1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

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ENIX93
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

So etwas in der Art, wenn auch etwas weiter hergeholt, hatte ich mir auch schon gedacht aber wieder verworfen zu erwähnen, weil die Zündungskomponenten ja auf er anderen Motorseite liegen.
Bei einer Bmw hatte ich ähnliche Symptome, wenn auch nicht identisch, weil ein Zubehörrotor/Anker verbaut war, der andersrum gewickelt war und die Zünddose/Hallgeber störte. Gesucht hatte ich tagelang, ebenfalls verbunden mit dem Austausch und hundertmal sauber gemachten Komponenten, nur eben nicht den Anker. Dieser rotiert aber halt direkt neben der Hallgeberdose und ein ähnliches Problem kann ich mir hier nicht vorstellen, wohl aber irgendwas mit der Lima, wenn auch meine elektronischen Synapsen für eine Erklärung nicht ausreichen.

Wobei, sehe gerade, Lima(mit Freilauf?) sei auch schon getauscht, hmm, also ich bin weiterhin beim Kabelbaum.

Sehr kurios und interessant gleichermaßen, bitte weiter berichten.
Gruß
Amir

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Andreas_NRW
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von Andreas_NRW »

Die Frage ist was von der Lima getauscht wurde,
der Spulenkranz und oder der Rotor/Polrad .
Risse in den Magneten des Rotor sorgen für „Spaß“ auf der Bordspannung…
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Capri 28
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von Capri 28 »

Tatsächlich habe ich den Limadeckel mit der Wicklung getauscht weil der alte Deckel optisch beschädigt war. Das Polrad blieb alt. Der Hinweis von dir Andreas könnte den Fehler auf den Kopf Treffen.
Bei den Xlv's hat man das gleiche Problem mit den Lichtmaschinen bzw der Wicklung durch das altern. Die Versiegelung der Wicklung weist mit der Zeit Risse auf. Bei der Messung wird angeblich der richtige Wiederstand angezeigt. Im Betrieb gibt es aber dann doch Probleme mit der Stromversorgung. Das wurde mir dieses Jahr so erzählt und ich denke es könnte stimmen. Die Jungs mit den Xlv's fahren die Dinger paar Jahre länger als wir unsere Domis.
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langer
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von langer »

Irgendwo hier war mal zu lesen das es zwei unterschiedliche Durchmesser bei Stator und Magnetring "gäbe".
Wenn das stimmen sollte und man ausgerechnet z.B. den kleineren Stator an einem verbauten grösseren Ring erwischt hätte, hätte man einen zu grossen Luftspalt.

Du kannst aber vorab die drei Wicklungen ohmisch messen, um einen evtl. Wicklungs-Fehler schon mal auszuschliessen.
Ebenso solltest du die Spannung bei laufendem Motor messen (im Leerlauf und bei erhöhter Leerlaufdrehzahl, mit und ohne Fahr/Fernlicht als Last), ob die überhaupt stimmt.
Grüsse langer 8-)
"Kunst muss es sein, wenn man‘s nicht kann... denn wenn man‘s kann, ist‘s keine Kunst"
Der Niedergang deutscher Ingenieurskunst begann mit dem DIN Stecker, ungeeigneten Materialien und beschleunigt mit VW...

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von JH9 »

Hallo zusammen,

weiter gehts: Wir haben am Wochenende eine leichte Undichtigkeit bei beiden Einlassventilen festgestellt. Kurzerhand also den Kopf von meiner weißen (laufend abgestelltes Motorrad) rübergebaut.

Ratet mal, was sich getan hat. Gar nichts. :mrgreen:
Capri 28 hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 13:44 Hi. Alles wurde gemacht und geprüft was logisch ist.
Ich würde eine Theorie wagen die vielleicht für Kopfschütteln sorgt aber:
Ich hatte zwei Fälle wo die Problematik gleich war und wo das Sorgenkind der Anlasserfreilauf war.
Der erste Fall war eine US Domi wo das Starten kein Problem war aber im Lauf die Domi immer ausging mit den gleichen Symptomen der gleichen Frequenz.
Letztes Jahr haben ich die ehemalige 88er Domi vom JJ zum Leben erweckt. Da war schon oft beim Starten der Freilauf am spinnen und wenn sie mal lief ging die auch unkontrolliert aus. Vergaser und den restlichen Hickhack wie hier bei der roten hatte ich auch erledigt.
Nach dem wechseln des Freilaufs wie durch erfolgreiches woodoo gab es nur noch die Einstellung am Vergaser mit dem Schräubchen zu verfeinern.
Bin zwar kein Zweirad Mechaniker aber seit Jahren helfe ich mir erfolgreich selbst und theoretisch würde ich behaupten das der Anlasserfreilauf nur beim Starten Problem darstellen kann aber ich denke er macht auch Probleme beim Lauf was ich zweimal durch den Wechsel für mich belegen konnte.
Gruß Martin
Das klingt interessant und ist bestimmt einen Versuch wert. :P Auch dass deine Symtome so ähnlich sind gibt wieder ein bisschen Hoffnung :D Was mich wahnsinnig macht ist dass ich 4 Videos gefunden habe wo die Mühle exakt gleiche Symptome aufweist und die Lösung war laut den Besitzer : 1x Pickup, 2x Autodeco, 1x Vergaser. Alles bereits X mal durch.

Ich stelle mir nur vor dass der Anlasserfreilauf richtig reinknallt. Das ist bei mir ja nicht der Fall dass die mit einem Klacken o.ä. verreckt sondern eher „zischelnd“. Ist auch immer im Luffikasten zu hören. Hast du das Video gesehen welches die Symtome zeigt und Problematik war bei dir wirklich gleich?

Die Kiste hatte ich schon mit komplett abgestecker Lima laufen dann geht die Zündung über Batterie. Was natürlich auch nicht ideal ist aber kurz funktioniert.

Die Domi ist wie gesagt aus 1. Hand, 100% original und komplett unverändert. Hier wurde noch nie irgendetwas ausgetauscht geschweige denn Polrad.

Ich lasse mir noch einen Test-Kabelbaum vom Kollegen zusenden.
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ENIX93
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Ich bin gespannt, am Schluss ist es irgend so ein Kackfehler, den man 100x übersehen hat oder es nicht lohnte darüber nachzudenken, pass auf... :D :mrgreen:
Gruß
Amir

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steffen
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von steffen »

JH9 hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 12:56 Die Domi ist wie gesagt aus 1. Hand, 100% original und komplett unverändert. Hier wurde noch nie irgendetwas ausgetauscht geschweige denn Polrad.
Das ist mir bereits auf den Fotos aufgefallen, dass diese Domi optisch noch in superschönem Zustand ist.
Daher drücke ich umso mehr die Daumen, dass Ihr diesen verflixten fehler finden werdet und das gute Stück wieder auf die Straße kommt.

Viele Grüße,
Steffen

ernie
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ernie »

Vielleicht hat ja der Widerstand im Zündkerzenstecker eine Macke und sorgt für die Zündaussetzer.
Oder wurde der Kerzenstecker schon getauscht?
Widerstand..JPG
Widerstand..JPG (91.24 KiB) 939 mal betrachtet

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JH9
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von JH9 »

ernie hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 20:41 Vielleicht hat ja der Widerstand im Zündkerzenstecker eine Macke und sorgt für die Zündaussetzer.
Oder wurde der Kerzenstecker schon getauscht?

Widerstand..JPG
Kerzenstecker hab ich hier 2x liegen wurde bereits mal Ersatzweise rübergebaut.
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ernie
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ernie »

Dann kann es ja eigentlich nur noch der Kabelbaum sein.
Zündspule wurde sicherlich auch schon eine andere probiert?

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Gibt´s denn hier schon was neues, oder liegt die Maschine schon auf dem Grund des Bodensee? :mrgreen:
Gruß
Amir

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ernie
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ernie »

ENIX93 hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 08:34 Gibt´s denn hier schon was neues, oder liegt die Maschine schon auf dem Grund des Bodensee? :mrgreen:
Das wäre schade, die Domi sieht richtig gut aus. :)
Oft ist es wirklich nur eine Kleinigkeit, man muss sie nur finden.
Die doppelte Entstörung von Kerze und Stecker macht jedenfalls keinen Sinn, falls eine entstörte Kerze verbaut ist.
Besser ist's sich für eins von beiden zu entscheiden, um dem Zündfunken damit mehr Leben zu geben.

Raid
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von Raid »

Ich schreibe ja nicht mehr all zu oft, aber du hast in einem Beitrag folgendes geschrieben:
"Mit Stroboskoplampe getestet, Zündaussetzer sind sichtbar in entsprechenden Aussetzern im Licht der Lampe!"

Das bedeutet folgendes:

1. Ein mechanischer Fehler ist es nicht, denn wenn es eine gute Strobo ist, dann bleibt schlicht die Zündspannung weg wenn sie nicht auslöst, interessant wäre auch das Verhalten des Drehzahlmessers, ob dieser während der Aussetzer ungewöhnlich "absackt"

2. Komponenten wie CDI, Pickup, Seitenständerkreis etc hast du schon getauscht, also Unfug dort zum x-ten mal etwas zu tauschen.

2,5 :-) Die Theorie mit dem Pickup-Abstand halte ich für wenig wahrscheinlich....Warum? --> Weil Induktionsspanunngen unter anderem Geschwindigkeits- also Drehzahlabhängig sind. Das würde bedeuten, das der Motor mit der niedrigen Starterdrehzahl kaum starten würde und mit steigender Drehzahl die Fehlzündungen abnehmen bzw. verschwinden würden. Das sagtes du, ist ja nicht der Fall.

3. Was bleibt? Spannungsmessung (Versorgung wie auch Pickup) direkt an der CDI bei laufendem Motor und unterschiedlichen Drehzahlen, am besten mit einem Speicheroszilloskop um zu sehen ob dort die Spannungen bzw. Sapnnungsverläufe konstant und korrekt sind.

Mein Verdacht richtet sich in der Tat mehr auf den Kabelbaum/Kabelbruch/Übergangswiderstände die ggf. durch Vibrationen aktiviert werden, da wäre ein Oszilloskop Gold wert.

fuzzy02
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von fuzzy02 »

Hallo hatte solche symotome an meiner xr650l auch mal, da war der kupplungsschalter am lenker kaputt. Um nach hause zu kommen musste ich dad spiel an der kupplung erhöhen und den hebel immrt leicht gezogen halten.nur da lief die normal.
Anderes problem mit der cdi hatte auch so symptome mit kotzen ausgehen und ruckeln.Da war an der cdi eine lötstelle nicht mehr in ordnung .nachgelötet gings dann wieder ca 1jahr dann ging es wieder los.Habe dann eine neue gekauft und eingebaut und seitdem ca 3jahre fehlerfrei gelaufen.

ENIX93
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Das Symptom mit dem Kupplungsschalter kann man ja schnell mal brücken, ob es dann weg ist.
Gruß
Amir

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Barniebutsch
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von Barniebutsch »

Wenn inzwischen alles mal ausgetauscht wurde, was zu tauschen geht, ist ja sozusagen alles doppelt vorhanden.

Daher würde ich empfehlen: Kabelbaum drinlassen, und anschließend alle elektrischen Komponenten auf einmal austauschen. Alle. Einschließlich Lichtmaschine komplett (Stator + Polrad) und Regler, Seitenständerschalter und Kupplungsschalter, Lenkerschalter rechts und links, eventuell auch den Leerlaufschalter, sowieso alle Bauteile der Sicherheitskette. Und alle Steckverbinder zerlegen und die kleinen Kabelschuhe darin nachbiegen, denn die werden mit den Jahren müde. Leidige eigene Erfahrung.

Sollte sich danach, und das hoffe ich, der Fehler erledigt haben, kann ja jedes Bauteil einzeln zurückgetauscht werden, bis der Fehler hoffentlich wieder auftaucht, damit der auch identifiziert werden kann. Ich dürfte auch nicht der Einzige sein, den das Thema brennend interessiert.

Vielleicht sogar mit dem Nachbiegen der Steckverbinderkontakte anfangen, um dort eine Fehlerquelle auszuschließen.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Was meinst du mit "Nachbiegen" der Steckverbinderkontakte?
Gruß
Amir

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von JH9 »

ENIX93 hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 08:34 Gibt´s denn hier schon was neues, oder liegt die Maschine schon auf dem Grund des Bodensee? :mrgreen:
Aufgrund anhaltenden Niedrigwassers habe ich davon erstmal abgesehen die in den Rhein zu werfen ist mir zu auffällig.

Bislang konnte ich da noch nicht weitermachen.

Ein Kollege hat mir einen Kabelbaum vorbeigebracht den kann ich mal probeweise dranstecken und schauen was dann passiert. Danach weiß ich aber auch nicht mehr.

Ja, theoretisch habe ich alles mindestens doppelt teilweise dreifach z.B. Versager, CDI, Spule etc. 15 Kerzen liegen hier. Sogar eine nicht Resistor. .

Man könnte jetzt natürlich mit dem „frischen“ Kabelbaum noch mal alle elektrischen Komponenten austauschen inklusive Lichtmaschine etc. Allerdings habe ich diese Teile bereits probeweise nach und nach rüber gebaut und als nicht verantwortlich festgestellt. Das Ganze jetzt noch ein Xtes Mal zu wiederholen, nur mit dem Unterschied alles in einem Abwasch zu machen statt nach und nach so wie ich es bereits gemacht hab, ergibt aus meiner Sicht nicht so viel Sinn.

Meine Stroboskoptheorie hat sich recht schnell danach zerschlagen ich habe es nur hier nicht mehr mitgeteilt. Die Sch*** Pistole war kaputt und hat überall Aussetzer gemacht

Was mich mittlerweile schon fast amüsiert ist das wir hier an einem Punkt angekommen sind, wo gefühlt alles verantwortlich sein kann oder gar nichts oder mehrere Teile gleichzeitig, vielleicht befinde ich in mich in einem erdnahen Magnetfeld oder wurde mit einem Fluch belegt, vielleicht ist ja die Sitzbank verantwortlich, oder der Reifen hinten. Ich sehe Videos lese Beiträge mit genau diesen Symptomen angeblich und es ist nie zweimal das selbe Teil schuld. Bei dem einen war der Pick-up schuld bei dem anderen der Vergaser bei dem anderen die Schwiegermutter. Ich glaube, man muss da aber auch noch mal unterscheiden zwischen der klassischen Plopp aus Thematik und dieser hier. Kann sein, dass viele Leute das mit meinen Symptomen verwechseln und dann schnell VERGASER schreien.

Ich denke das Zischen, mit dem die Kiste ausgeht spielt hier irgendwie eine spezielle Rolle. Wenn die Bude mal länger als 3 Sekunden an bleibt und ich die über den Killswitch ausmache, geht sie einfach aus. Da gibt’s keinen Zisch Zisch im Luftfilterkasten. Das war noch eine Erkenntnis die mich dann den rissfreien Zylinderkopf zum Motorenbauer hat schicken lassen *SPOILER* hat nichts gebracht. :lol:

Es wird auf jeden Fall Updates geben.
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Barniebutsch
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von Barniebutsch »

Mit nachbiegen der Steckverbinderkontakte meine ich, den Verbindungsdruck zwischen Stecker und Zunge erhöhen. Die Steckverbinder kann man zerlegen und einzeln nachbiegen, so daß für die nächsten 10 Jahre - hoffentlich - keine Kontaktschwierigkeiten entstehen.
So sieht der Steckverbinder oben rechts am Rahmen für den rechten Lenkerschalter aus:
P1020178.JPG
Zum zerlegen braucht man ein schlankes Werkzeug, mit dem die Haltenase zurück gedrückt werden kann und sich so der Stecker aus dem Gehäuse ziehen läßt. Ich habe mir dafür einen alten Schraubenzieher passend geschliffen.
P1020177.JPG
Dieses Werkzeug wird in die für die Demontage vorgesehene Öffnung gesteckt.
P1020179.JPG
So sieht der demontierte Stecker aus, der mit den Jahren müde wird. Einfach vorsichtig wieder leicht zubiegen.
P1020180.JPG
Die Haltenase steht nach der Demontage in dieser Position:
P1020181.JPG
Vorsichtig nach außen biegen, damit der Stecker wieder zuverlässig im Steckverbindergehäuse sitzt. Nicht übertreiben, Messing wird eben mit den Jahren spröde und wenn die Nase abbricht, braucht es dort einen neuen Stecker. Wer hat den gleich zur Hand? Und ist in der Lage, den auch fachgerecht anzubauen?
P1020182.JPG
Danach alles wieder so zusammenbauen, daß es funktioniert.
Dieser Stecker wurde 30 Jahre nicht auseinandergezogen, und hat trotzdem von einem Moment auf den anderen nicht mehr funktioniert. Bin zum TÜV gefahren, und als ich dran war, sprang die Domi nicht mehr an. Stecker auseinander gezogen, mit Kontaktspray geflutet, wieder zusammen gesteckt und alles funktionierte wieder. Ein paar Wochen.
Irgendwann stand ich an einer Ampel und das Mopped spuckte rum und ging aus. Also entschlossen von vorne oben durch die Verkleidung gegriffen, an den Steckern gewackelt und weiter gings. Über ein Jahr lang habe ich mich so durchgehangelt, zuletzt kurz vor der 1000-km-Langstreckenfahrt. Die Fahrt vom Harz über den Kyffhäuser nach Hamburg und zurück in den Harz hat alles ohne Aussetzer funktioniert. Auch bei 7000 U/min im fünften Gang, die ich mal drauf hatte.
Heimzu hatte ich eine BMW mit Radlagerschaden im Transporter und mein Schwager fuhr mit der Domi zurück ins Erzgebirge. Zuvor hatte ich ihn über diese mögliche Fehlerquelle instruiert/gebrieft und das war auch gut so. Weil, die Domi ging irgendwo auf der A4 auf der linken Spur einfach aus. Nach rechts ausrollen lassen, an den Steckern gewackelt und weiter gings.
Danach habe ich mich endlich der Sache richtig angenommen, und seitdem ist auf fast weiteren 2000 km nichts mehr an Aussetzern vorgekommen. Vorher konnte man den Steckverbinder mit zwei Fingern zusammenfügen, der ist quasi "zusammengefallen", jetzt nach dem Nachbiegen muß ich richtig drücken.

Bei einer 88er Domi, die nun 38 Jahre alt ist, dürfte es ebenso wahrscheinlich sein, daß das Material der Steckverbinder müde wird wie bei meiner 94er Domi. Es sei denn, daß Honda zwischen 1988 und 1994 an der Materialqualität erheblich eingespart hätte. Von daher sollte man alle diese Steckverbinder zerlegen und nachbiegen. Einfach um möglichen Fehlerquellen vorzubeugen.
Verkleidung abbauen und los. Und mit alle Steckverbinder meine ich auch alle, angefangen von der CDI über den Seitenständerschalter bis zum Kupplungsschalter, einfach alle. Und auch ein anderer Kabelbaum aus dieser Zeit unterliegt der Alterung.
Zeitaufwand für alles schätze ich auf nicht mehr als zwei Stunden.

Und, wenn das gemacht wird: Bitte nicht alle Stecker gleichzeitig aus dem Gehäuse ziehen, sondern strickt einzeln.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von JH9 »

Barniebutsch hat geschrieben: Fr 7. Aug 2026, 10:56 Mit nachbiegen der Steckverbinderkontakte meine ich, den Verbindungsdruck zwischen Stecker und Zunge erhöhen. Die Steckverbinder kann man zerlegen und einzeln nachbiegen, so daß für die nächsten 10 Jahre - hoffentlich - keine Kontaktschwierigkeiten entstehen.
So sieht der Steckverbinder oben rechts am Rahmen für den rechten Lenkerschalter aus:
P1020178.JPG
Zum zerlegen braucht man ein schlankes Werkzeug, mit dem die Haltenase zurück gedrückt werden kann und sich so der Stecker aus dem Gehäuse ziehen läßt. Ich habe mir dafür einen alten Schraubenzieher passend geschliffen.
P1020177.JPG
Dieses Werkzeug wird in die für die Demontage vorgesehene Öffnung gesteckt.
P1020179.JPG
So sieht der demontierte Stecker aus, der mit den Jahren müde wird. Einfach vorsichtig wieder leicht zubiegen.
P1020180.JPG
Die Haltenase steht nach der Demontage in dieser Position:
P1020181.JPG
Vorsichtig nach außen biegen, damit der Stecker wieder zuverlässig im Steckverbindergehäuse sitzt. Nicht übertreiben, Messing wird eben mit den Jahren spröde und wenn die Nase abbricht, braucht es dort einen neuen Stecker. Wer hat den gleich zur Hand? Und ist in der Lage, den auch fachgerecht anzubauen?
P1020182.JPG
Danach alles wieder so zusammenbauen, daß es funktioniert.
Dieser Stecker wurde 30 Jahre nicht auseinandergezogen, und hat trotzdem von einem Moment auf den anderen nicht mehr funktioniert. Bin zum TÜV gefahren, und als ich dran war, sprang die Domi nicht mehr an. Stecker auseinander gezogen, mit Kontaktspray geflutet, wieder zusammen gesteckt und alles funktionierte wieder. Ein paar Wochen.
Irgendwann stand ich an einer Ampel und das Mopped spuckte rum und ging aus. Also entschlossen von vorne oben durch die Verkleidung gegriffen, an den Steckern gewackelt und weiter gings. Über ein Jahr lang habe ich mich so durchgehangelt, zuletzt kurz vor der 1000-km-Langstreckenfahrt. Die Fahrt vom Harz über den Kyffhäuser nach Hamburg und zurück in den Harz hat alles ohne Aussetzer funktioniert. Auch bei 7000 U/min im fünften Gang, die ich mal drauf hatte.
Heimzu hatte ich eine BMW mit Radlagerschaden im Transporter und mein Schwager fuhr mit der Domi zurück ins Erzgebirge. Zuvor hatte ich ihn über diese mögliche Fehlerquelle instruiert/gebrieft und das war auch gut so. Weil, die Domi ging irgendwo auf der A4 auf der linken Spur einfach aus. Nach rechts ausrollen lassen, an den Steckern gewackelt und weiter gings.
Danach habe ich mich endlich der Sache richtig angenommen, und seitdem ist auf fast weiteren 2000 km nichts mehr an Aussetzern vorgekommen. Vorher konnte man den Steckverbinder mit zwei Fingern zusammenfügen, der ist quasi "zusammengefallen", jetzt nach dem Nachbiegen muß ich richtig drücken.

Bei einer 88er Domi, die nun 38 Jahre alt ist, dürfte es ebenso wahrscheinlich sein, daß das Material der Steckverbinder müde wird wie bei meiner 94er Domi. Es sei denn, daß Honda zwischen 1988 und 1994 an der Materialqualität erheblich eingespart hätte. Von daher sollte man alle diese Steckverbinder zerlegen und nachbiegen. Einfach um möglichen Fehlerquellen vorzubeugen.
Verkleidung abbauen und los. Und mit alle Steckverbinder meine ich auch alle, angefangen von der CDI über den Seitenständerschalter bis zum Kupplungsschalter, einfach alle. Und auch ein anderer Kabelbaum aus dieser Zeit unterliegt der Alterung.
Zeitaufwand für alles schätze ich auf nicht mehr als zwei Stunden.

Und, wenn das gemacht wird: Bitte nicht alle Stecker gleichzeitig aus dem Gehäuse ziehen, sondern strickt einzeln.
Danke dir für den ausführlichen Beitrag! Ich werde das als nächstes versuchen.

Update zum Kabelbaum: Heute mal in der Pause kurz drangesteckt, keine Veränderung.
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Ein Jahr rumzufahren mit dem Umstand und dem Wissen um des Wacklers im Stecker und auch noch einen Kumpel damit loszuschicken, da muss man auch schmerzfrei sein, hm? :lol: :lol:
Gruß
Amir

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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von JH9 »

Capri 28 hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 13:44 Hi. Alles wurde gemacht und geprüft was logisch ist.
Ich würde eine Theorie wagen die vielleicht für Kopfschütteln sorgt aber:
Ich hatte zwei Fälle wo die Problematik gleich war und wo das Sorgenkind der Anlasserfreilauf war.
Der erste Fall war eine US Domi wo das Starten kein Problem war aber im Lauf die Domi immer ausging mit den gleichen Symptomen der gleichen Frequenz.
Letztes Jahr haben ich die ehemalige 88er Domi vom JJ zum Leben erweckt. Da war schon oft beim Starten der Freilauf am spinnen und wenn sie mal lief ging die auch unkontrolliert aus. Vergaser und den restlichen Hickhack wie hier bei der roten hatte ich auch erledigt.
Nach dem wechseln des Freilaufs wie durch erfolgreiches woodoo gab es nur noch die Einstellung am Vergaser mit dem Schräubchen zu verfeinern.
Bin zwar kein Zweirad Mechaniker aber seit Jahren helfe ich mir erfolgreich selbst und theoretisch würde ich behaupten das der Anlasserfreilauf nur beim Starten Problem darstellen kann aber ich denke er macht auch Probleme beim Lauf was ich zweimal durch den Wechsel für mich belegen konnte.
Gruß Martin
Hi Martin, kannst du darüber noch mehr erzählen?

Wirklich gleiche Symptome wie auf meinem Video?

Vg
Julian
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

JH9 hat geschrieben: Fr 7. Aug 2026, 12:12
Capri 28 hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 13:44 Hi. Alles wurde gemacht und geprüft was logisch ist.
Ich würde eine Theorie wagen die vielleicht für Kopfschütteln sorgt aber:
Ich hatte zwei Fälle wo die Problematik gleich war und wo das Sorgenkind der Anlasserfreilauf war.
Der erste Fall war eine US Domi wo das Starten kein Problem war aber im Lauf die Domi immer ausging mit den gleichen Symptomen der gleichen Frequenz.
Letztes Jahr haben ich die ehemalige 88er Domi vom JJ zum Leben erweckt. Da war schon oft beim Starten der Freilauf am spinnen und wenn sie mal lief ging die auch unkontrolliert aus. Vergaser und den restlichen Hickhack wie hier bei der roten hatte ich auch erledigt.
Nach dem wechseln des Freilaufs wie durch erfolgreiches woodoo gab es nur noch die Einstellung am Vergaser mit dem Schräubchen zu verfeinern.
Bin zwar kein Zweirad Mechaniker aber seit Jahren helfe ich mir erfolgreich selbst und theoretisch würde ich behaupten das der Anlasserfreilauf nur beim Starten Problem darstellen kann aber ich denke er macht auch Probleme beim Lauf was ich zweimal durch den Wechsel für mich belegen konnte.
Gruß Martin
Hi Martin, kannst du darüber noch mehr erzählen?

Wirklich gleiche Symptome wie auf meinem Video?

Vg
Julian
Jetzt oute ich mich mal, warum ich hier so gespannt zuhöre. Der Rochen von meinem Bekannten hat auch diese Symptome und, man höre und staune, der Freilauf singt beim Starten auch das Lied vom Tod. Er dreht irgendwie nicht mit Uff uff uff uff und an, sondern mit einem jaulenden Surren und springt dann irgendwann an, aber ebenfalls mit dem plötzlichen Abkacken wie beim Themenstarter, auch mit den Aussetzern wie sie im Filmchen zu sehen/hören sind.
Ähnliches Fehlersuche Tam Tam ebenfalls abgearbeitet und dann irgendwann resigniert, Maschine läuft ja irgendwie.
Auch wenn für mich schraubertechnisch Null Logik dahiner steckt, klingt diese These sehr interessant, obwohl ziemlich Voodoo mäßig, denn das Problem ist ja sehr ähnlich. Wäre ja der Brüller, wenn es der Freilauf ist.

Ein wenig Hoffnung keimt in mir auf :D
Gruß
Amir

Hinterher hat man es meist vorher gewusst
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langer
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von langer »

Was das nicht starten angeht vielleicht. Leider wird von keinem beschrieben, ob die Kw nun vom Anlasser in dem Moment wirklich gedreht wird, oder eben nicht.
Nur "komische" Geräusche sagen das ja nicht aus. Da fehlt jetzt ne klare Aussage, dreht, wenn diese Geräusche auftreten der Freilauf die Kw richtig mit oder nicht.
Was das ausgehen betrifft, da kann der Freilauf, wenn der Motor denn gelaufen ist, keine Schuld haben.
Grüsse langer 8-)
"Kunst muss es sein, wenn man‘s nicht kann... denn wenn man‘s kann, ist‘s keine Kunst"
Der Niedergang deutscher Ingenieurskunst begann mit dem DIN Stecker, ungeeigneten Materialien und beschleunigt mit VW...

ENIX93
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Re: 1988er NX650 Domi - Endlose Fehlersuche

Beitrag von ENIX93 »

Ich kann es mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, aber wenn ich lese, dass 2x das Problem behoben wurde mit dem Tausch der Freiläufe und mir den jaulenden und nachsingenden Freilauf meines Kumpels ansehe/höre, möchte ich mich dem nicht verschließen. Viele glauben auch an den lieben Gott, den ich noch nie gesehen habe :lol: :lol: :mrgreen:
Gruß
Amir

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