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Kupplungserneuerung FMX650

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 19:44
von Nino
Guten Abend zusammen,
da die Kupplung in meiner FMX650 zu wünschen übrig lässt (rutscht, erhöhte Handkraft) werde ich diese demnächst erneuern.

Dazu noch 2 Fragen:
  • Gibt es Empfehlungen welcher Hersteller der Lamellen/Federn brauchbar ist? Ich bin bereits auf EBC Carbonlamellen gestoßen.
  • Gibt es Erfahrungungswerte, ob verstärkte Federn sinnvoll sind? (Standzeitverlängerung, ...)
  • Sind die Kupplungen von FMX und NX (was die Reibscheiben und Federn angeht) baugleich?
    Hier (https://forum.nx250.de/viewtopic.php?t= ... 40fb04ee0d) klang es stark danach, abseits von marginalen Unterschieden.
Ich werde die Reibscheiben ungeahnt des aktuellen Zustandes prinzipiell erneuern, da diese eine Weile im durchrutschenden Zustand gefahren sind, und dementsprechend verschlissen sind.
Kupplungzug werde ich auch neu verlegen, und gleich doppelt. Der Aktuelle hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht.

Danke für die Antworten, Gruß Johan

Re: Kupplungserneuerung FMX650

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 20:03
von Enola Gay
Hallo Johan;

Mache erstmal nur den Kupplungs-Zug neu (!) Sehr oft verschwinden dadurch andere Kupplungs-Probleme 'von_selbst' 8-) . :lol: .
Ich empfehle Dir an der Kupplung (genau wie an den Bremsen) nur originale Teile zu Verwenden (!)
Original-Teile sind vielleicht ein klein wenig teurer als Teile a.d. Zubehör - aber dafür funktionieren sie auch zuverlässig (!)

MfG. Herbert

Re: Kupplungserneuerung FMX650

Verfasst: Mo 23. Mär 2026, 22:07
von Vigorschrauber
Mache erstmal nur den Kupplungs-Zug neu
Ja genau. Das bringt auf jeden Fall was.
Hab an meiner FZR auch wegen hoher Handkräfte den K-Zug erneuert, war ein gewaltiger Unterschied. Weil alte der Zug beim Testen in unbelastetem Zustand keine erhöhte Reibung hatte und sich ganz geschmeidig in der Hülle bewegen ließ, wollte ich wissen, warum er so schwer geht. Habe die "Seele" rausgeholt: das Stahlseil reibt sich auf und dann pieksen auf fast der ganzen Länge die Stahlseilbestandteile heraus (Zeigefinger-Daumen-Test). Kein Wunder, daß das schwergängig war.

Bin auch Originalteile-Fan (wenn erhältlich).

Härtere Federn würde ich nur machen wenn nötig. Das würde wahrscheinlich die Betätigungskraft eher wieder erhöhen.

Viele Grüße
Vigorschrauber

Re: Kupplungserneuerung FMX650

Verfasst: Mo 23. Mär 2026, 22:52
von steffen
Kupplungszug fahre ich immer original. Lohnt sich meiner Meinung nach immer. Und ich wechsle auch immer komplett und nicht nur das Stahlseil.
Und Du schreibst, dass sie rutscht? Ab welcher Geschwindigkeit und in welchem Gang merkst Du das?

Gruß,
Steffen

Re: Kupplungserneuerung FMX650

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 03:16
von langer
Wenn der Zug schwergängig ist, kann das nicht nur mehr Handkraft bedeuten, sondern auch eine durchrutschende Kupplung verursachen.
Wenn die Kupplung richtig Drehmoment abbekommt, reicht schon die geringste Schwergängigkeit, nämlich dadurch wenn Excenter unten
deshalb nicht "völlig frei wird, mit Spiel", sondern die Stange am Ausrücklager da kein Spiel leicht anliegen lässt, damit sie durchrutscht.
Von Hand probiert/gedreht merkt man das nicht, meint man die Kupplung schliesst trotzdem einwandfrei, aber wehe, wenn sie in dem Zustand Drehmoment verkraften soll.

Mir ist das mal so richtig aufgefallen, als ich beim beschleunigen mit dem Absatz nur leicht an den Excenter-Hebel tippte.
Da wollte sie "unter Vollgas" sofort durchdrehen.
Das glaubt man nicht, da der Hebel unten durch die fehlende Untersetzung des Handbebel mit blossen Fingern so schwer geht,
das man da ansonsten mit den Fingern gar nichts auszurichten vermag, sich nichts rührt. Unter Last reicht aber tatsächlich schon ein leichter Druck.

Wenn alles wieder schön leicht geht, das Spiel stimmt (wie gesagt, unten ist ein kleines Spiel wichtig, nicht alleine bloss das oben am Handhebel)
und sie trotzdem noch schlupft, sollte man allerdings wirklich die Federn erneuern.