst nicht so weiter fährst.
Was du jetzt gerade machst (schon deine Tests reichen...), kostet deine Beläge mit jedem km im schlupfenden Zustand Jahre an Lebensdauer und du versaust dir dein Öl.
Das wird, das geht ganz schnell, gräulich von dem Abrieb und das Öl verbrennt während dem Schlupf.
Diese abrasive Suppe möchtest du eigentlich nie deinem Motor zumuten.
Grüsse langer 8-)
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Barniebutsch
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Habe inzwischen neue Kupplungsfedern gekauft und werde über den Erfolg berichten.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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Barniebutsch
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Wenn schon neue Kupplungsfedern, dann wollte ich auch wissen, wo genau und wie groß der Unterschied zu den gebrauchten Federn liegt bzw. ist.
Federn habe ich einmal die hier gekauft:

https://www.ebay.de/itm/156166585129?it ... BMtIO-xN9j

Made in Japan, angeblich wie das Original. Länge gemessen 50 mm, Draht 3 mm, Außendurchmesser 20,3 mm.

Und dann habe ich noch die hier gekauft:

https://www.ebay.de/itm/352592335982?fi ... BM1IbrxN9j

Wahrscheinlich made in Italien, angeblich +15 % stärker als das Original. Länge gemessen 47 mm, Draht 3 mm, Außendurchmesser 20,9 mm.

Dann habe ich aus einem Rumpfmotor, Laufleistung 27 000 km, der im Regal liegt, zwei originale Federn ausgebaut: Länge gemessen 45 mm, Draht 3 mm, Außendurchmesser 20,4 mm.
Der Schacht für die Federn in der Kupplung hat 23 mm Durchmesser, der Dorn in der Kupplung hat 11 mm Durchmesser, die Federn werden in dieser Kupplung auf 29 mm Höhe zusammengepresst.

Um die Federn nun vergleichen zu können, wollte ich erst die Federkraft messen, die für 1 mm Federweg notwendig ist. Habe das dann aber als praxisfremd verworfen, weil am Ende zählt, mit welcher Kraft die Federn im eingebauten Zustand drücken. Also auf 29 mm Höhe zusammengedrückt.

Folglich habe ich eine digitale Waage genommen, dort in der Mitte ein Stück 6er Blech etwa 4x4 cm als Unterlage für die Feder plaziert, daneben zwei Holzklötze von 35 mm Höhe gelegt und in die Mitte eine Feder gestellt. Auf die Feder habe ich einen 6er Blechstreifen gelegt, der über die beiden Holzklötze ragte. Als Endanschlag.
Danach habe ich ein Widerlager an die Wand geschraubt, dann eine Holzlatte auf Feder und Blechstreifen und unter das Widerlager gelegt und mit der Hand am anderen Ende der Holzlatte angefangen zu drücken. Und zwar bis der Blechstreifen auf beiden Holzklötzern gerade auflag. Das dabei erzielte Gewicht konnte ich an der Anzeige der Waage ablesen. Den Vorgang habe ich mit jeder einzelnen Feder mehrfach wiederholt.

Ergebnis: Die gebrauchten originalen Federn drücken mit etwa 26 kg, die Japan-Federn mit etwa 39 kg (alle ziemlich gleich) und die Ferodo-Federn 2x mit 40 kg, 1x mit 39 kg und 1x mit 38 kg. Die neuen Federn haben sich dabei alle um etwa 1 mm gesetzt. Die jetzt noch eingebauten Federn mit 92 000 km Laufleistung werde ich auch messen, wenn ich den Motor öffne.
Was mich erstaunt hat, ist die erhebliche Differenz zwischen neu und alt. Was läßt eine Feder derart altern? Die Laufleistung, also die dauernd wechselnden thermischen Verhältnisse im Motor? Oder einfach nur die Dauer von 32 Jahren im maximal vorgespannten Zustand?

Mein Meßaufbau erfüllt zwar jetzt keine Laborbedingungen und liefert keine exakten absoluten Werte, aber läßt unter reproduzierbaren Bedingungen einen Rückschluß über den Verschleiß der Kupplungsfedern zu. Und sollten die Ferodo-Federn mal den Weg in einen Motor finden, baue ich die schwächeren Federn gegenüberliegend ein.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

Tolek
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Tolek »

Endlich hat das mal jemand gemessen , hatte ich ehrlich nie so richtig glauben wollen ,daß die soviel weicher werden .

Gockel500
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Gockel500 »

Sehr spannend!

Beim meiner 750er Kawa habe ich früher Beilagscheiben unter die Federn gelegt, als die Kupplung zu rutschen begann. Hat auch funktioniert.
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Das ist ausser den entscheidenden Massen einer Feder das Material und der Herstellungsprozess (da auch wie aufwendig die Wärmebehandlung war).
Hatte vor Jahren ausgemessen, ori alt, ori neu, die +10% von Louise (oder war's Polo) und diese alle mit "richtigen" Federn (Ventilfeder-Quali) verglichen.
Danach wurde mir alles klar. Könnte sein, dass dies noch im alten Forum war.
Grüsse langer 8-)
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Barniebutsch
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Habe die Angaben von Langer im alten Forum gefunden:

langer650



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Werte Kupplungsfedern., 20 Apr. 2011 01:01

Hi,

Original Honda Feder neu.
Ungespannte Länge 46,6 mm

bei 40 mm = 8,2 kg
bei 35 mm = 17,6 kg (in etwa der Bereich bei unbetätigter Druckplatte)
bei 30 mm = 26,1 kg (in etwa der max Bereich für ausgerückte Druckplatte)
bei 26 mm = 32,0 kg (kurz vor Anlage)

Original Honda Feder nach ca 13 tkm Betrieb
ungespannte Länge 46,5 mm

bei 40 mm = 6,5 kg
bei 35 mm = 13,8 kg
bei 30 mm = 22,2 kg
bei 26 mm = 27,4 kg

Lukas neu
ungespannte Länge 46,8 mm

bei 40 mm = 8,1 kg
bei 35 mm = 17,9 kg
bei 30 mm = 26,6 kg
bei 26 mm = 33,0 kg

Lukas nach ca. 18 tkm Betrieb
ungespannte Länge 46,6 mm

bei 40 mm = 6,1 kg
bei 35 mm = 12,6 kg
bei 30 mm = 20,9 kg
bei 26 mm = 25,8 kg

Alle Angaben sind die Durchschnittswerte aus jeweils vier Federn "einer jeden" Sorte.
Die Toleranzen untereinander sind (teilweise bis zu 20%) erheblich.

Die von mir verwendeten Ventilfedern entsprechen in dem für den Betrieb
wichtigen Bereich (35 und 30 mm) in etwa der Ori. Honda in Neuzustand.
Für die Angabe deren Drahtstärke, Windungszahl / Steigung müßt ich entweder
meine nochmal ausbauen oder die gleichen nochmal beschaffen.


Grüße langer

„Kunst ist, wenn man‘s nicht kann... denn wenn man‘s kann, ist‘s keine Kunst"

langer‘s NX Seite
Zuletzt geändert von Barniebutsch am Sa 20. Apr 2024, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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Metzomeister
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Metzomeister »

Ich kann dir definitiv die EBC DRCF054 empfehlen. Du kannst mit 6000 Umdrehungen im Leerlauf die Kupplung schnalzen lassen und hast absolut kein Rupfen, kein Stottern und die Leistung ist sofort da. Zum Einfahren würde ich dir stink normales popliges 10w40 Teilsynthetisch empfehlen, um die Kupplungslamellen "einzufahren". Folglich, kannst du ohne Probleme 10w40 Vollsynthetisch fahren und hast nie wieder Probleme mit Kupplungsrutschen. Selbst mit meinem starken MoS2, Bornitrid und ZDDP Gemisch im Öl hatte ich absolut kein Rupfen mehr mit diesen Kupplungslamellen (Was man definitiv bei Korklamellen haben wird, wenn man ein MoS2 Additiv fährt).
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Evtl. kommen hier nun auch noch Begrifflichkeiten durcheinander... Mit dem Begriff "Rupfen" ist bei einer Kupplung "eigentlich" etwas anderes als Schlupf/Schlupfen gemeint.
Metzomeister hat geschrieben: Sa 20. Apr 2024, 22:33 ...Du kannst mit 6000 Umdrehungen im Leerlauf die Kupplung schnalzen lassen...
Fein für's Material des Getriebe, der Kette und die beste Methode den Kämmen des Korb tiefe Rattermarken zu spendieren. :?
Grüsse langer 8-)
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

PS. Wird ja immer besser...
Metzomeister hat geschrieben: Sa 20. Apr 2024, 22:33 ...Selbst mit meinem starken MoS2, Bornitrid und ZDDP Gemisch im Öl hatte ich...
Soll das ein Aufmerksamkeitstest werden, oder versteckte Kamera ?
Bornitrid ist der Grundbestandteil zur Herstellung von Schleifmitteln für u.a. Hartmetalle (Wolfram). Das schüttest du dir in's Öl ?
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Kurtl
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Kurtl »

langer hat geschrieben: So 21. Apr 2024, 10:54 PS. Wird ja immer besser...
Metzomeister hat geschrieben: Sa 20. Apr 2024, 22:33 ...Selbst mit meinem starken MoS2, Bornitrid und ZDDP Gemisch im Öl hatte ich...
Soll das ein Aufmerksamkeitstest werden, oder versteckte Kamera ?
Bornitrid ist der Grundbestandteil zur Herstellung von Schleifmitteln für u.a. Hartmetalle (Wolfram). Das schüttest du dir in's Öl ?
Er ist noch jung und muss noch lernen und dabei sein Lehrgeld zahlen.
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Enola Gay
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Enola Gay »

Er ist noch jung und muss noch lernen und dabei sein Lehrgeld zahlen.
Hallo Kurtl - das ist wohl richtig - und das wird er auch ganz sicher ;) .
Schlimm ist es nur, wenn solches 'Geschreibe' von jemandem gelesen und auch 'nachgemacht/ausprobiert' wird - der vielleicht nicht über Langers Erfahrung verfügt.

Dann wird aufgrund des Beitrags ein weiterer Domi-Motor sterben (!)
M.E. wäre hier ein Einschreiten des Admin geboten (!)

MfG. Herbert
... war nie wirklich weg - hab mich nur versteckt ... (Marius-M.-W.)
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steffen
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von steffen »

Enola Gay hat geschrieben: So 21. Apr 2024, 17:34 M.E. wäre hier ein Einschreiten des Admin geboten (!)
Hallo Herbert,

was soll denn der Admin Deiner Meinung nach hier machen?
Soll er den Metzomeister bannen, oder flamen?
Soll er ihm das Schreiben hier im Forum verbieten?
Oder soll er ihm die Mechanikerpolizei zu Hause vorbeischicken?

Ein Forum ist u.a. dazu da, Erfahrungen und Wissen auszutauschen.
Ihr habt doch schon mehrmals geschrieben, dass es eine schlechte Idee ist, " MoS2, Bornitrid und ZDDP Gemisch" ins Motoröl der Domi zu kippen.
Wenn er beratungsresistent ist und Eure Warnungen ignoriert und damit einen Motorschaden riskiert, ist es sein Problem.
Umgekehrt sollte aber auch jemand ohne Mechaniker-Erfahrungen und ohne Wissen darüber, was das für Zeugs ist, auch nicht gerade jeden "Tipp" unreflektiert übernehmen. Genau dafür sind ja schließlich unsere Diskussion da, dass man eventuelle Falschinformationen geraderückt.

Es ist nicht des Admins Aufgabe, Beiträge zu löschen in denen falsche Empfehlungen gemacht werden. Dafür seid Ihr alle da, die das nötige Knowhow haben, entsprechend zu "intervenieren" und klarzustellen, was an der gemachten Empfehlung falsch ist und warum man es so nicht machen soll.
Deshalb wird der Admin an dieser Stelle nichts unternehmen, da sich solche Themen "von alleine" regeln sollten. Und so lange sich in diesem Forum niemand negativ oder anderweitig abwertend gegenüber anderen Forumsmitgliedern äußert, wird auch niemand gesperrt werden.

Ich, in meiner Rolle als Admin, habe auch nicht für alles das technische Hintergrundwissen, um zu jeder Zeit Informationen zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Speziell jetzt in diesem Fall haben mir die Begriffe "Bornitrid" und "ZDDP" überhaupt nichts gesagt. Ich wäre aber auch nicht auf die Idee gekommen, diese "Substanzen" einfach mal so in den Ölkreislauf meiner Domi zu kippen. Dazu müsste ich erstmal wissen "was ist es" und "was macht es". Und erst dann könnte ich für mich eine Entscheidung fällen, ob das Zeug was taugt oder nicht.

Gruß,
Steffen
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von steffen »

Bezüglich Zusatz-Additive fällt mir aber folgende Geschichte ein:
Wir hatten in der Familie lange Zeit einen BMW E21, einen 315er und somit den kleinsten aller 3er BMWs. Immerhin hatte er, entgegen seiner Typbezeichnung nicht 1,5 Liter Hubraum, sondern 1,6 Liter, da er den Motor vom 316 erbte, der wiederum mit dem Facelift den 1,8er vom 318i bekam, allerdings ohne die Einspritzanlage. Somit leistete der 316 nach wie vor seine 90 PS, während der 315 mit 75 PS das Modellprogramm nach unten erweiterte.
Dieser 315er hatte den M10-Motor von BMW drin; ein altbewährter Motor, der auch bereits im Vorgängermodell, der 02er Reihe, im Einsatz war. Ein robustes Teil, mit allerdings einem beträchtlichen Nachteil: Die Ventilschaftdichtungen wurden schnell undicht, was den Motor dazu animierte, ordentlich Öl zu fressen.
In den 1990er Jahren (zu dem Zeitpunkt gab es natürlich auch schon die Domi) schaffte es ein Ölzusatz namens "Slick 50" aus den USA auf den heimischen Markt. Das Zeug sollte angeblich Wunder vollbringen können in Sachen Verschlaißminimierung an den Motorinnereien.
Mein Vater probierte es mal aus, weniger mit dem Anspruch tatsächlich Verschleiß zu minimieren (der Motor hatte damals schon gut 170.000 km drauf), sondern eher um den Ölverbrauch zu reduzieren. Die Additive sollten ja angeblich eine Art Film in den Kolbenräumen bilden, die den Verschleiß reduzieren sollten. Aber ein Film bedeutet auch immer gleichzeitig eine weitere Schicht in den Zylinderräumen, auch wenn sie nur hauchdünn war. Vielleicht reichte sie gerade so aus, dass da weniger Öl an den Vetilschäften runterlaufen könnte.
Aber was war?
Nichts war. Die Kiste soff genauso wie zuvor Öl und Benzin. Somit blieb es bei diesem einmaligen Experiment.
By the way: Den Wagen fuhren wir noch ein paar weitere Jahre bis 2002 und der Motor schaffte die magischen 300.000km. Aber fragt bitte nicht zu welchem Preis! :lol:

Da die Motoröle ja seitdem auch weiterentwickelt wurden, habe ich erst recht keinen Bedarf, mir irgendein zusätzliches Wundermittel in den Domisumpf zu kippen. Ein gutes Motoröl macht den Job für sich alleine schon ziemlich gut.
Das Slick 50 gibt es übrigens immer noch. Funktioniert auf Basis von PTFE. Scheint also nicht ganz so invasiv zu sein wie Bornitrid. ;)

Gruß,
Steffen
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Teflon ist dafür ja auch geeigneter, als das weiter oben erwähnte Material. ;)

Slick50 kenn ich noch aus meiner Sturm und Drangzeit. War mir allerdings damals selbst in den Usa viel zu überteuert (in D war's nochmals teurer) und ein Chemie-Freak bei uns,
den ich darauf heiss gemacht hatte, hat das Zeugs für uns Kollegen (für den echten Warenwert an Teflongewicht von glaub was um die 5$ für fünf Liter Öl) "gebraut".
Kann nicht mit Statistiken aufwarten, aber es war schon zu spüren, dass der Teil an Verlust durch Reibung, geringer wurde.
Sprich bei meinem Motor damals hat man es real unterm Hintern merken können (und da Vergasermotor, Leerlauf erhöhte sich um gut 100 upm).

Ähnliches (und auch ca. 100 upm) kann man heute für wenig Geld noch mit der Domi beim Umstieg von Mineralisch
(besonders heftig wenn zuvor noch 15, oder gar 20W..) auf Vollsynthetisch 0 oder 5W.. erleben.
Grüsse langer 8-)
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Metzomeister »

Um alle einmal zu beruhigen, ich bin diese "Mischung" Testweise circa 2000km ohne Probleme gefahren. Bornitrid verringert die Reibung und den Verschleiß. ZDDP (Zinkdithiophosphat) sorgt für eine Art "Schutzschicht" zwischen den beweglichen metallischen Komponenten was ebenfalls zum Verschleißschutz beiträgt. MoS2 ist einfach nur Molybdän Disulfid was ein Reibungsminderer ist. All diese Komponenten sind meistens in einem Modernen Motorenöl (für Autos zumindest) vorhanden. Motorradöle verzichten meist auf hohe MoS2 und Bor Anteile, da die Standart Kork Lamellen ansonsten durchrutschen können. Mit den Karbonlamellen von EBC könnte ich wie gesagt ohne Probleme 2000km ohne rutschen und zotteln die Domi mit diesen Additiven Fahren. Habe mich schlussendlich doch dagegen entschieden die Additivierung beizubehalten, aus Kostengründen.
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von karin »

Metzomeister hat geschrieben: Mo 22. Apr 2024, 06:50 Um alle einmal zu beruhigen, ich bin diese "Mischung" Testweise circa 2000km ohne Probleme gefahren. Bornitrid verringert die Reibung und den Verschleiß. ZDDP (Zinkdithiophosphat) sorgt für eine Art "Schutzschicht" zwischen den beweglichen metallischen Komponenten was ebenfalls zum Verschleißschutz beiträgt. MoS2 ist einfach nur Molybdän Disulfid was ein Reibungsminderer ist. All diese Komponenten sind meistens in einem Modernen Motorenöl (für Autos zumindest) vorhanden. Motorradöle verzichten meist auf hohe MoS2 und Bor Anteile, da die Standart Kork Lamellen ansonsten durchrutschen können. Mit den Karbonlamellen von EBC könnte ich wie gesagt ohne Probleme 2000km ohne rutschen und zotteln die Domi mit diesen Additiven Fahren. Habe mich schlussendlich doch dagegen entschieden die Additivierung beizubehalten, aus Kostengründen.
So ganz kann ich dir nicht folgen. Klar, MoS2 ist ein bekannter Festschmierstoff. Und ZDDP soll Filme bilden und Feststoffe wie Abrieb in Lösung bzw Suspension halten.
Bornitrid hingegen ist sehr hart, fast wie Diamant, und wird als Schleifmittel verwendet. Also NX Verschleißminderung sondern im Gegenteil abrasive Substanz. Vielleicht rutscht die Kupplung dann weniger, aber für den Abrieb im Motor klingt das gar nicht gut ...
Na ja, du hast es ja rausgeschmissen ..
Gruß, Karin
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Habe mir zum Vergleich noch einen Satz neue Honda-Kupplungsfedern bestellt und diese heute gemessen.

Die neuen Original-Federn sind 45 mm lang und drücken bei 29 mm Länge zwischen 27 kg und 27,5 kg auf die Waage. Haben sich nach den Messungen auch nicht gesetzt.
Jetzt muß ich nur noch die alten Federn ausbauen und messen.

Bleibt als Fazit: Die neuen Federn, zumindest die, die ich verkauft bekommen habe, drücken mit etwa 40 % mehr Kraft die Kupplung zusammen als die neuen Original-Federn von Honda. Meine Favoriten sind die Federn von Vesrah. Japan-Qualität eben.
Wenn dann noch was rutschen sollte, dürfte es nicht an den Federn liegen.
Gruß aus dem Erzgebirge

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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Du musst mit mehr aufzubringender Handkraft rechnen, was sich allerdings auch schon beim direkten "Umstieg" von erlahmt zu ori neuen spüren lässt.
Gute Voraussetzungen das abzumildern ist für eine möglichst leichtgängige Kette der Betätigung, vom Handhebel bis zum Exzenter zu sorgen.
Leichtgängig und mit einer vergösserten Übersetzung vor dem Exzenter kann man auch stärkere Federn, mit relativ gering zunehmender Handkraft fahren.
Grüsse langer 8-)
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Erledigt.

Gestern Abend nach 30 Jahren das erste mal den Motor geöffnet. Was eine Scheiße. Der Splint aus dem Verbindungsbolzen Bremspedal/Bremszylinder ging nicht raus. Also mußte da die Flex ran. Dann wollten zwei Schrauben nicht aus dem Motorgehäuse, weil die freistehenden Schraubenenden korrodiert waren und im Alugewinde anfingen zu fressen. Mit Geduld und Kriechöl und am Ende alles nachschneiden auch das Problem gelöst. 3 Stunden alles zusammen rumgewürscht.

Kupplung geöffnet und alles rausgenommen. Die Federn waren 45 mm lang und hatten nach 30 Jahren und 92 000 km noch eine Druckkraft bei 29 mm Länge von 25,2 kg. Also keine 10 % weniger als die neuen Original-Federn. Dagegen waren die Beläge steinhart. Werde die zur Fremdbeurteilung zum Treffen mitbringen. Die Belagstärke war 3,0 mm, die neuen Beläge haben exakt die gleiche Stärke. Also von Verschleiß an dieser Stelle keine Spur.

Jetzt sind neue Beläge und die Federn von Ferodo eingebaut, den Kupplungszug mußte ich 1,25 mm länger stellen, damit der Schleifpunkt wieder auf dem halben Hebelweg ist. Handkraft ist gefühlt nicht viel anders als vorher. Bin aber auch nicht so sensibel an der Stelle. Probefahrt steht jetzt gleich an, muß den Antrag G0512 zur Rentenversicherung bringen.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Barniebutsch hat geschrieben: Mi 1. Mai 2024, 11:14 ...Dagegen waren die Beläge steinhart...
Ist immer schwer zu beurteilen, wie "weich" sie sein müssten. Aber es ist natürlich möglich das sie "verbrannt" (verglast) sind.
Entweder durch Vorbesitzer vorgeschädigt oder neuerdings durch deinen Schlupf ?
Barniebutsch hat geschrieben: Mi 1. Mai 2024, 11:14 ...
Jetzt sind neue Beläge und die Federn von Ferodo eingebaut...
Durch das "und" wirst jetzt natürlich nie genau wissen, was von beiden es war.
Grüsse langer 8-)
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Barniebutsch
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von Barniebutsch »

Probefahrt beendet. Sind 260 km geworden.

Kein Kupplungsrutschen mehr, kein Ölaustritt an der neuen Deckeldichtung. Unterwegs den Druckpunkt zweimal nachjustiert, jetzt scheinen die Lamellen eingefahren zu sein. Nach den 260 km ist ein Mehr an erforderlicher Handkraft nicht wegzudiskutieren. Da muß ich mir noch was einfallen lassen.

Und um zu wissen, ob es die alten Federn noch getan hätten, werde ich die demnächst nochmal einbauen. Der Aufwand dafür ist sehr überschaubar, jetzt wo alle Schrauben wieder gängig sind. Sollte nicht länger als eine Stunde dauern. So viel Zeit muß sein.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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langer
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Re: Empfehlung Kupplungsscheiben für vollsynthetisches Öl? Erfahrungen?

Beitrag von langer »

Barniebutsch hat geschrieben: Mi 1. Mai 2024, 18:46 ...ist ein Mehr an erforderlicher Handkraft nicht wegzudiskutieren. Da muß ich mir noch was einfallen lassen...
Ändere die Übersetzung am Exzenterhebel.
Die eigentliche Kupplung (das Paket) benötigt weit weniger Hubweg (ca. ein drittel), von dem,
was in der Betätigungskette zwischen Handhebel und Exzenterhebel von Honda ermöglicht wurde.
Das hat man sicherlich schon deshalb so leger ausgelegt, dass die Kupplung auch bei denen, die das Spiel falsch oder nie einstellen, noch zurecht kommt.
Grüsse langer 8-)
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