Ultraschall Reinigungsmittel

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dieCobra
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von dieCobra »

STAMMR hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 16:54 Ich möchte mich nun auch mal wieder melden.
Ich habe mittlerweile meinen Vergaser im Ultraschallbad gereinigt und bin mit dem optischen Ergebnis so weit auch ganz zufrieden. Fürs erste Mal ging es ganz gut.
Auch sonst bin ich zuversichtlich das dieses Gerät in Zukunft noch das ein oder andere Mal gute Dienste leisten wird. :D

Natürlich ist aber mal wieder ein neues Problem aufgetaucht...
Nach dem Einbau des Vergasers sprang die Domi relativ schnell und gut an, lief mit 4000 U/Min. zwar deutlich zu hoch aber ist ja kein Problem also kurzerhand an der
Leerlaufdrehzahl Schraube gedreht aber ab ca. 2500 U/Min. fing die Domi an sich zu verschlucken. Mal rettete sie sich wieder mal ging sie aus, sprang aber auch sofort wieder an.
Wenn sie sich verschluckte, pustete sie einen deutlich spürbaren warmen Windstoß aus dem Ansaugtrakt also genau entgegengesetzt zur normalen Ansaugrichtung.
Jemand eine Idee was die Mistkarre jetzt wieder hat? Ich werde wahnsinnig mit diesem Haufen Schrott...

Grüße
Simon
dazu sach ich nx mehr...... :)

Grüße
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Enola Gay
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von Enola Gay »

Hallo Simon;

wenn der Fehler, der an deiner Domi jetzt auftritt, vor deiner Reinigung nicht vorhanden war, dann hast Du ihn selbst eingebaut :cry: bzw. hast etwas falsch zusammengebaut (das lässt sich leider nicht 'wegdiskutieren').
So wie Du die Symptome schilderst, würde ich als erstes schauen, ob die Membran des Gasschiebers richtig im Gehäuse sitzt ... ;
ebenfalls die Membran / Feder des 'Leerlaufluft-Regelventils' wäre eine Möglichkeit ;

frohes Schaffen - Herbert

p.s. vielleicht wäre es doch eine 'gute_Idee' gewesen, den cpl. Vergaser zu Andi zu schicken ... ;) .
... war nie wirklich weg - hab mich nur versteckt ... (Marius-M.-W.)

ENIX93
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von ENIX93 »

War der Vergaser denn komplett in seine Einzelteile zerlegt für die "Wäsche"?
Hast du den kleinen O-Ring der Gemischregulierschraube erneuert? War sie überhaupt draußen ?
Gruß
Amir

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STAMMR
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

Guten Morgen,
Enola Gay hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 20:00 wenn der Fehler, der an deiner Domi jetzt auftritt, vor deiner Reinigung nicht vorhanden war, dann hast Du ihn selbst eingebaut :cry: bzw. hast etwas falsch zusammengebaut (das lässt sich leider nicht 'wegdiskutieren').
Das ist mir wohl bewusst :lol: aber was soll ich sagen, ich bastele halt gerne an dingen herum :D

Enola Gay hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 20:00 So wie Du die Symptome schilderst, würde ich als erstes schauen, ob die Membran des Gasschiebers richtig im Gehäuse sitzt ... ;
ebenfalls die Membran / Feder des 'Leerlaufluft-Regelventils' wäre eine Möglichkeit ;
Ich werde den Vergaser heute wieder ausbauen und dies überprüfen.

ENIX93 hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 23:02 Hast du den kleinen O-Ring der Gemischregulierschraube erneuert? War sie überhaupt draußen ?
Die Leerlaufgemischschraube hatte ich ausgebaut und in folgender Reihenfolge wieder eingesetzt: auf die Schraube kommt die kleine Feder, dann die U-Scheibe und zuletzt der O-Ring. Korrekt?

Die U-Scheibe an der Leerlaufgemischschraube ist auch die einzige U-Scheibe aus dem Bereich der Schwimmerkammer, korrekt?


Außerdem hätte ich noch zwei kleine Verständnisfragen:
1. Ich bin etwas irritiert, weil die Domi ja anscheinend Luft durch den Ansaugtrakt zurück pustet. Dürfte dies aufgrund der Einlassventile eigentlich gar nicht möglich sein. Eigentlich wird doch nur das Gemisch angesaugt und sobald der Motor Kompression aufbaut, schließen die Einlassventile und dichten ab, dass das Gemisch nicht entweichen kann. Korrekt?

2. Falschluft ist doch eigentlich nur zwischen Vergaser und Motor ein Thema? Wenn sie zwischen Vergaser und Luftfilterkasten Falschluft zieht, ist diese doch lediglich nicht gefiltert oder führt das trotzdem zu Problemen?

Grüße
Simon
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dieCobra
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von dieCobra »

STAMMR hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 16:54 I
Jemand eine Idee was die Mistkarre jetzt wieder hat? Ich werde wahnsinnig mit diesem Haufen Schrott...

Grüße
Simon
Verstehe ich nicht......Du bastelst doch gerne :D

Grüße
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von jakobjogger »

Zu 2: Das ist ein Problem. Die physikalische Begründung müssen andere liefern (Langer!). Zieht der Vergaser falsch Luft, da z.B. Verbindung zwischen Vergaser und Lufi-Kasten nicht dicht, läuft sie auch nicht gescheit.
Ohne am Objekt zu stehen ist das immer schwierig zu beurteilen. Das kann viele Gründe haben. Vielleicht war das auch nix mit dem Ultraschallbad. Dabei kann es ja auch passieren, dass gelöste Verschmutzung sich in einen der nicht einsehbaren Kanäle abgesetzt hat.
Die Gemischschraube hast du korrekt eingestellt? Choke korrekt verbaut und hängt nirgendwo? Verbindungen zwischen Vergaser und Lufi und Zylinder sind wirklich dicht? (die feinen Risse sieht man oft nicht.).
Aber ist halt alles aus der Glaskugel.
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Tolek
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von Tolek »

STAMMR hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:09 Außerdem hätte ich noch zwei kleine Verständnisfragen:
1. Ich bin etwas irritiert, weil die Domi ja anscheinend Luft durch den Ansaugtrakt zurück pustet. Dürfte dies aufgrund der Einlassventile eigentlich gar nicht möglich sein. Eigentlich wird doch nur das Gemisch angesaugt und sobald der Motor Kompression aufbaut, schließen die Einlassventile und dichten ab, dass das Gemisch nicht entweichen kann. Korrekt?
Das kann ja nur ne Fehlzündung sein .Warum auch immer. Elektrik oder mischungsbedingt ,weil kein zündfähiges Gemisch .

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:24 Die Gemischschraube hast du korrekt eingestellt?
So wie vorher.
jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:24 Choke korrekt verbaut und hängt nirgendwo?
Meines Wissens nach hatte der Choke bisher nie Probleme und scheint auch jetzt keine zu machen.
jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:24 Verbindungen zwischen Vergaser und Lufi und Zylinder sind wirklich dicht?
Das weiß ich noch nicht genau aber wie gesagt ich werde den Vergaser nachher nochmal ausbauen, die Membranen Prüfen und dann kontrollieren, ob sie Falschluft zieht.
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Andreas_NRW
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von Andreas_NRW »

Ich versuche es mal mit meinem laienhaften Wissen zu erklären…
zu Punkt 1…
Im Ansaugtrakt zwischen Einlass-Luftfilterkasten
und Einlassventil-Zylinder schwingt die Luftsäule
im Rhythmus entsprechend zur Drehzahl des Motor.
Wenn der Motor sich „verschluckt“ entsteht
quasi ein spontaner Überdruck in besagtem Strömungskanal.
Und das fühlt sich an als würde der Motor
über den Einlass „ausblasen“
.
.
Das Schwingen und die Druckverhältnisse im Ansaugtrakt
kann man sehr schön am pulsieren des Isolator zwischen
Zylinder und Vergaser sehen.
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jakobjogger
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von jakobjogger »

STAMMR hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:41
jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:24 Die Gemischschraube hast du korrekt eingestellt?
So wie vorher.
Das heißt was? Wie war es vorher?
STAMMR hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:41
jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 09:24 Choke korrekt verbaut und hängt nirgendwo?
Meines Wissens nach hatte der Choke bisher nie Probleme und scheint auch jetzt keine zu machen.
Am Vergaser rutscht die Bowdenzughülle gerne mal aus dieser unsäglichen Platikschraube. Passiert gerne durch Lenkbewegungen, wenn bei der Zugverlegung darauf nicht besonders geachtet wird.

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

Andreas_NRW hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 11:47 Ich versuche es mal mit meinem laienhaften Wissen zu erklären…
zu Punkt 1…
Im Ansaugtrakt zwischen Einlass-Luftfilterkasten
und Einlassventil-Zylinder schwingt die Luftsäule
im Rhythmus entsprechend zur Drehzahl des Motor.
Wenn der Motor sich „verschluckt“ entsteht
quasi ein spontaner Überdruck in besagtem Strömungskanal.
Und das fühlt sich an als würde der Motor
über den Einlass „ausblasen“
.
.
Das Schwingen und die Druckverhältnisse im Ansaugtrakt
kann man sehr schön am pulsieren des Isolator zwischen
Zylinder und Vergaser sehen.
Wirklich sehr interessant, vielen Dank für die Erklärung

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 12:47 Das heißt was? Wie war es vorher?
Ca. 1,75 Umdrehungen heraus.
jakobjogger hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 12:47 Am Vergaser rutscht die Bowdenzughülle gerne mal aus dieser unsäglichen Platikschraube. Passiert gerne durch Lenkbewegungen, wenn bei der Zugverlegung darauf nicht besonders geachtet wird.
Ich habe es kontrolliert und bin mir relativ sicher, dass dies nicht der Fall ist.

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

Ich glaube dem Problem mittlerweile auf die Schliche gekommen zu sein.
Nachdem ich den Vergaser heute Morgen nochmals ausgebaut und aufgeschraubt habe, konnte ich an den Membranen so weit nichts ungewöhnliches feststellen. Die Leerlaufdüse schien allerdings tatsächlich verstopft zu sein, (der kleine Kanal in der Mitte, nicht die Bohrungen außen) nachdem ich die Düse mit Druckluft gesäubert hatte, war die Verstopfung weg. Ob es sich nun tatsächlich um Dreck oder nur um ein Luftbläschen gehandelt hat kann ich nicht sagen.
Ich hatte große Hoffnung, dass die Maschine nun ohne Probleme läuft, doch wurde prompt nach Einbau des Vergasers enttäuscht. Die Domi sprang mit Choke relativ sofort an und lief irgendwo zwischen 3000 und 4000 U/Min. Nachdem ich den Choke wieder herein gemacht hatte sackte die Drehzahl, auf ich glaube knapp unter 2000 U/Min., ab und die Domi verschluckte sich sofort und ging aus. Sprang aber auch sofort wieder an. Die Leerlaufdrehzahl drehte ich höher, so verschluckte sie sich zwar noch aber ging zumindest kaum noch aus. Ab einer Drehzahl von ca. 2700 U/Min. scheint das Problem nicht aufzutreten.
Wenn man Gas gibt, nimmt sie dies nicht sofort an und braucht auch etwas länger damit die Drehzahl wieder sinkt. Ich habe daraufhin mit Bremsenreiniger nochmal den Ansaugstutzen aus vielen Richtungen und Winkeln angesprüht. Keine feststellbare Änderung der Drehzahl. Als ich auf das Gummiteil zwischen Luftfilterkasten und Vergaser sprühte, gab es allerdings eine leichte Drehzahländerung von ca. 300 U/Min. nach oben.

Und jetzt wird es sehr interessant, je länger die Domi im Stand lief, umso weniger scheint das Problem aufzutreten. Die Drehzahl konnte ich auch immer weiter herunterschrauben auf ca. 1700 U/Min. Sprühte ich jetzt wieder Bremsenreiniger auf das Gummiteil zwischen Luftfilterkasten und Vergaser konnte ich keine bzw. nur eine sehr geringe Drehzahländerung feststellen.
Das Gummiteil hat im Luftfilterkasten übrigens ein wenig Spiel, vermutlich durch das ständige rein/ raus in letzter Zeit.

Nun habe ich folgende Vermutung:
Wenn die Domi kalt ist, gibt es ein gewisses Spiel des Gummiteils im Luftfilterkasten, innerhalb dieses Spiels zieht die Domi eher wenig Falschluft, welche aber zum Verschlucken führt.
Läuft die Domi jedoch länger und wird warm, erwärmt sich das Gummiteil ebenfalls, dehnt sich aus und dichtet besser aber noch nicht vollständig ab.

Ich meine mich zu erinnern bereits irgendwo von jemandem gelesen zu haben, der empfohlen hatte dieses Gummiteil in den Luftfilterkasten einzukleben. Werde ich vielleicht das Gleiche tun müssen?

Jetzt bin ich auf eure Einschätzung gespannt, macht diese Vermutung in irgendeiner Form Sinn?

Grüße
Simon
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Enola Gay
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von Enola Gay »

... macht diese Vermutung in irgendeiner Form Sinn?
Durchaus - der Verbindungs-Stutzen zum Luftfilter-Kasten muss 'dicht' sein - und zwar an beiden Seiten ;
mfG. Herbert
... war nie wirklich weg - hab mich nur versteckt ... (Marius-M.-W.)
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steffen
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von steffen »

Richtig einkleben würde ich den Stutzen eher nicht, schon allein weil man immer mal wieder dran muss. Dichtmasse wäre geschickter.
Ich habe zum Abdichten des Stutzens an dem Luftfilterkasten Hylomar verwendet. Funktioniert gut soweit. Und die andere Seite wird m.W. mit einer Schelle befestigt.

Gruß,
Steffen

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von ENIX93 »

1,5 Umdrehung raus halte ich für etwas sehr mager, meine ist 2,5 raus. Hast du noch dazu den alten O-Ring wieder verbaut und dichtet der nicht 100% ab, läuft sie noch magerer und erklärt dein Gepatsche und starken Gasschwankungen.
Lief der Motor in deinem Besitz denn schon mal besser bzw so wie es sich gehört, oder immer schon so beschissen?

Ventile waren ja eingestellt bevor es an den Vergaser ging?
Gruß
Amir

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

Enola Gay hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 20:19 Durchaus - der Verbindungs-Stutzen zum Luftfilter-Kasten muss 'dicht' sein - und zwar an beiden Seiten ;
mfG. Herbert
Das beruhigt mich ja irgendwie schonmal, dann scheine ich mit der Vermutung ja nicht soooo abwegig zu sein.

steffen hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 20:35 Dichtmasse wäre geschickter.
Da gebe ich dir natürlich recht. Ich werde mir deine Empfehlung ansehen und dann vermutlich auch zeitnah besorgen.
ENIX93 hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 20:42 1,5 Umdrehung raus halte ich für etwas sehr mager, meine ist 2,5 raus.
Nach dem ganzen herumprobieren von heute ist meine mittlerweile 2 Umdrehungen heraus
ENIX93 hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 20:42 Lief der Motor in deinem Besitz denn schon mal besser bzw so wie es sich gehört, oder immer schon so beschissen?
"Besser" kommt jetzt natürlich auf die Definition an. Der Motor lief beim kauf sehr ruckelig was aber letztlich auf einen defekten Ansaugstutzen zurückzuführen war.
Danach lief der Motor ohne zu mucken aber mit einem verbrauch von fast 8 Litern pro 100 Km, (wenn ich gut am Gas gezogen habe, bei mäßiger Fahrweise aber immer noch ca. 6,5 Liter) durch die Vergaserreinigung hatte ich gehofft etwas dagegen tun zu können. Ich sollte an der Stelle noch erwähnen, (dass hatte ich im vorherigen Text vergessen, sorry dafür!) dass die Gasannahme und das wieder abfallen der Drehzahl mit längerem laufen im Stand ebenfalls besser zu werden scheint.
Ich glaube, ich habe aus einem Keyster Satz noch einen O-Ring für die Leerlaufgemisch-Schraube, meinst du, ich sollte diesen einbauen?
ENIX93 hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 20:42 Ventile waren ja eingestellt bevor es an den Vergaser ging?
Hatte ich vor ca. einem halben Jahr mal kontrolliert, schien alles im Rahmen zu sein. Ich nehme mal an, nochmal kontrollieren wäre sinnvoll?
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Enola Gay
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von Enola Gay »

schien alles im Rahmen zu sein. Ich nehme mal an, nochmal kontrollieren wäre sinnvoll?
Es ist 'schnell_gemacht' und würde keinesfalls schaden (!)

MfG. Herbert
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langer
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von langer »

STAMMR hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 19:44 ...sprang mit Choke relativ sofort an und lief irgendwo zwischen 3000 und 4000 U/Min...

...Nachdem ich den Choke wieder herein gemacht hatte sackte die Drehzahl, auf ich glaube knapp unter 2000 U/Min., ab und die Domi verschluckte sich sofort und ging aus...

...Die Leerlaufdrehzahl drehte ich höher, so verschluckte sie sich zwar noch aber ging zumindest kaum noch aus. Ab einer Drehzahl von ca. 2700 U/Min. scheint das Problem nicht aufzutreten...

...Wenn man Gas gibt, nimmt sie dies nicht sofort an und braucht auch etwas länger damit die Drehzahl wieder sinkt.
Alle hier von mir rausgepickten Punkte und die viel ! zu hohen Drehzahlen, die da nötig sind, damit sie überhaupt läuft und nicht ausgehen will, sprechen für ein drastisch zu mageres Leerlaufgemisch.
Entweder durch eine ordentliche Undichtigkeit auf der Unterdruckseite, oder durch ein nicht (also so überhaupt nicht) funktionierendes Leerlaufsystem.
Grüsse langer 8-)
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von ENIX93 »

Moin,

also in jedem Fall den O-Ring der Gemischschraube erneuern! Dann die Schraube ruhig noch mindestens eine halbe Umdrehung raus.
Hast du die Teile aus dem Keystersatz im Vergaser? Das würde mir einiges erklären, auch in Bezug Verbrauch, beschissener Lauf etc.
Wenn du die alten originalen Teile noch hast, sauber machen und wiederverwenden, ganz besonders Nadeldüse und Nadel. Hast du die Keyster Schwimmernadel verwendet? Wenn ja, würde ich auch mal den Schwimmerstand messen, ein zwei mm zu hoch und du verbrauchst deutlich mehr und sie fährt eigentlich schlecht.
Gruß
Amir

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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von STAMMR »

ENIX93 hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 08:53 den O-Ring der Gemischschraube erneuern!
Okay, welche Größe brauche ich? Oder ist der aus dem Keyster Satz in Ordnung?
ENIX93 hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 08:53 Hast du die Teile aus dem Keystersatz im Vergaser?
Nein, auf Rat von Herbert sind die da schon vor einiger Zeit wieder herausgeflogen.
ENIX93 hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 08:53 Hast du die Keyster Schwimmernadel verwendet? Wenn ja, würde ich auch mal den Schwimmerstand messen
Das weiß ich jetzt leider nicht mehr ganz so genau, wie messe ich denn den Schwimmerstand?
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von dieCobra »

STAMMR hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 19:44 Ich glaube dem Problem mittlerweile auf die Schliche gekommen zu sein.
Nachdem ich den Vergaser heute Morgen nochmals ausgebaut und aufgeschraubt habe, konnte ich an den Membranen so weit nichts ungewöhnliches feststellen. Die Leerlaufdüse schien allerdings tatsächlich verstopft zu sein, (der kleine Kanal in der Mitte, nicht die Bohrungen außen) nachdem ich die Düse mit Druckluft gesäubert hatte, war die Verstopfung weg. Ob es sich nun tatsächlich um Dreck oder nur um ein Luftbläschen gehandelt hat kann ich nicht sagen.
Ich hatte große Hoffnung, dass die Maschine nun ohne Probleme läuft, doch wurde prompt nach Einbau des Vergasers enttäuscht. Die Domi sprang mit Choke relativ sofort an und lief irgendwo zwischen 3000 und 4000 U/Min. Nachdem ich den Choke wieder herein gemacht hatte sackte die Drehzahl, auf ich glaube knapp unter 2000 U/Min., ab und die Domi verschluckte sich sofort und ging aus. Sprang aber auch sofort wieder an. Die Leerlaufdrehzahl drehte ich höher, so verschluckte sie sich zwar noch aber ging zumindest kaum noch aus. Ab einer Drehzahl von ca. 2700 U/Min. scheint das Problem nicht aufzutreten.
Wenn man Gas gibt, nimmt sie dies nicht sofort an und braucht auch etwas länger damit die Drehzahl wieder sinkt. Ich habe daraufhin mit Bremsenreiniger nochmal den Ansaugstutzen aus vielen Richtungen und Winkeln angesprüht. Keine feststellbare Änderung der Drehzahl. Als ich auf das Gummiteil zwischen Luftfilterkasten und Vergaser sprühte, gab es allerdings eine leichte Drehzahländerung von ca. 300 U/Min. nach oben.

Und jetzt wird es sehr interessant, je länger die Domi im Stand lief, umso weniger scheint das Problem aufzutreten. Die Drehzahl konnte ich auch immer weiter herunterschrauben auf ca. 1700 U/Min. Sprühte ich jetzt wieder Bremsenreiniger auf das Gummiteil zwischen Luftfilterkasten und Vergaser konnte ich keine bzw. nur eine sehr geringe Drehzahländerung feststellen.
Das Gummiteil hat im Luftfilterkasten übrigens ein wenig Spiel, vermutlich durch das ständige rein/ raus in letzter Zeit.

Nun habe ich folgende Vermutung:
Wenn die Domi kalt ist, gibt es ein gewisses Spiel des Gummiteils im Luftfilterkasten, innerhalb dieses Spiels zieht die Domi eher wenig Falschluft, welche aber zum Verschlucken führt.
Läuft die Domi jedoch länger und wird warm, erwärmt sich das Gummiteil ebenfalls, dehnt sich aus und dichtet besser aber noch nicht vollständig ab.

Ich meine mich zu erinnern bereits irgendwo von jemandem gelesen zu haben, der empfohlen hatte dieses Gummiteil in den Luftfilterkasten einzukleben. Werde ich vielleicht das Gleiche tun müssen?

Jetzt bin ich auf eure Einschätzung gespannt, macht diese Vermutung in irgendeiner Form Sinn?

Grüße
Simon
So, letzter Versuch Dein < Schrotthaufen > wieder ans laufen zu bringen.
Es gibt Leute, die schaffen es, den Vergaser, ein sehr empfindliches Teilchen, kaputt zu reparieren.
So wie ein Vergaser vor drei Wochen. Düsenstock abgebrochen, den Rest versucht auszubohren, Gewinde dabei platt gemacht, Ende der Fahnenstange. :x
Deshalb biete ich auch folgenden Service an: (schon mehrmals mit Erfolg)
Gegen eine Kaution schicke ich Dir einen überholten Vergaser von mir, den Du dann einbaust und die Domi damit startest. Mal sehen wie sie dann läuft.
Wenn nicht, hat sie noch einen anderen Fehler.
Dann schickst Du mir meinen Vergaser zurück und bekommst die Kaution wieder.
Bis jetzt haben alle, die das Angebot angenommen haben, meinen Vergaser behalten und ihren alten zu mir geschickt. :D

Grüße
Andi
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Re: Ultraschall Reinigungsmittel

Beitrag von ENIX93 »

Okay, welche Größe brauche ich? Oder ist der aus dem Keyster Satz in Ordnung?
Die Größe weiß ich nicht, sowas kaufe ich ausschließlich original, auch wenn ich danach ein Paket Taschentücher brauche um meine Augen zu trocknen :lol:
Aber der Keysterring wird besser sein als der olle vertrocknete. Mit ein wenig O-Ring Fett oder was gerade da ist, einsetzen, nicht trocken.

Ich würde aber Andis Angebot unverzüglich annehmen, statt noch weiter im Dunkeln zu stochern. So eine systematische Vorgehensweise kann ich bei deiner Taktik nämlich nicht so recht erkennen, wenn schon alte O-Ringe wieder verwendet werden oder man nicht weiß wie man den Schwimmerstand einstellt. Bist du mit dem Werkstatthandbuch bewaffnet, da steht nämlich alles Wissenswerte drin.
Gruß
Amir

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