20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

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steffen
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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von steffen » So 9. Feb 2020, 23:40

2019 – Der Reiz des Neuen
Gleich im Januar machte ich mich an die Arbeit und zerlegte komponentenweise die Domi. Zur besseren Sortierung besorgte ich mir ein paar Vorratsdosen beim Discounter (waren günstig) und führte Buch welche Teile in welcher Dose deponiert sind. Manche Schrauben, insbesondere die von der Federbeinumlenkung und von der Verkleidung kannte ich durch meine häufigen Umbauaktionen bereits rückwärts und mit Vornamen. Aber andere Teile baute ich das erste Mal überhaupt ab. Ich war erstaunt wie gut die Schrauben aufgingen. Sie waren zwar teilweise recht fest, aber nicht festgegammelt. Und falls ich doch mal auf Probleme stieß, bekam ich hier von vielen Leuten wirklich sehr wertvolle Tipps, auch was die Beschaffung des richtigen Werkzeugs betraf. ;)
Die großen Baustellen waren das Ausbessern des Rahmens, der Austausch des Motors gegen den überholten Kickermotor und die Reinigung und Pflege der Steckverbinder und Kontakte an der Elektrik. Sämtliche Verschleißteile wurden außerdem erneuert. Und der ein oder andere Sturzschaden wurde gerichtet. Insbesondere war das Heck etwas schief und das Geweih, an dem Scheinwerfer, Cockpit und Verkleidung festgeschraubt wurden. Beide Teile hatte ich in gutem Zustand hier. Ein bisschen Luxus gönnte ich mir auch. Das Geweih und die Metallteile des Gepäckträgers ließ ich pulverbeschichten bei einer Firma aus meiner Ecke. Beim Geweih sieht man das zwar nicht wenn alles angebaut ist, aber als Korrosionsvorsorge sollte es taugen. Und der schöne schwarze Gepäckträger wertete die Domi ungemein auf. Der Preis fürs Pulvern war fair. Den kompletten Rahmen wollte ich jedoch nicht pulverbeschichten. Denn mir war klar, dass ich auch zukünftig mit ihr ins gelände fahren werde. Und da wäre es schade für jede Schramme, die der frisch gepulverte Rahmen bekommen würde. Außerdem hält der originale Lack so einiges aus. Am schlimmsten sahen eigentlich nur die Rahmenunterzüge aus. bei den seitlichen Rahmenrohren war lediglich der Lack von meinen Stiefeln abgescheuert. Die Grundierung war noch vorhanden. Somit begnügte ich mich beim Rahmen mit einer Teillackierung.
Also machte ich mich ans Werk.

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Da ich im vergangenen Herbst etwas gebummelt hatte, dauerte die ganze Aktion bis in den Mai hinein. Das hatte wenigstens den Vorteil, dass ich manche Dinge draußen erledigen konnte. In der Garage kam ich zwar mit meiner improvisierten Beleuchtung relativ gut zurecht, aber Tageslicht ist halt Tageslicht. ;)

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Parallel zur Domi-Wiederbelebung holte ich Anfang März meine "neue" Africa Twin ab. Was soll ich sagen? Endlich mal wieder ein Motorrad von Honda, noch dazu eine Reiseenduro, die mir ausnahmslos gefällt. Reiseenduros sind ja nicht unbedingt die schönsten aller Motorräder. Aber die neue Africa Twin sticht diesbezüglich sehr angenehm aus der Masse heraus. Ich musste lange darauf warten.
Für die erste spontane Ausfahrt mit der AT konnte ich Günther (Jocker35) und Micha (Mikas) ausm Forum gewinnen. Hogi und Bigi stießen kurzfristig auch dazu, um Hallo zu sagen, fuhren danach aber ihre eigene Runde zu Ende.

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Zwei Wochen später, es war mittlerweile April, war wieder die richtige Zeit für unsere Frühlingsausfahrt Südwest. Es ging, wie schon vor zwei Jahren, in den Odenwald. Da meine Domi noch nicht fahrbereit war, ließ sie sich von der AT vertreten. Insgesamt waren auf dieser Ausfahrt nur wenige Domis dabei. Von etwa 14 Teilnehmern fuhren nur drei Domis mit. Das konnten wir schonmal besser.

Ende April war ich mit dem Zusammenbau der Domi fast fertig. Fürs Hessler'sche Endurotraining hatte es mir leider nicht gereicht. Schade eigentlich, denn dieses Jahr war die Resonanz wieder deutlich besser. Es hatten sich überraschend viele aus unserem Forum gemeldet.

Aber dann, Anfang Mai, konnte ich den Kickermotor das erste Mal laufen lassen. Was hatte ich feuchte Hände vor lauter Aufregung? Ich wusste ja nicht, wie gut der Motor laufen würde. Es war praktisch ein Blindkauf. Aber mein Gefühl sagte mir, dass ich von Leuten, die schon länger hier im Forum aktiv sind, nicht übers Ohr gehauen werde. Ich sollte recht behalten. Der Motor lief wirklich sehr sauber.



Und in Kombination mit dem überholten Vergaser waren auch die Leerlaufschwankungen und Plopp&Aus-Syndrome weg. Auf ging es zur ersten Probefahrt.

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Die Fahrt verlief sehr zufriedenstellend. Allerdings gab es im Auspufftrakt irgendwo eine undichte Stelle. Ab und zu schoss die Domi beim Abtouren deutlich hinten raus.
Egal! Sie lief wieder. Und sie lief gut. Ich baute sie wieder zusammen. Mein Fuhrpark war wieder komplett, was ich in Form einer kleinen Foto-Session mit unseren Domis (Annas Nixe durfte auch ab und zu aufs Bild) und der AT festhielt.

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Die Motorradsaison war mittlerweile voll im Gange. Ich hatte ja noch ein weiteres "Projekt", nämlich die Organisation des diesjährigen Domitreffens. In einem Monat sollte es bereits stattfinden. Die Vorbereitungen hierzu liefen auf Hochtouren und insgesamt planmäßig. Nur die Tourplanung war noch offen, oder besser gesagt das Abfahren der Strecken. Ich wollte ja sicherstellen, dass die von mir ausgearbeiteten Routen auch tatsächlich so befahrbar sind. Ich hatte drei Touren ausgearbeitet: Eine nördliche Runde in Richtung Bad Kreuznach und den Donnersberg, eine südliche Runde durch den Pfälzer Wald und eine kurze Runde, die sich teilweise mit der südlichen Runde überschnitt. Günther begleitete mich auf meiner Erkundungstour. Ich nahm die Domi dafür. Es war in jeder Hinsicht die Generalprobe für unser Treffen. Ich baute unsere zu fahrende Route so zusammen, so dass wir möglichst viel von allen drei Touren abfahren konnten. Auf dem nördlichen Teil war in einer Ortschaft eine Baustelle, die ein Umplanen der Route tatsächlich erforderlich machte. Allerdings habe ich die Rechnung ohne die Bauarbeiter gemacht. Denn drei Wochen später, als wir die Strecke dann nochmal während des Domitreffens fuhren, ist die Baustelle gewandert. Und zwar genau in die Straße, die ich als Umleitung meiner ursprünglichen Route gewählt hatte. Somit standen wir erneut vor einer Baustelle. Jetzt war die Originalroute, so wie ich sie ursprünglich geplant hatte, wieder frei. Wenn man sowas als vorher schon wüsste...
Auch die Restaurants fürs Mittagessen während der samstäglichen Ausfahrten klapperten wir ab und klärten letzte Details. In Bad Münster am Stein probierten wir das Essen gleich an Ort und Stelle aus und reservierten anschließend für in drei Wochen für 20 Personen. Das hatte sogar ziemlich gut geklappt. ;)
Günther und ich hatten an diesem Tag insgesamt ein strammes Programm vor uns. Die Domi lief während der gesamten Fahrt sehr gut. Nur das Auspuffpatschen nervte mich immer noch. Ich hatte im Zuge der Restaurierung ein Auspuffpärchen einer anderen 88er Domi eingebaut, das ich noch im Keller liegen hatte und das eigentlich in besserem Zustand war, als das originale meiner Domi. Aber die Patscherei war mir suspekt. Ich musste als nochmal ran und wieder die ursprünglichen Endtöpfe anbauen. Bei denen wusste ich, dass sie dicht waren, sofern sie korrekt montiert wurden. Diese Arbeit schob ich aber zunächst noch eine Weile vor mir her. Am Ende des Tages waren Günther und ich gut 450 km gefahren.

Am Tag vor dem Treffen half mir Günther mit der Beschilderung auf der letzten Meile zum Rahnenhof. Diablo kam bereits heute an und war somit schon vor Ort. Mike und Marylin (Mike1972 und Skully) kamen an, während wir die Schilder aufbauten und letzte Vorbereitungen tätigten.
Und dann war er auch schon da, der große Tag. Oder besser gesagt: Das große Wochenende. Für Gedanken wie "hoffentlich geht alles glatt" war kaum Zeit. Hierbei vertraute ich aber auch auf die Erfahrung des Personals vom Naturfreundehaus Rahnenhof. Aber es war heiß an dem Wochenende. Sehr heiß. Ich hoffte, dass die Touren trotzdem machbar sind. Kurtl kam bei mir gegen Mittag vorbeigefahren. Und auch Murgtaldomi-Andy kam vorbei. Mit den beiden im Schlepptau machten wir uns zur Mittagszeit auf den Weg in Richtung Pfälzer Wald. Im Elmsteiner Tal trafen wir auf Jürgen (LC4_66). Der Tross aus drei roten und einer schwarzen Domi traf ca. 45 Minuten später auf dem Parkplatz am Rahnenhof ein.

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Die persönliche "Begrüßungszeremonie" zog sich über den gesamten Nachmittag und Abend, weil teilweise im Minutentakt die Leute am Rahnenhof eintrafen. Aber auf diese Weise hatte ich dieses Mal mehr Gelegenheiten und auch mehr Zeit, mal wirklich mit jedem Einzelnen ein paar Worte zu wechseln.
Als Veranstalter des Treffens kam ich dieses Mal um die Ansprache beim Abendessen nicht drumherum. :mrgreen: Man möge mir verzeihen, dass ich nicht so der Typ bin, der gerne im Mittelpunkt steht. Ich bin gerne der Märchenonkel, aber dann lieber im kleinen Kreis. ;)
Am nächsten Morgen fuhren die meisten von uns an einer der vier Ausfahrten mit.

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Stefan (990er) führte die Südrunde an; Sylvia (Mehrheit) und ich jeweils eine Nordrunde. Und dann gab es noch eine kleine Gruppe mit Mario (saruman), Hogi und Oli (Worldtraveller), die auch durch den Pfälzer Wald düsten. Die größte Gruppe waren diejenigen, die die kurze Runde fahren wollten. Das waren so viele, dass man sich entschloss, die Gruppe nochmal aufzuteilen. Somit führten Andreas-NRW und Günther (Jocker35) jeweils eine an. Aber leider nicht lange. Die BMW vom Günther machte recht bald schlapp. Somit übernahm Rüdiger mit seinem Wohnzimmer (Harley) die Gruppe und führte sie souverän über die teils verwinkelten Straßen im Pfälzer Wald. Die kleinste Gruppe leistete sich auch einen Ausfall. Mario bemerkte offenbar einen schleichenden Plattfuß am Vorderrad zu spät. Das führte dazu, dass seine Domi nicht mehr so einlenken wollte, wie Mario es gerne gehabt hätte. In einer Rechtskurve schlug er spitz in einer Mauer ein, bzw. nutze diese zum Bremsen. Glück im Unglück, dass gerade niemand entgegen kam, und dass er mit ein paar Schürfwunden, die er den Rest des Wochenendes wie eine Trophäe trug :mrgreen: , davonkam. Auch seine Domi kam mit einem blauen Auge davon. Ein kaputtes Windschild (unnötig), ein herausgefallener Blinker (ersetzbar) und ein paar Kratzspuren (alles Trophäen!) trug sie davon. Bei Stefan, Sylvia und mir gab es Gott sei Dank keine Ausfälle zu beklagen. Da meine und Sylvias Gruppe die längste Runde fuhren und am meisten Sight Seeing machten, vor allem am Donnersberg, kamen wir als letztes wieder zurück aufs Treffengelände. Der Abend klang aus mit viel Fleisch, Salate und noch mehr Benzingespräche. War Alkohol im Spiel? Die übliche Ramarunde, aber ansonsten hielten wir uns durchaus zurück.
Positiv überrascht waren wir alle über die große Anzahl Spontanbesucher, die mit ihren Domis aufkreuzten. Es gab unerwartet viele stille Mitleser im Forum, die aus der Region stammen. Als sie gemerkt haben, was für ein lockerer Haufen wir sind, haben sich die meisten gleich am nächsten Tag im Forum als Mitglied registriert. Und unsere italienischen Freunde waren auch wieder mit von der Party. Giuseppe (pinosauro) mit Fortunata, Cesare und Leandro hatten sichtlich Spaß am Treffen. Vor allem hat es mich gefreut, dass es Leandro dieses Jahr geschafft hatte, zu kommen. Ihn lernte ich 2018 auf dem italienischen Treffen kennen, und machte ihm damals unser deutsches Treffen ein bisschen schmackhaft.
Die Heimfahrt sonntags war eine Hitzeschlacht. Es war die Tage davor nur wenige Grad kühler. Aber diese waren entscheidend zwischen "geht-gerade-noch" und "Mir-ist-zu-heiß-zum-Fahren". Aber die Fahrt durchs Rheintal nach Hause war die Hölle. Die Luft, die mir ins Gesicht blies, hätte aus einem Fön auf Stufe 3 sein können. Zuhause angekommen riss ich mir sämtliche Kleidungsstücke vom Leib und fläzte mich in Emilias gefülltes Planschbecken. ;)

14 Tage später war ich mit Stefan (990er), seiner Freundin, Andreas_NRW, Sylvia, Rüdiger und Arno in den Vogesen unterwegs. Der Reiz des Neuen wollte es so, dass ich mit der AT fuhr. Wir hatten fünf Tage unseren Spaß auf französichen Straßen bei durchaus unterschiedlichem Wetter.

Weitere 14 Tage später durfte die Domi wieder an den Start. Die Summer Offroad Days lockten mich wieder nach Marisfeld. Die Domi durfte zum ersten Mal nach ihrer Wiederbelebung in ihren Offroad-Dress schlüpfen und die Stollenpellen aufziehen.
Das Wochenende war noch heißer, als vier Wochen zuvor beim Domitreffen. Bei 38°C zurrte ich die Domi auf dem Hänger fest und fuhr in der klimatisierten Dose nach Thüringen. Dort hatte es dann noch 33°C - 34°C, und es war sehr trocken und staubig.

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Die Domi lief wie am Schnürchen. Der Staub war jedoch teilweise unangenehm, vor allem auf der flacheren Anfängerstrecke. Aber dafür ließ sich die Crossstrecke überraschend gut fahren. Der Boden war griffig, aber trotz der Trockenheit noch nicht fest wie Beton. Von der Endurostrecke fuhr ich nur Teilstücke. Den Steilhang, an dem ich das Jahr zuvor scheiterte, schenkte ich mir dieses Jahr. Ich wollte mir Katastrophen jeglicher Art ersparen.

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Mitte August war da noch ein spezielles Treffen, dessen Zustandekommen mich sehr gefreut hat.
Anna und ich hatten die Leute aus dem Domiforum eingeladen, die zu unserer Hochzeit 2009 eingeladen bzw. als Überraschungsgäste gekommen waren. 2014 hatten wir schon einmal zu einem Jubiläumsgrillen eingeladen. Aber damals hatten einige leider keine Zeit und konnten nicht kommen. Aber dieses Mal, zum zehnjährigen Jubiläum, klappte es tatsächlich bei allen, mit Ausnahme von Ilona. Es kamen Leute wie z.B. Jürgen (die alten Forumshasen werden ihn noch kennen), den ich seit damals nicht mehr gesehen hatte. Auch Ulf (auch ihn kennen einige noch), dessen letztes Domitreffen 2013 im Hunsrück beim TB gewesen ist, hatte ich seit damals nicht mehr gesehen. Die Freude war groß, die alten Domigesichter wieder zu sehen. :)

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Schön war auch, dass viele unserer Gäste mit dem Motorrad kamen. Die Einfahrt stand voll mit Mopeds. Special Guest war TB, der Anna und mich vor vielen Jahren mal zum Fleischbatzenessen eingeladen hatte. Mit unserer Grillrevanche ist es leider lange nichts geworden. Daher war es uns eine besondere Ehre, ihn an diesem Abend dabei zu haben. Vor allem, weil er direkt im Anschluss in die Pyrenäen gefahren ist. Seine Honda NC700 war gesattelt und vorbereitet für die große Tour.

Für den September war eine Alpentour nach Südfrankreich geplant. Martin (Dobinator) auf seiner Domi, Frank (sdk6) auf seinem Yamaha TMax Roller sowie Sven, ein Arbeitskollege von mir auf seiner 1200er GS waren mit von der Party. Ich fuhr mit der AT. Ich hatte lange herumüberlegt, ob ich die Domi nehmen soll. Aber wir hatten keine Offroadeinlagen geplant, weil Martins Domi auf Sumo-Reifen fährt. Ansonsten hätte ich sie wahrscheinlich genommen. Mit dem Reifenprofil der Conti Trail Attack auf der Domi wäre es wohl eng geworden. Martin wollte am liebsten überall hin. Also habe ich uns eine "Best of Vercors und Französische Alpen"-Tour zusammengebastelt. Die Tagesetappen waren teilweise stramm. Aber wir meisterten sie. Wer mehr darüber wissen möchte kann meinen Reisebericht im Forum lesen: ALPENKRATZEN - RELOADED (No.6) 22.-28.9.19
Aber ich habe mir vorgenommen, für die nächste Tour nach Südfrankreich die Domi zu nehmen. Und es werden Offroad-Passagen dabei sein. Mir fehlt noch immer die Ligurische Grenzkammstraße und auch der Col du Parpaillon fehlt mir noch in meiner Pässesammlung. Wann und mit wem? Keine Ahnung, aber ich hoffe bald.

Aufgrund der Alpentour mit Martin und Frank, verschob sich der Termin der Herbstausfahrt weit in den Oktober hinein. Es war fast schon November, als wir uns zur Ausfahrt trafen. Aufgrund des späten Termins mitten im Herbst, an dem es in den Höhenlagen des Schwarzwaldes oder auf der Schwäbischen Alb gerne spontan ziemlich kalt und eklig werden kann, entschied ich mich für eine Runde über meine Hausstrecken im fast schon mediterranen Kraichgau und Zabergäu.

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14 Fahrer und Fahrerinnen grinsten auf dem Gruppenfoto um die Wette. Die 14. Fahrerin war gerade nicht zu sehen, weil sie das Foto machte.

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Die Tour an sich ist im hügeligen Niemandsland zwischen Odenwald und Schwarzwald natürlich weniger spektakulär, als in den genannten Mittelgebirgen. Aber auch in dieser Region finden sich einige nette Straßen mit netten Kurven. Zu Mittag gegessen wurde in einer Truckerkneipe. Es war wie immer sehr nett und kurzweilig.
Die Domi lief einwandfrei. Mittlerweile hatte ich auch die Auspufftöpfe wieder getauscht und die Krümmerschrauben leicht nachgezogen. Während der Tour hatte sie keine einzige Fehlzündung aus dem Auspuff. Ich hoffe, dass sich damit das Problem erledigt hat.

Hiermit bin ich mit meinen Erzählungen über das was ich so mit meiner Domi und dem Forum in den letzten 5 Jahren erlebt habe, am Ende angekommen. Seit der letzten Herbstausfahrt bin ich nicht mehr auf der Domi gesessen.
Mittlerweile haben wir den 09. Februar 2020. Ein Blick in den Fahrzeugschein der Domi verrät mir, dass ihre Erstzulassung heute vor 30 Jahren gewesen ist.
Happy Birthday, Domi!
Zu einer kleinen Jubiläumsrunde hat es heute leider nicht gereicht. Und mittlerweile fegt Sabine über Deutschland hinweg. Das heißt die kleine Ausfahrt lässt noch ein bisschen auf sich warten.
Ich bin gespannt auf die Ausfahrten, die dieses und auch die nächsten Jahre anstehen werden und welche davon ich mit der Domi bestreiten werde. Mit Euch hier aus dem Domiforum bin ich einfach am liebsten unterwegs. Ihr seid ein superangenehmer Haufen, den ich nicht mehr missen möchte. 8-)


Steffen

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Etnah » Mo 10. Feb 2020, 13:05

Boaah...was für'n Text. Ich musste mehrmals rauf und runter scrollen um zu sehen ob mir da was entgangen ist. Das schaffe ich nicht in der Mittagspause zu lesen. Ich reservieren es mir für die nächsten Abende. Da bin ich auf Seminar. Die Abende werden jetzt mit Sicherheit nicht langweilig.

Gruß Uwe

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Hogi » Mo 10. Feb 2020, 14:53

Steffen.jpg
Steffen.jpg (234.85 KiB) 894 mal betrachtet
Fast keine Veränderung!

...aber den Beitrag muss ich mal in Ruhe lesen.
Gruß
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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Borsti » Mo 10. Feb 2020, 16:39

Cooles Bild.
Dein Beitrag ist top geworden Steffen.
Gruß

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Nickless » Mo 10. Feb 2020, 18:59

Und wieder mal toll zu lesen.
Ich habe nun mal Pause gemacht und lese morgen weiter.
Eine kleine Berichtigung möchte ich machen. Bei meinem Unfall im Bärental war es leider keine Daumenprellung,
sondern eine Knochenfraktur mit Bandabriss. Deswegen konnte man den Daumen in Richtungen biegen, die sonst nicht funktionieren.
Bin mit dem rumbaumelndem Daumen noch über 200km nach hause gefahren. Chirurg meine nur, ja,ja, immer diese Mopedfahrer.
Doch nach der OP mit Titanstiften, war der Daumen nach ca. 7Wochen fast wieder fit.

Gruß von dem, der bald weiter ließt.
...was ich heute nicht mache, mache ich morgen, oder besser übermorgen, dann kann ich morgen das machen, was ich gestern nicht gemacht habe...

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Hogi
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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Hogi » Mo 10. Feb 2020, 22:06

So - gelesen und viel Freude dabei gehabt.
Vieles habe ich selbst nicht mehr auf dem Schirm gehabt.
Danke Steffen.
Gruß
Hogi 8-)

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von steffen » Di 11. Feb 2020, 09:06

Erstmal Danke fürs erste Feedback. :)
Nickless hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 18:59
Und wieder mal toll zu lesen.
Ich habe nun mal Pause gemacht und lese morgen weiter.
Eine kleine Berichtigung möchte ich machen. Bei meinem Unfall im Bärental war es leider keine Daumenprellung,
sondern eine Knochenfraktur mit Bandabriss.
Und ich dachte es sein nur eine Fleischwunde gewesen. :lol:

Danke, Rolf für die Korrektur. Ich werde es im Text oben bei Gelegenheit korrigieren.
Nachricht vom Moderator:
Erledigt.
- steffen
Gruß,
Steffen

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von Nergal » Di 11. Feb 2020, 12:38

Danke, Steffen, für die kurzweilige Lektüre, die mir den Vormittag versüßt hat. Domi forever! Auf die nächsten 5 Jahre!!!!!!

Es grüßt herzlich

Wolf-Ingo

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franova
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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von franova » Mi 12. Feb 2020, 08:26

Schöner Bericht ...Danke fürs Teilhaben lassen
einen Gruß aus Hessen :!:

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von hebel » So 8. Mär 2020, 17:10

Hallo Steffen,
habe diesen Beitrag erst heute gesehen und finde den Bericht einfach klasse!
Schöne „Lebensgeschichte“ mit und um deine Domi - echt top!
Solche Berichte mag ich sehr.
Bereue es fast meine Domi verkauft zu haben, freue mich aber auf die kommende Zeit mit der Transalp. 😉
VG aus Würzburg
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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von hebel » So 8. Mär 2020, 23:01

Bin‘s nochmal, boa was für ein Bericht, habe ihn erst jetzt durch und ich möchte am liebsten sofort eine Tour fahren.
Mega!!
Steffen, du solltest mal über einen Bericht für Motorrad Classic oder so nachdenken 😁😁
VG aus Unterfranken 8-)

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von steffen » Mo 9. Mär 2020, 08:18

hebel hat geschrieben:
So 8. Mär 2020, 23:01
Bin‘s nochmal, boa was für ein Bericht, habe ihn erst jetzt durch und ich möchte am liebsten sofort eine Tour fahren.
Mega!!
Steffen, du solltest mal über einen Bericht für Motorrad Classic oder so nachdenken 😁😁
Hallo Jo,

vielen Dank für Dein Feedback.
Freut mich jedes Mal, wenn ich zu lesen bekomme, dass der Bericht gefällt. :)
Ja, habe mir auch shcon überlegt, mal bei dem ein oder anderen Schreiberling anzufragen. Aber dazu durchgerungen habe ich mich noch nicht. ;)

Viele Grüße,
Steffen

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Re: 20 Jahre Dominator - meine persönliche Domi-Story

Beitrag von TB+ » Mo 9. Mär 2020, 10:34

Steffen, ungeschriebenes Gesetz:
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Gruß TB

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