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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Fr 8. Mai 2026, 08:53
von Mehrheit
Die Naben sind eher "Geschmackssache"
Berichte bitte später, wie die Bremsscheiben ihre Arbeit verrichten.
Sind ja doch etwas außergewöhnlich
LG Sylvia
PS: Speichen haste auch toll geputzt

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Fr 8. Mai 2026, 09:49
von sergejt
Mehrheit hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 08:53
Die Naben sind eher "Geschmackssache"
Berichte bitte später, wie die Bremsscheiben ihre Arbeit verrichten.
Sind ja doch etwas außergewöhnlich
LG Sylvia
PS: Speichen haste auch toll geputzt
Hehe, ja absolut Geschmacksache.
Die Räder sind komplett neu eingespeicht mit Edelstahlspeichen

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Fr 8. Mai 2026, 11:57
von Domi90
Sergej
Die Naben, wie auch der Rest sind mir auch aufgefallen,,,,aber ich fahre ja auch damit...und meine ist sicher nicht auf Hochglanz

Müsste ich jedes mal diese nach bissel Off so putzen das sie glänzen, würde ich das Putzen als Hobby haben und nicht mehr Motorradfahren.
Finde deinen Bericht und deine Arbeit aber sehr schön und prof. gemacht.
Gruss Gian
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 21:23
von sergejt

Ein kleines Lebenszeichen...
Der beschnittene Rahmen ist bei der chemischen Entlackung. So wird auch der Öltank, für das spätere Pulvern, schön sauber. Demnach kann bald das neue Heckstück ran - habe mich für einen Loop mit leichter Erhöhung entschieden:
Heute habe ich mich mit dem Fahrwerk beschäftigt. Die Umlenkhebel habe ich zerlegt, vorgereinigt, US-Bad gereinigt, geschliffen und lackiert. Die Nadellager sowie die Dichtungen sehen noch gut aus, genauso die Buchsen - wird alles mit neuen Langzeitfett rückmontiert. Erfahrungsgemäß lassen sich die Lager sowieso schlecht austreiben und kosten alle zusammen ein Schweine Geld - zum Glück sah alles gut aus. Folgend paar Bilder:
Die Gabel habe ich zerlegt und gereinigt. Das Öl sah soweit garnicht so schlecht aus, dennoch war sehr viel hartnäckiger Schnutz im unteren Teil. Gleitbuchsen/ringe kommen neu - die alten sind verschlissen, siehe Foto. Die Federn haben nach 14tkm noch ihre 600mm, allerdings werde ich sowieso 660mm Federn von YSS einsetzten, damit die Domi vorne auch höher kommt. Die Standrohre gehen die Woche zu Menze zum Glasperlenstrahlen:
Genauso gehen die XR600 Gabelbrücken weg zum Glasperlenstrahlen. Die Schwinge geht auch mit und wird gestrahlt und gepulvert - wahrscheinlich im "Starsilver Sarin", also Alu Optik.
Dann hoffe ich schnellstmöglich mit den Schweißarbeiten fertig zu werden. Hier inbegriffen ist eine passende Tankhalterung sowie einzelner Dekor/Verkleidungshalter.
Weitere Einzel Bilder folgen im nächsten Beitrag, da man auf 10 Bilder limitiert ist.
Beste Grüße und bis hoffentlich bald!

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 21:33
von sergejt
Rahmen vor dem Entlacken:
Gabel zerlegt + Teile welche zu Menze gehen:
Buchsen Umlenkung Federbein:
Schwinge:
Gabelbrücken:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 21:44
von langer
Sehr schöne echte Restaurationsarbeit. Gefällt mir.
Und knickfrei Rohr biegen kannst auch.

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 16:15
von sergejt
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 17:06
von langer
Schön geworden. Jetzt wäre noch die Gelegenheit für Schmiernippel.
Andererseits, wenn die Wellendichtungen gut und dicht sind, ist das mehr Wert.
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 20:56
von sergejt
Die ca. 130 Nadeln haben ihren Weg zurück in die aufgefrischte Umlenkung geschafft. Die kleinen biester sind magnetisch, daher behilft man sich beim einsetzten am besten fürs "einfädeln" mit einem nicht-magnetischen Schlitzschraubendreher sowie fürs zurückholen wenn mal einer nach innen verschwindet mit einem ganz kleinen magnetischen welcher gerade so eine Nadel trägt, und die anderen nicht mit ins Feld zieht.
Meine Vorgehensweise - erstmal innen alles Fetten sowie die Fettkammern füllen. Ich vertraue bei der Umlenkung, Lenkkopf sowieso Schwinge auf Liqui Moly LM46 Langzeitfett.
Ich habe immer drei Nadeln gleichzeitig eingefädelt, die letzten drei dann einzeln. Wenn eine Lagerseite gefüllt war dann nochmal oben mit einem feinen Pinsel gefettet und die Buchse bis zur Mitte durch gesteckt - dann die andere Lagerseite.
Es ist ein Segen das die verwendeten Lager ohne Innenring ausgeführt sind, man diese so besten reinigen und neu fetten kann. Wenn man besser aufpasst als ich, spart man sich auch die Suche nach der Nadel (im Heuhaufen) auf dem Werkstattboden.
Anbei paar Bilder:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 21:33
von langer
Ein ähnliches (grau = MoS₂), nur ein anderer Hersteller, verwende ich auch immer bei Nadel, Kugel, Kegellager.
Wenn alles schön dicht bleibt, hält das ne Ewigkeit.
Die Simmerringe sehen so frisch und neu aus. Waren die von Honda ?
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 22:07
von sergejt
langer hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 21:44
Und knickfrei Rohr biegen kannst auch.
Die Loorbeeren kann ich leider nicht annehmen - der Loop kam fast so bei mir an. Habe ich nicht alles selber gemacht.
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 22:09
von sergejt
langer hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 21:33
Die Simmerringe sehen so frisch und neu aus. Waren die von Honda ?
Die Simmerringe haben mich auch erstaunt - die sind noch Original. Allgemein waren in den Lagern und vorallem in den Fettkammern noch fast frisches Fett.
Und eingetütet für die Remontage:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 22:13
von sergejt
Morgen geht es an die Bremsen. Ich hatte mal erwähnt das ich die Nissin durch Brembo tauschen werde. Hier habe ich vor über einem Jahr einen vollständigen alten Satz ergattert. Leider habe ich auf Anhieb nicht die Kolben gezogen bekommen - hier muss ich mir morgen mit Druckluft und dichter Druckluftzufuhr helfen. Die Bremspumpe hinten sieht übel aus, aber das werden wir schon retten können. Auf den ersten Blick habe ich online passende Reparatursätze gefunden... aber erstmal zerlegen, reinigen & begutachten.. folgend paar Bilder:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 22:55
von langer
Das Gehäuse sieht innen schon recht übel aus. Käme drauf an wie tief die Alu-Blühte da schon ist.
Warum Nissin durch Brembo tauschen ? Die Nissin sind qualitativ nicht schlechter (m.M.n. vom Material, Verarbeitung, Toleranzen sogar hochwertiger).
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 23:00
von sergejt
Ersatzteile sind tatsächlich alle verfügbar:
Brembo Bremssattel vorne:
Brembo Pumpe vorne:
Brembo Bremsattel hinten:
Brembo Pumpe hinten:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Do 27. Aug 2026, 23:04
von sergejt
langer hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 22:55
Warum Nissin durch Brembo tauschen ?
Der Brembo Schriftzug/das Logo strahlen Qualität und Bremsleistung aus

und als Suzi Schrauber kann ich vorallem den alten Nissin Schriftzug nicht ertragen.
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 02:24
von langer
Bei mir ist es genau anders rum. Brembo steht für mich heute für, "wir lassen fertigen, wo es günstig ist" und diversen negativen Erfahrungen von früher.
Ja, es hat sich gebessert, aber in den 80ern war Italo Brembo schrecklich billiges Zeugs. Schon alleine der Guss der Sattel hat an die unsäglichen Motorblöcke von z.B. Piaggio erinnert.
Zum einen stehe ich auf J Qualität und dann waren früher auch noch gerade immer sämtliche Spitzenmodelle von Honda (z.B. Fireblade, XX usw.) mit Nissin bestückt worden, mit Brembo eher die günstigeren.
Wenn man tief in die Materialkunde und in die Verarbeitung guckt, ist das ähnlich wie Keihin zu x,y... Vergasern.
Die anderen funktionieren auch, aber schon alleine die Guss Quali, Material und Verarbeitung von Keihin ist, nicht zuletzt was die Haltbarkeit betrifft, eine andere Welt.
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 13:44
von sergejt
Ich hab mich heute doch erstmal der Nissin Anlage gewidmet.
Die Kolben gingen teilweise erst nach dem heißen Ultraschallbad raus mit Druckluft. Die Kolben sehen alle i.O. aus und können mit neuen Dichtungen wiederverwendet werden.
Nach erster grob Reinigung gingen die Gusteile ins Ultaschallbad, manuelles Nachreinigen, dann wurden sie geschliffen & maskiert. Bei Bremsen habe ich sehr gute Erfahrungen mit 2K Bremsattellack von FOLIATEC zum Streichen gemacht. Ich verwende es aber nur als Grundierung. Trage es mit dem Pinsel fest und satt auf, lasse es für 1-2 Wochen trocken und schleife es danach nochmal mit 800er und 1000er bevor ich mit Bremssattellack aus der Dose die Deckschicht auftrage. Das hält dann ewig und verliert die "Streich-Optik". Alternative wäre natürlich Pulvern - das Kleingeld hiefür hebe ich für die Brembos auf. Anbei paar Bilder. Nicht erschrecken, vorallem nass sieht das gestrichene ziemlich kacke aus - am Ende sieht man davon natürlich nichts.
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Mo 31. Aug 2026, 20:53
von sergejt
Abend Liebes Forum,
mein Rahmen ist vom entlacker zurück. Morgen wird nochmal geflext, geschliffen und geschweißt. Alle mit edding markierten Bereiche kommen weg:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 00:06
von langer
Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt für Schlauchstutzen für ein Ölstand-Schauglas (Schlauch).
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 06:45
von sergejt
langer hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 00:06
Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt für Schlauchstutzen für ein Ölstand-Schauglas (Schlauch).
Kommt, wenn ich die genaue Position vom Tank bestimmt habe

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 07:36
von Kakadu99
Und nicht die Mutter von der oberen Federbeinverschraubung vergessen festzuschweißen wenn das nicht schon geschehen ist

Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 07:45
von sergejt
Kakadu99 hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 07:36
Und nicht die Mutter von der oberen Federbeinverschraubung vergessen festzuschweißen wenn das nicht schon geschehen ist
Danke, hab ich Ende 2023 bereits erledigt
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 11:47
von sergejt
Alles überflüssige ist nun weg:
Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992
Verfasst: Di 1. Sep 2026, 14:27
von sergejt
Heck- und Tankposition sind definiert: