Elektrik faellt aus beim Startversuch

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Moderator: Domitreffen

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Toscano
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Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

Eine Frage zu meinem Zweitprojekt.
Wenn ich starten will und das Knoepfchen druecke ruckt sie kurz, springt jedoch nicht an.
Gleichzeitig faellt kurz die gesamte Elektrik aus, kommt dann aber sofort wieder. (wenn ich den Knopf loslasse...?)
Wenn ich wieder druecke gibts das gleiche Spiel.
Wenn ich den Knopf gedrueckt halte beginnts ziemlich schnell elektrisch verbrannt zu riechen.
(Hab ich aus Testzwecken einmal kurz gemacht, nun nie wieder)
Tippe dass der Anlasser dann Strom kriegt, ohne sich bewegen zu koennen. Mag er natuerlich nicht.

Nach mehreren Versuchen (7-8?) springt sie schliesslich an und laeuft einwandfrei.
Wenn ich den Motor auf OT (leicht danach) drehe gehts noch viel besser mit dieser Schwungmasse)
Auch wenn sie einmal warm ist springt sie quasi sofort an.

Verbaut ist Stage1 Nockenwelle ohne Auto-Deko und 101mm Woessner-Kolben.

Am Anlasser liegts nicht. Hatte den der RD02 testweise verbaut. Gleiches Problem.
Die Kable am Anlasser haben guten Kontakt.
Generell duerfte die Kabelei i.O. sein.
Aber natuerlich koennte da irgendeine kleine Zauberei versteckt sein.

Nun meine Frage, klingt euch das Beschriebene nach zu schwacher Batterie?
Soll heissen ist die hoehere-als-Standard-Kompression zu viel fuer die Batterie?
Oder kann man aufgrund der Symptome auch ein anderes Problem im Zuendstromkreis
vermuten?

Ein Versuch mit einer Autobatterie brachte das gleiche Ergebnis.

Hab ueberlegt eine Noco NLP14 mit 500A Kaltstartstrom zu erwerben.
Gute Idee?

Gruesse und danke schonmal,
Wolf
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LC4_66
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von LC4_66 »

Hallo,
Überprüfe mal die Masseverbindung vom Motor zum Rahmen.
Gruß

Hans-Jürgen
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langer
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von langer »

Ja, ein schlechter Übergang Hauptmasse, oder auch der Plus Hauptstrecke (die mit über das Anlasser Relais-Gehäuse läuft) wäre da gut möglich.
Könnte aber auch ein Windungsschluss einer oder mehrerer Ankerwicklungen des Anlassermotor sein.

Die versuchte Starthilfe durch eine Autobatterie war parallel zur Domi Batterie oder anstatt der Domi Batterie ?

Du schreibst, das es warm geht. Soll heissen der Anlasser dreht dann bei warmem Motor normal und flott ?
Grüsse langer 8-)
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langer
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von langer »

Mit dem 2. Anlasser dasselbe, hab ich eben erst gelesen.
Toscano hat geschrieben: Fr 20. Jun 2025, 18:25 ...
Nach mehreren Versuchen (7-8?) springt sie schliesslich an und laeuft einwandfrei.
...
Auch wenn sie einmal warm ist springt sie quasi sofort an...
Mit den mehreren Versuchen; weil dann das bisschen "zucken" des Anlasser zufällig ausgereicht hatte, oder weil der Anlasser dann doch mal flott gedreht hatte ?

Ebenso die Frage wenn warm; weil der Anlasser dann warm wieder normal dreht, oder auch wieder, weil schon das bisschen drehen gereicht hatte ?

Je nachdem ob die Starthilfe mit der Auto Bat mit oder ohne parallele Domi Bat stattgefunden hat; wenn die Domi Batterie eine defekte Zelle hat
(eine, die unter hohem Strom temporär nicht niederohmig bleibt), wäre das auch noch eine Möglichkeit.
Die Spannung der Batterie während dem Tasten des Startknopf direkt an den Blei Anschlussblöcken (nicht an den Klemmen oder Schrauben) messen.
Wenn diese dann "dort" erheblich einbricht, wäre dies ein Indiz dafür.

Glaube da wäre ein Video mit Ton ganz gut.
Grüsse langer 8-)
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

@ Hans Juergen
Motor und Rahmen sind ja durch viele Schrauben massetechnisch gut verbunden.
Der Anlasser ja auch durch die beiden Schrauben.
Meinst du das Kabel vom Minuspol zur entsprechenden Schraube am Anlasser?
Definitiv gute Verbindung und Kontakt da..

@Langer
War am WE unterwegs. Heute ne Probe gemacht.
Erstmal wieder die ueblichen Zuckungen. Hab auch ein video gemacht aber ist ueber 5MB, erst spaeter mitgekriegt.
Aber es klang wirklich sehr schwach. Meist kam nichtmal das Anrucken, sondern nur Stromabbruch.
Hatte diesmal die Batterie vorher nicht geladen.
(Da es ein Projekt ist steht sie zwischen Proben o.ae. immer wochenlang rum)
Hab die Batterie dann 40 min ans Ladegeraet gehaengt.
Und siehe da, der Strom brach dann nicht mal mehr komplett weg, sondern schwaechelte nur (Tacholicht)
auch drehte sie sogar recht gut durch und beim 3. Versuch sprang sie an.
Was ich diesmal anders gemacht habe ist, dass ich quasi sofort nach dem Laden den Startversuch machte.
Bei anderen Proben lagen da gut und gern 3 Stunden oder so dazwischen.
Kann eine defekte Batterie nach dem Laden sehr schnell ihre max-Leistung verlieren?

Wenn ja waere es immernoch komisch dass die Autobatterie ebenfalls die zuerst beschriebenen Probleme machte..
Und die ist nagelneu.. oder besser gesagt unbenutzt. Auch zwischendurch mal geladen.
Achso genau, zu deiner Frage, beim Versuch mit dieser habe ich nur diese angeschlossen, also anstatt Domi-Bat.

Die plus-Verbindung am Anlasser ist gut. Die am Relais schau ich mir sicherheitshalber an.
Auch die vorgeschlagene Spannungsmessung mach ich morgen.

Wenn sie kalt ist ist es eher nur das "ausreichende" Anrucken des A.
(obwohl wie gesagt, vorhin richtig gut)

Wenn sie warm ist springt sie sofort an. Und ich hab den Eindruck dass der Anlasser dann richtig kurbelt.

Wenn sie morgen wieder richtig schoen zickt versuch ich nochmal ein video.

Danke!

Wolf

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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

Hm, wollte grad ein kleines Video 1,6 MB .mp4 hochladen aber geht nicht.
Bin nicht so besonders beschlagen was diese ganzen neuen Fertigkeiten und Standards angeht.

Hab jedenfalls grad wieder getestet.
Minuspol Batterie zu einer Schraube am Rahmen: 0,000 Ohm (also unter Messbereich)
Pluspol zu Relais 0,000 Ohm
Relais-"Ausgang" zu Schraube am Anlassergehaeuse 0,000 Ohm

Dann Anlassversuch mit der ueblichen Batterie mit zeitgleicher Messung der Batteriespannung
an den Bleikontakten.
Tacholicht flackert (TT Multigeraet) und bricht weg, schliesslich
dreht der Anlasser doch einmal den Motor durch.
Batteriespannung bricht dabei kurz auf 8-9 Volt ein, so zumindest die Anzeige.

Dann weiterer Versuch mit neuer geladener Autobatterie statt der Domi-Moto-Bat.
Gleiches Ergebnis. Kurzer Stromeinbruch , aber dreht einmal durch.
Also kein richtiges laengeres "gesundes" Ankurbeln wies eigentlich sein muesste.
Die Autobatterie hatte vorher 12,8 V Spannung und hat offiziell 550 A Kaltstartstrom.
Wie gesagt, ist unbenutzt...

Auch nochmal gesagt sei dass sie wenn sie einmal warm ist sofort und problemlos anspringt und laeuft.
Ich werd vielleicht nochmal testen ob wenn sie warm ist der Anlasser wirklich richtig kurbelt oder
ob es da auch nur einmal durchdreht.
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steffen
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von steffen »

Videos kannst Du nicht direkt hier ins Forum hochladen. Die müsstest Du auf eine Videostreaming-Plattform wie z.B. Youtube hochladen und dann hier in Deinem Beitrag aufs Video verlinken.

Gruß,
Steffen
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langer
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von langer »

Das rein ohmsche Messen ist bei Übergängen die für niedrige Spannung mit hohen Strömen relevant wären, nicht sehr aussagekräftig.
In solchen Fällen misst man besser den Spannungsabfall über die vermeintlichen Stellen. Da zeigt sich eher wo der Hase lang läuft.
Toscano hat geschrieben: Di 24. Jun 2025, 18:37 ...
Dann Anlassversuch mit der ueblichen Batterie mit zeitgleicher Messung der Batteriespannung
an den Bleikontakten.
Tacholicht flackert (TT Multigeraet) und bricht weg, schliesslich
dreht der Anlasser doch einmal den Motor durch.
Batteriespannung bricht dabei kurz auf 8-9 Volt ein, so zumindest die Anzeige.
...
8-9 V wenn direkt an der Batterie während dem Anlassvorgang gemessen, wäre zwar absolut unterste Grenze für eine Domi Batterie,
(unter 8 wäre Batterie entweder nicht mehr richtig geladen oder eben zu alt, schlapp, defekt, auf jeden Fall zu wenig).
der Anlasser sollte den Motor mit 8-9 V zwar nicht flott, aber gerade noch einigermassen drehen können.

Das flackernde Tacholicht währenddessen wäre, wenn geringfügig, normal. Du schreibst aber "und bricht weg". Das wäre nicht normal.

Entweder da ist noch was faul, oder aber der Anlasser zieht unter Last erheblich zu viel Strom.
Anlassermotor defekt (teilweiser Wicklungsschluss), oder dieser Domimotor lässt sich sehr schwer / zu schwer drehen.
Oder eben doch noch ein Spannungsabfall irgendwo im Gestrüpp.

Messe mal die Spannung plus direkt an der Klemme/Bolzen am Anlasser, zu minus am Batterie Anschluss (minus), während dem Anlassen (kalt und wenn es schwer geht).
Einmal mit der Domi Bat alleine und dann mit der Auto Bat zusätzlich parallel zur Domi Bat.

Du könntest noch folgendes testen. Von der Autobatterie direkt Minus an den Motorblock und Plus direkt an den Bolzen/Klemme des Anlasser.
Voraussetzung die verwendeten Kabel haben genügend Querschnitt, die Kontaktierung ist gut.
Da geht es jetzt nur drum zu sehen, ob der Anlasser "dann" flott dreht. Sollte er, dann musst doch noch weiter in der Verkabelung suchen.
Da in dem Moment alles umgangen wird, nicht vergessen vorher den Leerlauf rein zu machen ;)
Grüsse langer 8-)
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

Hatte heut nur Zeit fuer nen kurzen Test.
Aber wies aussieht hab ich die Loesung.
Es ist mein Batterie-Ladegeraet, welches beim Anschliessen einen voellig korrekten
Eindruck macht und automatisch den Modus waehlt und offensichtlich auch etwas passiert.
Jedoch laedt es nicht wirklich.
Obs an mir oder am Geraet liegt weiss ich noch nicht.
Hab gestern dann mehrmals gegen die Automatik entschieden und einen anderen Modus gewaehlt.
Musste mehrmals wieder umschalten bis die Automatik dann wirklich in diesem blieb.
Grad eben die so ueber nacht nun mal wirklich geladene Autobatterie parallel angeschlossen
und die Maschine dreht perfekt durch.
Der Gebrauchsanweisung kann man nicht wirklich tiefergehendes entnehmen.
Unterm Strich war es also klar ein Batterie(lade)problem.
Obwohl das Teuflische dabei war dass es dann doch immer deutlich ein Stueckchen besser funktionierte wenn ich sie mal "geladen" hatte.
Freitag schau ich mir nochmal alles genau an und gebe ggf ein update.

Vielen Dank Langer!
Auch Hans Juergen natuerlich..
und Steffen..

PS: die alte goldene Regel: Gehe niemals von etwas aus..

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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Micha1988 »

Ich würde sagen es ist bei Totalstromausfall der Stecker unterm Tank 6-polig oder so, der vom Lenker runter geht. Oder der zweipolige Stecker daneben. Einer von beiden. Trennen, mit Spray fluten, gut reinigen, kräftig zusammenstecken.

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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Micha1988 »

Man darf das gar nicht hier laut sagen, aber wenn man ein China Zündschloss hat, mit dem zweipoligen Stecker dran, kann man von oben an der Domi den "alten Stecker " abziehen, sein mitgebrachtes Schloss , den Stecker dranstecken und mit der Domi losfahren.
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langer
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von langer »

Dazu braucht's nur den Teil des Stecker mit einer Brücke. Bliebe aber noch das hoffentlich eingeklinkte Lenkradschloss
Geneigte Brutalos würde das aber alles sowieso nicht Schrecken und dann auch eh das Messer nehmen und die enden zusammendrehen...
Grüsse langer 8-)
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

Haha Micha und Langer, ja genau, als ich damals das mit dem Stecker fuers Zuendschloss entdeckt hab
hab ich mich auch ein wenig gewundert.
Als wenn man ne duenne Sperrholztuer mit nem Hightech-Schloss sichern wuerde..
oder ne Tresortuer mit nem Kabelbinder..
Hab dann ueberlegt, irgendwo einen getarnten Extra-Schalter zu installieren.
Zum Bsp etwas das wie ne Schraube an Rahmen oder Verkleidung aussieht aber in Wirklichkeit
nen Kontakt schaltet.
Thread-aktuell faellt mir auf dass es vielleicht keine schlechte Idee waere das Ding in den puren
Starter-Kreis einzubinden. Also sagen wir in irgendeins der Kabel die am Starter-Relais abgehen.
Dann riskiert man nix was zum Fahren noetig ist.
Und ein evtl Dieb muesste erstmal draufkommen dass man mal Roll-Start versuchen koennte
wenn sich anderweitig nix tut.
(oder hab ich da nen Denk-Fehler? kommt ja vor.. (: )
Und so einen Stecker mit Bruecke hab ich aus Test-Zwecken auch mal gemacht. Der ist jetzt als "Notschluessel" im
Spezialteile-karton.. (;

Zum Thema, die besagten Steckverbindungen sinds nicht. Auch sind die beide zu 50% neu.
Es passen ziemlich gut alternativ Zuendschloss und rechte Schaltereinheit der 250er Tornado.
Beides war beim Zweitprojekt kaputt.
Krieg ich hier ziemlich guenstig original Honda.
Beide Steckverbindungen sind gut kontaktiert..

Das Zuendschloss der Tornado passt sogar echt wie die Faust aufs Auge.
Form, Schraubloecher, etc. sogar der Riegel fuer die Wegfahrsperre.
Scheint baugleich mit domi zu sein.

Wies aussieht ist die Thread-Problematik eh geloest.
Hab die stets verbaute Batterie mit nem anderen Ladegeraet geladen.
Kurbelt perfekt durch! Also alles ok!
Eine sehr willkommene Loesung da es bedeutet dass kein Problem am Moto an sich besteht!!
Obwohl das anlassen schon einen Tacken "angestrengter" klingt als beim Erstprojekt
aber das ist sicherlich dem fehlenden Dekompressor geschuldet.

Danke nochmal und bis spaeter!!
Wolf

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Toscano
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Toscano »

Nein, so einfach war es doch nicht.
Warum es so schien als ob es funktioniert weiss ich nicht,
jedoch ging die Problematik weiter.
Ich hab meine Startversuche damit erleichtert dass ich die Kurbelwelle, respektive den Kolben
auf oberen Totpunkt gedreht habe, sodass die Schwungmasse den Startversuch unterstuetzte.
Da fiel mir auf dass ich manchmal den Kolben gar nicht bis Totpunkt drehen musste, sondern einfach nur ein kleines Stueckchen, millimeter gar nur.
Und dann drehte sie wieder eine Runde durch und blieb aber dann wieder stecken.
aber nach so 10 bis 15 Versuchen sprang sie schliesslich an.

Jedenfalls fuehrte das zu folgendem Versuch:
- ich druecke den starter bei kaltem Motor zum ersten Mal und die Maschine ruckt ein kleines Stueck oder bleibt gleich stecken (und die Tacholichter gehen aus und dieser startet neu, ist ein Koso-Tacho) (siehe Anfang des threads)
-dann lege ich den ersten Gang ein und schiebe die Maschine nach vorn. Natuerlich bewegt sich nichts oder sagen wir kaum etwas (ein paar Millimeter halt vielleicht)
-dann schalte ich auf neutral, druecke den Starter und sie dreht voellig easy und Schnell und anstandslos die eine Runde durch und stoppt dann aber wieder.
-danach das gleiche Spiel wieder mit dem ersten Gang und sie dreht wieder easy die eine Runde durch
-und auf diese Art brauche ich statt 10 bis 15 Versuchen nur 4 -5 bis sie anspringt und tadellos laeuft.

Bemerkenswert ist dieser Kontrast zwischen "gar nicht drehen wollen" und dann nach minimaler (!) Bewegung des Kolbens folgt ein voellig unbeschwertes Durchdrehen. (bis Stopppunkt nach einer runde, wies klingt)
Wenn es ein Kompressionsproblem waere muesste sie doch wenigstens noch ein bisschen schwer durchdrehen, oder?

Totale Laienfrage: Kann es sein dass der Zuendzeitpunkt-Pickup Sensor die Mess-Nocke auf dem Zahnrad was da auf der Kurbelwelle sitzt beruehrt
und sie deshalb immer dann wie ausgeht oder unterbricht?
Und dass dann halt 2 Millimeter weiter kein Kontakt mehr besteht und sie halt wieder "frei" ist?

Zur Erinnerung:
die Maschine hat 101mm Kolben, Nockenwelle stage 1, (minutioes entsprechend Nockenwellen-Manual eingestelltes Ventilspiel)
Und das ganze Setup (Zylinder, Kolben, Nockenwelle) lief vorher schon perfekt (ohne geringste Startprobleme !!) in meiner anderen Maschine.

Danke fuer jegliche Hilfe!

Gruss, Wolf
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Andreas_NRW
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Andreas_NRW »

Du hast eine defekte Batterie
- die bringt nicht mehr den notwendigen Laststrom
oder
ein Masse-Problem
oder
irgendwo einen „Fips“ in der Sicherheitskette
Weil eigentlich hat der DOMi-Anlasser genug Kraft um den Kolben schwungvoll über den OT zu bringen.

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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von Kokosnussknacker »

Um die Kompression auszuschließen könntest du ja versuchen die Zündkerze raus zu nehmen und dann drehen lassen.
Grüße
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langer
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Re: Elektrik faellt aus beim Startversuch

Beitrag von langer »

Toscano hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 18:47 ...
Bemerkenswert ist dieser Kontrast zwischen "gar nicht drehen wollen" und dann nach minimaler (!) Bewegung des Kolbens folgt ein voellig unbeschwertes Durchdrehen. (bis Stopppunkt nach einer runde, wies klingt)
Wenn es ein Kompressionsproblem waere muesste sie doch wenigstens noch ein bisschen schwer durchdrehen, oder?
...
Kompression hat man bei einem Eintopf - Viertakter eben nur jede zweite Umdrehung und dort auch nur in den "theoretischen" letzten 180° (real viel weniger) des Verdichtungstakt.
Wenn du in dieser Phase nur langsam genug drehst, kann man auch diesen Teil "relativ leicht" überwinden.
Das ist das ganze Geheimnis deines "bis zu einem Punkt drehen oder schieben, ab dem es wieder ~1 1/2 Umdr. leicht wird".

Hast du evtl. (da Umbau erwähnt) keinen Autodeko mehr ?
Das macht es für den Anlasser schwieriger, aber im Endeffekt fehlt dir da gerade bloss Drehmoment.
Wie schon erwähnt wurde zuerst die Batterie prüfen, ob die genügend Strom für diesen Vorgang liefern kann. Falls ja die Verkabelung zum Anlasser samt Masseverbindungen prüfen.
Zum Test, ob der Anlassermotor bei ausreichendem Strom genügend "Kraft" entwickelt, eignet sich der Parallelbetrieb mit einer fitten Autobatterie.
Dazu auf gute Verbindungen mit ausreichend Querschnitt achten. Sollte der Anlasser damit leistungsfähiger sein, wirst du dich deiner jetzigen Domi Batterie widmen müssen.
Grüsse langer 8-)
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