130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

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130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von langer » Di 7. Mai 2019, 20:37

Da ich dringend neue Schlappen brauche und es die Anakee II (an anderer Stelle schon berichtet...) nicht mehr gibt,
sorge ich mich jetzt bei den alternativen Reifen dieser Grösse wegen meines etwas "verworrenen Eintragungstext" der Eintragung des 130er damals in meinen Papieren.

Was lest ihr denn aus diesem (für mich etwas) verworrenen Text heraus.
Kann/darf ich jeden anderen 130er fahren oder sieht das nach "Problemen" bei der nächsten HU (oder Polizei) aus wenn keine Anakee mehr drauf sind ?
Was meint ihr ?
.
Fahrzeugschein Auszug Eintragungstext.jpg
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von langer » Di 7. Mai 2019, 20:50

Muss noch etwas in puncto Freigaben (so etwas steht da ja auch bei mir im Text) erwähnen.
Wenn es stimmt (diese Info gab mir heute ein Tüv Prüfer...) sollen Freigaben für andere als die Original eingetragenen Grössen angeblich in kürze nicht mehr akzeptiert werden.

Da am Ende des Text (bei mir) erwähnt wird das ich alle Grössen, für die auch eine Friegabe für die alte Transalp (PD06) existiert fahren könne...
da kommt mir das Thema, das diese in Zukunft nicht mehr akzeptiert werden würde... ganz übel hoch...
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von dieCobra » Di 7. Mai 2019, 20:56

also ich lese
O. ANDERE HERST. U. TYP. M. FREIG.F. KRAD........
in solchen Fällen fahre ich zur DEKRA und frage nach mit der Unsicherheit, das der Prüfer mal ne schnelle Runde mit der Domi fahren will. :lol:

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von dieCobra » Di 7. Mai 2019, 20:58

langer hat geschrieben:
Di 7. Mai 2019, 20:50
Muss noch etwas in puncto Freigaben (so etwas steht da ja auch bei mir im Text) erwähnen.
Wenn es stimmt (diese Info gab mir heute ein Tüv Prüfer...) sollen Freigaben für andere als die Original eingetragenen Grössen angeblich in kürze nicht mehr akzeptiert werden.

Da am Ende des Text (bei mir) erwähnt wird das ich alle Grössen, für die auch eine Friegabe für die alte Transalp (PD06) existiert fahren könne...
da kommt mir das Thema, das diese in Zukunft nicht mehr akzeptiert werden würde... ganz übel hoch...
NX davon gehört.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von riedrider » Di 7. Mai 2019, 21:21

in kürze nicht mehr akzeptiert werden.
Ist auch heute schon so, obwohl es (noch) eine Grauzone ist. Hatte letzten Monat auch extreme Schwierigkeiten, bei der Prüfstelle, die vor 2 Jahren beim gleichen Mopped keine Probleme damit hatte...
Etwas Lesestoff dazu:
https://www.wdk.de/reifen-positionen-un ... fentechnik
Wenn die andere Größe aber schon in den Papieren steht sollte das kein Problem sein.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von steffen » Di 7. Mai 2019, 22:00

Langer, was sorgst Du Dich?
Du hast doch den 130er schon eingetragen? Und die Bedingungen, die damit geknüpft sind, sind ja wohl mehr als liberal. Ich zitiere Deinen Kfz-Schein: "auch genehmigt: 130/80R17 65S. Nur Reifen von einem Hersteller gemäß Fahrzeug-ABE oder Michelin T66 / T66X oder Michelin Anakee oder andere Hersteller und Typ mit Freigabe für Krad Honda Typ RD08 oder für Krad Honda Typ PD06"
Denen geht es doch nur darum, noch mehr Geld für Eintragungen zu kassieren. Das heißt Du kommst mit einer Freigabe für einen Reifen für Dein Moped zum TÜV, aber die Größe steht noch nicht im Schein. Also knöpfen sie Dir ein paar Euro extra ab und tragen die Größe ein. Aber da das bei Dir schon der Fall ist, brauchst Du meiner Meinung nach nichts befürchten.

Das Thema steht auch in der aktuellen Motorrad 10/2019. Ich zitiere daraus Herrn Christoph Gatzweiler, Technikchef des Industrieverbands Motorrad, IVM e.V.:
"Wir sind dabei, einen für alle Seiten machbaren Weg zu finden." Ein denkbarer Kompromiss wäre (...) in solchen Fällen künftig eine einmalige Anbauabnahme für die zusätzliche Reifengröße seitens der Prüforganisationen vorzunehmen und dann mit der Bescheinigung beim nächsten Besuch der Zulassungsstelle zur An-/Ab- oder Ummeldung eben auch die Zulassungspapiere gleich mit anpassen zu lassen. "Diese Änderungsabnahme kostet einmalig rund 50 Euro, und damit hätte man dann dauerhaft Rechtssicherheit."

So schauts aus. :roll:

Gruß,
Steffen

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Tolek » Di 7. Mai 2019, 22:10

Gibt es wenigsten ne gute Ausrede , warum der ganze Mist angeleiert wird ?Z.B significkanter Anstieg von Motorradunfällen mit Übergrössen trotz Freigabe bla bla bla :?: :?

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Enola Gay » Di 7. Mai 2019, 22:11

Guuude Klaus - der PI hat damals nach 'Zeichen' abgerechnet :mrgreen: - Du kannst dir einen Reifen dieser Dimension aussuchen, - der eine Freigabe für die RD08 besitzt - und da sollte sich einiges finden ;). Der Eintrag mit der PD06 ist natürlich 'Schwachsinn' und hat in deinem Fzg.-Schein nicht die geringste Gültigkeit:

Auf dem Reifen-Sektor ist z.Z. einiges im Umbruch, zumindest nach Mitteilungen in der Fach-Presse. (also noch möglichst lange Warten 8-))

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Tolek » Di 7. Mai 2019, 22:19

Was wird denn noch so ausgebrütet Herbert ?

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Enola Gay » Di 7. Mai 2019, 22:39

Tolek hat geschrieben:
Di 7. Mai 2019, 22:19
Was wird denn noch so ausgebrütet Herbert ?
Die Prüf-Organisationen suchen einfach nach Möglichkeiten ihr Salair aufzubessern, nachdem die Hoheit TüV (West) und DEKRA (Ost) den Bach runter ist :( .
Und sie haben ziemlichen Einfluss bei der Politik z.B. durch die 'Selbstbeweihräucherung' beim jährlichen 'Verkehrsgerichtstag-Goslar' - was dort mehrheitlich diskutiert/beschlossen wird - das wird in Berlin automatisch 'Durchgewunken'.
Augenblickliches 'High-Light' ist wohl die Diskussion um die Elektro-(Tret-)Roller - da hat Heute unser Bundes-Verkehrs(Wichtel) ziemlich heftig zurückrudern müssen - kann man ja verstehen - man möchte ja für eine weitere Amtszeit wiedernominiert werden;

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Saruman » Di 7. Mai 2019, 23:17

Kann o.g. nur bestätigen. Da der 130er eingetragen ist, muß nur noch eine Freigabe für den von dir ausgesuchten Reifen vorhanden sein. Viele Hersteller haben die und bieten sie kostenlos auf ihrer Homepage zum Download an. Such dir also einen Reifen aus, schau ob es eine Freigabe gibt und gut ist. Die muss dann allerdings auch theoretisch immer mitgeführt werden. Hat bei mir noch nie jemand sehen wollen, aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst...
Die Reifenbindung in den Papieren steht auch eigentlich schon seit längerem nicht mehr drin.
Gruß Mario

Manchmal kann man nichts machen, ....außer weiter....

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von langer » Mi 8. Mai 2019, 00:54

Danke euch für eure Infos.
Saruman hat geschrieben:
Di 7. Mai 2019, 23:17
...Da der 130er eingetragen ist, muß nur noch eine Freigabe für den von dir ausgesuchten Reifen vorhanden sein...
Gerade die Sache mit den Herstellerfreigeben "soll" (sofern das stimmt was der Prüfer gesagt hat) aber bald nicht mehr akzeptiert werden.

Der Textteil "in meinem Schein mit Freigabe ...
...oder andere Hersteller und typen mit Freigabe für Krad Honda Typ RD08...
lässt da m.M.n. leider "Spielraum zu verschiedenen Auslegungen" zu. Genau das macht mir Sorgen.

Habe schon erlebt das Eintragungen irgendwann später oder gar schon bei der nächsten HU alleine nur wegen einer "Formulierung",
die einem anderen Prüfer nicht passte nicht nur angezweifelt, sondern als nicht Rechtsgültig erklärt, die Plakette verweigert wurde.
Einmal sogar mit dem Spruch... eigentlich dürften sie hier gar nicht mehr von Hof fahren...

Nur damit ihr wisst das meine Sorgen über die Unsicherheit von sogar schon erfolgten Eintragungen, nicht ganz unbegründet sind:

War ja heute mit einem Auto zur HU. Das hatte vor 2 Jahren eine Eintragung von Felgen/Reifen, die von einem Kollegen des heutigen Prüfer eingetragen wurden.
Der Prüfer heute meinte unbedingt den Spruch loslassen zu müssen das "er" dies so nicht eingetragen hätte...

Ich glaube sogar (hab leider ein besch... Gedächtnis für Gesichter, aber an der Art wie der sich heute verhalten hat)
das dies heute der Prüfer war der mal einen riesen Rallo wegen der Lenkerhalterung (hatte das hier berichtet) meiner Domi veranstaltet hatte.
Wenn der das war (so langsam werde ich mir da immer sicherer, das war ein Choleriker und wichtigtuer, zumindest das habe ich nicht vergessen)...
so einer kann einem jederzeit beim nächsten Tüv begegnen.
Grüsse langer 8-)
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von sredju » Mi 8. Mai 2019, 02:28

Wasfür Gesetzgebung.
Bei uns gilt, von M8torradhersteller angegebene Dimension beachten, danach jeden Reifen in der Dimension, müssen nur beide weder radial oder diagonal sein.
Können sogar 2 verschiedene Reifenhersteller kombiniert werden.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von riedrider » Mi 8. Mai 2019, 06:14

Es ist reine Geldmacherei. Der TÜV Nord hat vor ein paar Jahren damit angefangen und jetzt, wo das TÜV/Dekra-Monopol gefallen ist, spielen die anderen Prüforganisationen auch mit.
Hier wird noch geschrieben, dass man statt zum TÜV wo anders hin gehen soll:
https://www.mopedreifen.de/News/Wichtig ... html?id=39
Nachdem sich alle Prüforganisationen am 18.09.2018 bei der 166. Sitzung des Bund­ Länder-Fachausschusses „Technisches Kraftfahrwesen“ (BLFA-TK) wohl einig geworden sind (siehe das PDF vom WDK aus dem Link in meinem anderen Beitrag), ist es damit auch vorbei. Ich bin immer beim KÜS und auch hier geht es nicht mehr "reibungsfrei".
Und man beachte dieses Zitat aus dem obigen Link:
Besonders erfreulich ist, daß der TÜV sich wohl bereit erklärt, anhand der erstellten und durch den TÜV selber umstrittenen Freigabebescheinigung, zukünftig gegen ein kleines Zusatzentgelt, die Dienstleistung zu erbringen, diese Alternativgröße als zulässig einzutragen.
Das wurde auch schon so praktiziert, wie ich aus einem Nachbarforum erfahren habe.
Das in dem PDF vom WDK erwähnte Schreiben des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vom 01.07.2008 findet man im www (leider nur) hier:
https://www.yumpu.com/de/document/view/ ... reifende/3
Ich habe es als PDF, ist aber sehr groß (ich glaube um die 10 oder mehr MB).

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Mehrheit » Mi 8. Mai 2019, 08:01

Zitat in Steffen's Beitrag von Christoph Gatzweiler: "und damit hätte man dann dauerhaft Rechtssicherheit."

Ja-ne-is-klar, und der Weihnachtsmann bringt die Ostereier.......


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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Akaoni » Mi 8. Mai 2019, 08:10

Moin,

Meine Meinung als Rookie (gestern frischen TÜV):

@Langer:
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich auf zwei Sachen verlassen:
A) rechtlich werden alte Sonder-Einträge des TÜVs aufgehoben, da nach geltendem Recht so nicht mehr anwendbar
B) du alle Reifen fahren kannst auch ohne Eintragung wenn du die ABE des Herstellers hast und bei dir führst.

Beispiel ABE von Conti für die RD08:
Du könntest vorne nen TKC 80 draufziehen ubd hinten nen 130er TKC70, da das die ABE des Herstellers für dein Motorrad hergibt.

Gleiches gilt für austragung der Reifenbindung, die jederzeit durch jeden Prüfer wieder gestrichen werden darf.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Nickless » Mi 8. Mai 2019, 08:46

Hatte auch vor kurzem HU Abnahme. Bei der GTÜ. Sind genau, aber ganz nette Kerls. Mir hat man es auch so erklärt, Reifenfreigabe vom Hersteller, trotz deren kostspieligen Tests für diese Freigaben, akzeptieren TÜV und Dekra das nicht mehr. (Geldmacherei) Ist ja klar, viele wandern zu KÜS u. GTÜ ab. Der verlorenen Einnahmen müssen irgendwie kompensiert werden. Und da die Beiden eine Monopolstellung haben, ist das dann ein Einfaches. Meine Prüfer sind auch der Meinung: Abzocke! KÜS u. GTÜ dürfen, zumindest bis jetzt, solche Ein- oder Umtragungen nicht ausführen.
Der Prüfer bei der HU: Das können die Kunden nicht alle wissen und so fahren sie nun mit nicht eingetragenen Reifengrößen rum. Normaler weise müsste er mir die Plakette verweigern, aber weil er das Spiel von den Monopolisten nicht mitspielt, hat er mir die Plakette aufgeklebt. Argument : der Reifen hat vor dieser Regelung gepasst und er passt immer noch.
...was ich heute nicht mache, mache ich morgen, oder besser übermorgen, dann kann ich morgen das machen, was ich gestern nicht gemacht habe...

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von steffen » Mi 8. Mai 2019, 09:08

Nickless hat geschrieben:
Mi 8. Mai 2019, 08:46
Hatte auch vor kurzem HU Abnahme. Bei der GTÜ. Sind genau, aber ganz nette Kerls. Mir hat man es auch so erklärt, Reifenfreigabe vom Hersteller, trotz deren kostspieligen Tests für diese Freigaben, akzeptieren TÜV und Dekra das nicht mehr. (Geldmacherei) Ist ja klar, viele wandern zu KÜS u. GTÜ ab. Der verlorenen Einnahmen müssen irgendwie kompensiert werden. Und da die Beiden eine Monopolstellung haben, ist das dann ein Einfaches. Meine Prüfer sind auch der Meinung: Abzocke! KÜS u. GTÜ dürfen, zumindest bis jetzt, solche Ein- oder Umtragungen nicht ausführen.
Der Prüfer bei der HU: Das können die Kunden nicht alle wissen und so fahren sie nun mit nicht eingetragenen Reifengrößen rum. Normaler weise müsste er mir die Plakette verweigern, aber weil er das Spiel von den Monopolisten nicht mitspielt, hat er mir die Plakette aufgeklebt. Argument : der Reifen hat vor dieser Regelung gepasst und er passt immer noch.
Ganz schräge Argumentation.
Welchen Reifen in welcher Dimension fährst Du?

Gruß,
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Nickless » Mi 8. Mai 2019, 09:30

Heidenau K60 Scout , vorn 90 hinten 130
...was ich heute nicht mache, mache ich morgen, oder besser übermorgen, dann kann ich morgen das machen, was ich gestern nicht gemacht habe...

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von LC4_66 » Mi 8. Mai 2019, 09:35

Ich fahre die gleiche Reifenkombi wie Rolf, sowie das Wetter passt brauche ich auch eine neue Plakette und werde wie immer zur GTÜ im Nachbarort fahren. Mal sehen was die sagen.
Gruß

Hans-Jürgen

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von langer » Mi 8. Mai 2019, 09:58

Auch wenn das jetzt bei dem ein oder anderen noch gut geht, ist das Problem doch ein anderes, grundsätzliches.

Es kann doch nicht sein das bestehende Eintragungen und Regelungen (und auch Freigaben von Herstellern) nun nicht mehr rechtens sein sollen.

Man hat dafür bezahlen müssen dass dies, wie es der Gesetzgeber vorschreibt ein anerkannter Prüf Ing an anerkannter Stelle geprüft, abgenommen und eingetragen hat
(von den anderen Gebühren die die Zulassungsstelle dann auch noch kassiert hat mal ganz zu schweigen).
Wenn das jetzt alles nichts mehr Wert ist, nicht mehr gilt, hätte man das auch selbst oder vom Bäcker im Ort machen lassen können.
Zuletzt geändert von langer am Mi 8. Mai 2019, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von dieCobra » Mi 8. Mai 2019, 09:58

Nickless hat geschrieben:
Mi 8. Mai 2019, 09:30
Heidenau K60 Scout , vorn 90 hinten 130
dto. bin damit sehr zufrieden. Meine Frau möchte auch keinen anderen mehr fahren.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von jakobjogger » Mi 8. Mai 2019, 10:07

Sucht euch doch einfach mal einen gescheiten Prüfer. Dann hat man diese Probleme nicht.
@Langer: Deinen Schein verstehe ich so, dass du alles in den Dimensionen mit entsprechender Freigabe fahren kannst. An meinen Motorrädern ist es ähnlich. Habe weder beim Prüfer noch bei der Rennleitung je Probleme gehabt.

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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von Wetterau-Domi » Mi 8. Mai 2019, 11:49

Die einzigen Reifenhersteller, der Dir einen Hinterradreifen in 130/80-17 65 S,H oder T freigeben, sind:

Heidenau (K60 Scout und andere)
https://de.reifenwerk-heidenau.com/modu ... ahrzeugtyp

und Conti (Trail Attack 2, TKC 70 und TKC 80)
http://www.reifen-freigaben.de/tireappr ... ml?lang=de#

Immerhin eine gute Auswahl. Den K60 fahre ich auf der XT660R, bisher habe ich nichts auszusetzen.
Bei Bridgestone, Conti, Dunlop, Metzeler/Pirelli und Michelin ist nur die Grösse 120 freigegeben.

Den 130er - Eintrag hast Du, also kannst Du ihn meiner Meinung nach auch auch nutzen. Willst Du 100%ige Sicherheit, nimm die Seriengrösse.
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Re: 130/80 ist zwar eingetragen, aber wie sicher ist das noch ? Bräuchte mal euren Rat.

Beitrag von steffen » Mi 8. Mai 2019, 11:52

Für die RD02 gab es früher mal eine Freigabe für den Pirelli MT60 in 130er Größe.

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