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Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 09:59
von Volker FahrLässig
Eine Batterie hatte ich getauscht, da diese vermutlich durch ständiges Tiefentladen oder einen Fabrikationsfehler nach 3 Jahren aufgegeben hatte.
Die andere CRF läuft seit Auslieferung mit der original Batterie.
Wenn ich nun eine kaufen müsste, würde ich eine 19 Wh Lipo für 30 € nehmen.
So was hier HJTX5L-FP 12V (ggf nochmal Anschlusschema kontrollieren).
preiswert
leicht
unzerstörbar (na ja relativ)
und faktisch ohne Eigenentladung.
So eine kleine LiPo verwende ich seit 4 Jahren in der RoyalEnfield. Die wird kaum noch gefahren, hat einen recht großen Startstrom und startet dennoch nach Monaten Stillstand zuverlässig.

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 10:02
von Volker FahrLässig
So hier mal ein Baugrößenvergleich aus der Enni.
Bild

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 12:49
von xralfx
Hallo,
wie viel Gewicht spare ich durch den Tausch?

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 12:56
von Volker FahrLässig
ei der Enni war es erheblich, da dort eine 12 AH Bleibatterie verbaut war.
Der CRF Akku wiegt von YUASA wiegt ca. 2,5 kg
Die Lipo wiegt so um die 400 Gramm,
also spart man so rund 2 kg +.

Abspecken bringt mehr.

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 19:11
von Mehrheit
Dauert aber länger.... :-)

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 20:52
von Volker FahrLässig
Ja das hab ich mir im Enfield Forum auch anhören müssen und das die Batterie, so knapp dimensioniert, keine 3 Monate durchhält.
Die Argumente sind auch alle irgendwie theoretisch richtig.
Aber Versuch macht Kluch...........

Die Enni hat einen Anlaufstrom von mehr als 130 A, der kleine Akku geht dennoch seit 14000 km.
In Norwegen hatten wir häufig morgens an die 5 Grad.
Die Enni startete dennoch tadellos.
Knapp wird's mit Heizgriffen, da die Enfield LiMa immer etwas Drehzahl braucht um vernünftig Strom zu liefern. Da man die Mühle aber meist recht untertourig fährt, meldet sich mit den guten Oxford Heizgriffen schon mal die Entladungswarnlampe.

Die Ladespannung der Enfields gilt ja allgemein als eine der glattesten überhaupt, da ja nur modernste Komponenten zum Einsatz kommen. :D Da muss man bei einer Honda natürlich Abstriche machen.
Nicht böse gemein, prinzipiell ist das mit dem anderen Ladeverhalten ja richtig, aber wenn ich nicht gerade das Ladegerät au Desulphatisieren gestellt habe, dann passiert da nix.
Der LiPo wird eher nicht ganz voll, da die Ladeschlusspannung höher liegt als beim Bleiakku. Heißt im Umkehrschluss, regelt der Laderegler auf 14,4 (bzw 14,7 Volt), kann ich den LiPo nicht überladen, da seine Ladeschlusspannung bei 4x 4,18 bzw 4x 4,2 V liegt.

Der eigentliche Grund für die LiPo war aber, dass die preiswerten Bleisammler (in der Größe sind die auch nicht mehr sooooo billig) in der Enfield immer nach 6 Monaten kaputt waren.
Wie schon an anderer Stelle gesagt, ich hab LiPos in der Duke in der W der Enni und der Beta. Für die CBF liegt schon eine im Keller bereit (die war mal über) und wenn der Bleiakku in der CRF jetzt sterben würde bekäme die auch eine LiPO.

So genug Werbung gemacht
schönen Abend noch

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 21:21
von riedrider
Bei meiner Enfield würde ich mich nicht trauen eine LiPo-Batterie einzubauen. MMB hat auch bei meiner "modernen" EFI dringend dazu geraten die Überspannungsschutzschaltung für den Drehzahlmesser zu verbauen, die bei den Pre-Units unbedingt verwendet werden soll...
In meiner Fazer habe ich seit ca. einem halben Jahr eine LiPo drin und bin bisher sehr zufrieden damit.

Gruß
Günter

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 10:01
von Volker FahrLässig
Interessant, dass ein Hersteller ein Elektronikbauteil vertreibt, für dessen Betrieb dann aber einen extra Überspannungsschutz benötigt wird. Ich denke die 2 Cent für eine Suppressordiode hätte man investieren können.
Das mit den Spannungsspitzen an sich habe ich im Bezug auf die Starterakkus nicht verstanden. Kurze stochastische Spitzen werden durch den Akku wie von einem großen Kondensator aufgefangen. "Längere" Spannungserhöhungen sollte die Elektronik im Balancer erledigen.
Der LiPo wird eher nicht ganz voll, da die Ladeschlusspannung höher liegt als beim Bleiakku. Heißt im Umkehrschluss, regelt der Laderegler auf 14,4 (bzw 14,7 Volt), kann ich den LiPo nicht überladen, da seine Ladeschlusspannung bei 4x 4,18 bzw 4x 4,2 V liegt.
Da war noch ein Fehler drin, da ich dabei gerade an die Akkus im Flugzeug dachte.
Richtig ist natürlich, dass es sich bei den Starterakkus um LiFePo Zellen handelt. Deren Ladeschlussspannung liegt aber so um die 3,65 Volt und der Überladungsschutz erfolgt elektronisch (Balancer). Dafür gibt es bei diesem Typ faktisch kein "thermisches Durchgehen".

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 12:46
von riedrider
Interessant, dass ein Hersteller ein Elektronikbauteil vertreibt, für dessen Betrieb dann aber einen extra Überspannungsschutz benötigt wird. Ich denke die 2 Cent für eine Suppressordiode hätte man investieren können.
Das mit den Spannungsspitzen an sich habe ich im Bezug auf die Starterakkus nicht verstanden. Kurze stochastische Spitzen werden durch den Akku wie von einem großen Kondensator aufgefangen. "Längere" Spannungserhöhungen sollte die Elektronik im Balancer erledigen
Bei der Schutzschaltung ist neben der Diode noch ein ziemlich fetter Widerstand dabei, der garantiert nicht ins Gehäuse passt. Das Zeug wird aber ohne Auspreis geliefert. Ich bin kein Elektroniker aber im Enfield-Forum gibt es einen Schaltplan dazu.
Ein Balancer hat, zumindest was ich bisher gelesen habe, nur die Aufgabe die Zellen gleichmäßig zu laden. Zur Begrenzung der Lade- und Entladespannung zum Schutz vor Tiefentladung wird ein zusätzliches Lademanagement benötigt. So wird das zumindest des öfteren beschrieben. Aber wie gesagt, ich bin hier nicht der Fachmann.

Gruß
günter

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: So 21. Okt 2018, 18:51
von Volker FahrLässig
Moin,
bei Wiki sind die Aufgaben des Balancers recht einfach beschrieben. Da ist auch ein ziemlich vereinfachtes Schaltbild, aus dem die zellenselektive Verteilung, Reglung und Schutz beschrieben wird.
Da findet sich auch ein recht vereinfachtes Schaltbild. Netter ist das Schaltbild eines 36 Volt Fahrrad Akkus, aber den kann/darf ich hier nicht einstellen.

Das mit dem "fette" Widerstand in der Schutzschaltung des Tachos, ist mir neu, muss ich mir mal ansehen. Man lernt ja nie aus. Normalerweise macht man da zum Schutz von Spannungsspitzen, fast Transient usw. eine Array P6KE oder etwas vergleichbares rein. Das ist auch bei fast allen elektronischen Tachos aus dem Zubehör so, die ich bisher verbaut habe.

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mo 22. Okt 2018, 06:14
von riedrider
bei Wiki sind die Aufgaben des Balancers recht einfach beschrieben. Da ist auch ein ziemlich vereinfachtes Schaltbild, aus dem die zellenselektive Verteilung, Reglung und Schutz beschrieben wird.
Hier z.B. steht, dass man zum Schutz vor Überspannungen ein BMS benötigt und ein Balancer nur die gleichmäßige Ladung der Éinzelzellen sicher stellt:
http://www.i-tecc.de/support/lifepo4-ak ... tig-laden/
Das mit dem "fette" Widerstand in der Schutzschaltung des Tachos, ist mir neu, muss ich mir mal ansehen
Ist ein 150 Ohm 10 Watt Keramik-Widerstand. ich habe aber einen mit Alugehäuse verbaut, der macht auch bei den Anschlüssen einen etwas solideren Eindruck.
Die Schaltung findest du im RE-Forum, wenn du als Suchbegriff "Drehzahlmesser Schutzschaltung" eingibst.

Gruß
Günter

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mo 22. Okt 2018, 21:10
von Volker FahrLässig
Hab mir mal die Schaltung angesehen.
Ich denke, bei Fast Transient oder steilen Spannungsspitzen wird die Schaltung vermutlich nicht sicher funktionieren.
Die Schaltung ist auf etwas über 15 V typisiert. Kurzfristig wird da auch etwas mehr gehen als die angegebenen 50 Volt.
Die dargestellte Form ist eher bei etwas länger anhaltenden Spannungsüberhöhungen, die zum Beispiel auf einen defekten Regler zurückzuführen sind, geeignet.
Daher ist auch der Leistungswiderstand, der den Strom durch die Zenerdiode begrenzt, so üppig dimensioniert und der Hinweis mit angegeben, dass der Widerstand heiß werden kann.
Aber ich denke wir diskutieren gerade ein Problem, dass die CRF gar nicht kennt.

Grüße

Volker

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mo 22. Okt 2018, 21:19
von riedrider
Aber ich denke wir diskutieren gerade ein Problem, dass die CRF gar nicht kennt.
Das kann gut sein ;)

Gruß
Günter

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Mo 22. Okt 2018, 22:19
von langer
Randbemerkung.

z.B. die JMT links:
Da würde mich mal interessieren wie in diesen Kauf LiFePO4's eine Überstrom und Kurzschluss "Abschaltung" realisiert worden sein soll ?
Die haben keine. Wird in den Vorteilen (Nachteile tauchen in der Auflistung erst gar nicht auf...) ja auch geflissentlich nicht erwähnt.

Es würde bei den erforderlichen Entladeströmen einer solchen Starterbatterie zum einen Platztechnisch nicht gehen,
eine Halbleiterlösung scheitert am Spannungsabfall in der Betriebsart "Starten" an der zu niedrigen Grundspannung
und es würde von einer auswertenden Schaltung hier kaum zwischen Anlasserbetrieb (Anlaufstrom) und echtem Kurzschluss/Überstrom unterschieden werden können.

Es wird nur ein Balancing angegeben aber nicht einmal (was eigentlich längst oberste Pflicht bei allen Li-Ion artigen Sammlern ist) BMS ist vorhanden.

Will jetzt keinem Angst machen aber so sicher wie es in der Werbung der Hersteller von solchen Starterbatterien dargestellt wird ist es nicht.
Es gibt Starterbatterien die all diese Merkmale aufweisen, die brauchen aber erheblich mehr Platz als die oben genannten und kosten auch ab 500 bis über 1000 €.

Re: Batterietypen MD38 <-> MD44

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 18:32
von Volker FahrLässig
langer hat geschrieben: Mo 22. Okt 2018, 22:19 Randbemerkung.

z.B. die JMT links:
Da würde mich mal interessieren wie in diesen Kauf LiFePO4's eine Überstrom und Kurzschluss "Abschaltung" realisiert worden sein soll ?
Die haben keine.
Ja genau
und damit unterscheiden sie sich kein Stück von den handelsüblichen Bleiakkumulatoren.
Also so einen 12 Ah Bleisammler einfach mal kurzschließen kann nicht nur die Temperatur im Kurzschlusskreis nach oben treiben. :D :D

Zum Kurzschluss von handelsüblichen LiFePo Zellen empfehle ich
das hier


insbesondere den späteren Teil mit dem geöffneten Becher.