Barniebutsch hat geschrieben: So 13. Sep 2026, 13:25
Meine Sumo hat einen Ölkühler, die Originale Domi hat keinen (mehr). Die Warmfahrzeiten unterscheiden sich je nach Außentemperatur nicht so deutlich, wie ich erwartet hatte, konnte ich ausgiebig auf dem alten Arbeitsweg beobachten. Etwas mehr als 4 km bergauf bei ca. 150 m Höhenunterschied und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit knapp unterhalb der Punktegrenze, Drehzahl nicht über 4000 U/min, muß ja innerorts nicht übertreiben.
Auf dieser Strecke kamen kamen immer rund 30°C an Öltemperatur dazu, mehr nicht, gemessen am Rahmenöltank, ob Sommer oder Winter, mit Ölkühler oder nicht. Danach kamen noch 10 km bis zur alten Firma. Dort machte dann der Umstand "Ölkühler" und dessen Platzierung am Motorrad einen deutlichen Unterschied.
Die Sumo hat einen EGU-Ölkühler, der links oben vor dem Tank und hinter der Hupe eingebaut ist. Die Originale Domi hatte den Ölkühler sehr weit oben direkt vor dem Rahmenrohr senkrecht angebaut, bei Gabel auf Block hat der Ölkühler tiefe Markierungen im vorderen Kotflügel hinterlassen. Wahrscheinlich deshalb wurde irgendwann die Schweißnaht der Halterung am Rahmenrohr undicht, so daß ich den Ölkühler erstmal abgebaut und den Rahmen wieder dicht geschweißt habe. Und so ist es bis heute geblieben.
Start bei 0°C: Bei der Sumo lagen nach 4 km knapp 30°C, nach 14 km knapp 50°C an. Bei der Originalen Domi lagen nach 4 km etwa 30°C, nach 14 km mit Ölkühler 60°C, ohne Ölkühler etwa 70°C an.
Start bei 20°C: Bei der Sumo lagen nach 4 km rund 50°C, nach 14 km etwa 60°C an. Bei der Originalen Domi lagen nach 4 km etwa 50°C, nach 14 km mit Ölkühler etwa 70°C, ohne Ölkühler etwa 85°C an.
Mit der Sumo erreiche ich auf der Autobahn bei etwa 25°C Außentemperatur und 5000 U/min keine 90°C Öltemperatur, bei 35°C Außentemperatur und 6000 U/min kommen gerade einmal 100°C Öltemperatur zusammen. Mit der Originalen Domi komme ich ohne Ölkühler bei gleichen Außentemperaturen und gleichen Fahrleistungen auf etwa 130°C und rund 150°C Öltemperatur. Bei etwa 35°C Außentemperatur, über 7000 U/min und einer Strecke von 24 km Vollgas auf der Autobahn stand das Ölthermometer bei 155°C, dieses Jahr zur Langstrecke gefahren. Mit dem zuvor angebauten Ölkühler waren es etwa 10°C bis 15°C weniger. Die Platzierung am Motorrad war eben nicht besonders effektiv.
Beim Domitreffen 2024 in Sonthofen war ich mit der Sumo bei Dauerregen und Kolonnenverkehr u.a. an der Skiflugschanze in Oberstdorf. Da stieg die Öltemperatur nicht über 50°C. Da habe ich mich mit dem Gedanken getragen, einen Thermostat einzubauen, damit der Motor auch gescheit warm wird. Dabei ist es jedoch bis heute geblieben. Wenn ich fahre, dann keine Kurzstrecken, und in aller Regel auch nicht langsam. Also braucht es nicht unbedingt einen Thermostat.
Zum Thema Thermostat habe ich mich auf dem Eintopftreffen voriges Jahr auf der Wasserkuppe mit etlichen SR 500-Fahrern unterhalten. Da hat fast jeder einen verbaut, insbesondere die Gespannfahrer. Nächstes Jahr am ersten Septemberwochenende findet das wieder statt. Am Camp Erna.
Ja, und Blech davor machen ist bei der Einbauposition unter der Verkleidung und hinter der Hupe schlicht unmöglich.
Das sind so meine Erfahrungen und Beobachtungen zum Thema Ölkühler.