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FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 08:24
von Freddy24
Hallo zusammen,
und herzlichen Dank für die Aufnahme hier in das Forum.
Ich habe ein Problem mit dem originalen Vergaser an der FMX 650 und vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben.
Vor ein paar Wochen habe ich mir eine FMX 650 aus 2005 mit 6.000km Laufleistung und komplett im Originalzustand zugelegt.
Die FMX hatte ein paar Jahre gestanden, allerdings hatte der Vorbesitzer vor dem Kauf das alte Benzin usw. abgelassen, Öl und alle Filter gewechselt.
Mit dem Motorrad bin ich zwischenzeitlich auch schon knapp 1.000km gefahren.
Allerdings habe ich nun ein Problem, leider bin ich kein Schrauber.
Das Motorrad verlor nach 1 Woche Fahrzeit sporadisch Benzin aus dem Benzinablass-Schlauch.
Ein Kollege gab mir daraufhin den Tipp, die Schraube mehrfach rein- und rauszudrehen und mit etwas Bremsenreiniger zu reinigen.
Zwischenzeitlich hatte ich mir auch noch die kleine originale O-Ring Dichtung besorgt und diese ausgetauscht.
Das hat auch eine Weile funktioniert und ich konnte tagelang wieder ohne Benzinverlust fahren und ich war glücklich

Diese Woche Dienstag trat das Problem während des Fahrens erneut auf.
Also wieder Schraube raus, gesäubert und rein, allerdings bekomme ich den Vergaser nicht mehr dicht.
Obwohl die Schraube reingedreht ist, verliert der Vergaser über den Ablass-Schlauch Benzin.
Drehe ich die Schraube bis zum Anschlag rein, verliert der Vergaser zusätzlich auch über den Überlauf-Schlauch Benzin, also aus beiden Schläuchen.
Je mehr ich die Schraube zurückdrehe, desto weniger Benzin fliesst über den Überlauf-Schlauch, allerdings weiterhin über den Ablass-Schlauch.
Jetzt meine Frage, ist nur die Schraube defekt, sitzt etwas im Vergaser aufgrund der langen Standzeit fest, oder habe ich mir beim 1. Reinigungsvorgang vielleicht die Schraube zu weit reingedreht und nun ist die Schwimmkammer defekt.
Viele Grüße
Freddy
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 09:13
von ENIX93
Die Frage ist ja, warum läuft der Vergaser über. Nach der langen Standzeit ist mit Sicherheit das Schwimmernadelventil vergammelt, verklebt, Popel drin, oder was auch immer. Heißt, Vergaser raus, alles ordentlich reinigen und dann sollte das Problem gelöst sein.
Die "Ablassschraube", welche auch immer du meinst, ist für gewöhnlich konisch und dichtet gegen das Loch in der Schwimmerkammer.
Über einen Vergaserausbau kommst du vermutlich nicht rum. Treibstoff auch mal ablassen aus dem Tank und ordentlich ausspülen, vorher den Benzinhahn demontieren und säubern. Fahrzeuge mit ganz wenig KM, eigentlich Standuhren, haben alle Probleme, nämlich deines.

Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 10:14
von Tolek
Der Ablaufschlauch hat eine Doppelfunktion . 1. fliest das ab wenn du diese Schraube aufdrehst , 2. auch als Überlauf an der Schraube vorbei , in separatem Kanal .
Problem ist mit Sicherheit dein Schwimmernadelventil . Kannst erstmal probieren , mit offenem Benzinhahn und Ablassschraube (wegen möglichst grossem Durchfluss) das Motorrad paarmal auf die Seite zulegen und wieder aufzustellen .Mit Glück ist da nur Dreck im Dichtkegel.
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 10:40
von Freddy24
Hallo Amir und hallo Tolek,
vielen lieben Dank für Eure Tipps.
Ich werde den Vorschlag von Tolek probieren, ansonsten bleibt mir nichts anders übrig, als den Vergaser einmal komplett zu reinigen bzw. reinigen zu lassen.
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 12:40
von langer
Tolek, 100 Gummipunkte !
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 13:27
von dieCobra
Freddy24 hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 10:40
Hallo Amir und hallo Tolek,
vielen lieben Dank für Eure Tipps.
Ich werde den Vorschlag von Tolek probieren, ansonsten bleibt mir nichts anders übrig, als den Vergaser einmal komplett zu reinigen bzw. reinigen zu lassen.
Hi Freddy,
dabei könnte ich Dir behilflich sein.
Mache komplette Revisionen.
Der FMX Vergaser ist nicht einfach zu handhaben, da er eine Vergaserheizung und ein Drosselklappensensor hat.
Grüße
Andi
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 14:56
von Freddy24
Hallo Andi,
vielen lieben Dank für Dein Angebot.
Wenn Du schreibst, daß der Vergaser nicht einfach zu handhaben ist, dann lasse ich besser die Finger davon, denn ich bin ehrlicherweise "schraubermäßig" ein Laie.
Ich kenne aber einen guten Motorradmechaniker, der mir dann zumindest den Vergaser ausbauen würde, sofern der Tipp von Tolek nicht funktioniert. Habe Dir eine PN geschickt. Lg. Freddy
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 15:56
von Barniebutsch
6000 km in 21 Jahren?
Wow, das sind ja durchschnittlich nicht mal 300 km oder gerade einmal eine Tankfüllung pro Jahr. Das Problem ist nicht die geringe Laufleistung, sondern die letzte mehrjährige Standzeit am Stück. Wenn ein Fahrzeug so lange abgestellt wird, sollte der Tank entweder randvoll oder komplett leer sein. Wobei komplett leer dann anfällig für Rostbildung ist. Ein halbvoller Tank hat eine sehr große Verdunstungsoberfläche vom Benzin, und aus Benzin wird dann ganz schnell stinkende Brühe, der Sprit zerlegt sich chemisch und es bilden sich Schleim, Klümpchen oder gar Kristalle. Alles schon erlebt.
Und nun kommen diese abgesetzten Reste vom alten Sprit in Bewegung, lösen sich Stück für Stück und finden trotz aller Siebe den Weg in der Vergaser.
Meine originale Domi hatte in 19 Jahren keine 14 000 km auf der Uhr, wurde zwar selten, aber trotzdem regelmäßig bewegt. Die hat nach dem Kauf keinerlei solche Probleme bereitet.
ENIX93 hat es auf den Punkt gebracht: Die FMX hat sich kaputt gestanden, und mit einer Vergaserreinigung ist es nicht getan. Da muß viel mehr gemacht werden, mindestens das gesamte Kraftstoffsystem reinigen. Gründlich reinigen. Sonst kommt das Problem wieder und wieder und wieder.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 20:33
von dieCobra
Tolek hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 10:14
Der Ablaufschlauch hat eine Doppelfunktion . 1. fliest das ab wenn du diese Schraube aufdrehst , 2. auch als Überlauf an der Schraube vorbei , in separatem Kanal .
Problem ist mit Sicherheit dein Schwimmernadelventil . Kannst erstmal probieren , mit offenem Benzinhahn und Ablassschraube (wegen möglichst grossem Durchfluss) das Motorrad paarmal auf die Seite zulegen und wieder aufzustellen .Mit Glück ist da nur Dreck im Dichtkegel.
Oder der Dreck verteilt sich im ganzen Vergaser. Am besten noch in die LLD.
Grüße
Andi
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 20:42
von dieCobra
Barniebutsch hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 15:56
6000 km in 21 Jahren?
Wow, das sind ja durchschnittlich nicht mal 300 km oder gerade einmal eine Tankfüllung pro Jahr. Das Problem ist nicht die geringe Laufleistung, sondern die letzte mehrjährige Standzeit am Stück. Wenn ein Fahrzeug so lange abgestellt wird, sollte der Tank entweder randvoll oder komplett leer sein. Wobei komplett leer dann anfällig für Rostbildung ist. Ein halbvoller Tank hat eine sehr große Verdunstungsoberfläche vom Benzin, und aus Benzin wird dann ganz schnell stinkende Brühe, der Sprit zerlegt sich chemisch und es bilden sich Schleim, Klümpchen oder gar Kristalle. Alles schon erlebt.
Und nun kommen diese abgesetzten Reste vom alten Sprit in Bewegung, lösen sich Stück für Stück und finden trotz aller Siebe den Weg in der Vergaser.
Meine originale Domi hatte in 19 Jahren keine 14 000 km auf der Uhr, wurde zwar selten, aber trotzdem regelmäßig bewegt. Die hat nach dem Kauf keinerlei solche Probleme bereitet.
ENIX93 hat es auf den Punkt gebracht: Die FMX hat sich kaputt gestanden, und mit einer Vergaserreinigung ist es nicht getan. Da muß viel mehr gemacht werden, mindestens das gesamte Kraftstoffsystem reinigen. Gründlich reinigen. Sonst kommt das Problem wieder und wieder und wieder.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Das sind wieder die Halbwahrheiten.
Ein voller Tank ist in der heutigen Zeit Blödsinn. Der mit Ethanol verseuchte Sprit zieht Feuchtigkeit = Wasser.
Das setzt sich unten ab und der Tank fängt trotzdem an zu Rosten. Mit Zusatzmittel vielleicht 1,5 Jahre ist der Sprit haltbar.
Deshalb ganz leer machen, den Tank innen schön mit z.B. Motul P4 gut einölen, schwenken, und das alle paar Jahre wiederholen.
Tankdeckel nicht draufmachen, sondern einen leicht öligen Lappen reinstecken.
Grüße
Andi
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 20:56
von Tolek
dieCobra hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 20:33
Tolek hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 10:14
Der Ablaufschlauch hat eine Doppelfunktion . 1. fliest das ab wenn du diese Schraube aufdrehst , 2. auch als Überlauf an der Schraube vorbei , in separatem Kanal .
Problem ist mit Sicherheit dein Schwimmernadelventil . Kannst erstmal probieren , mit offenem Benzinhahn und Ablassschraube (wegen möglichst grossem Durchfluss) das Motorrad paarmal auf die Seite zulegen und wieder aufzustellen .Mit Glück ist da nur Dreck im Dichtkegel.
Oder der Dreck verteilt sich im ganzen Vergaser. Am besten noch in die LLD.
Grüße
Andi
Das stimmt natürlich , aber zur Fehlerdiagnose oder Unterwegs kann man das machen .Normalerweise ist so was dann auch Zufall und es kommt nicht dauernd was nach .
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Fr 18. Sep 2026, 20:58
von Tolek
dieCobra hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 20:42
Barniebutsch hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 15:56
6000 km in 21 Jahren?
Wow, das sind ja durchschnittlich nicht mal 300 km oder gerade einmal eine Tankfüllung pro Jahr. Das Problem ist nicht die geringe Laufleistung, sondern die letzte mehrjährige Standzeit am Stück. Wenn ein Fahrzeug so lange abgestellt wird, sollte der Tank entweder randvoll oder komplett leer sein. Wobei komplett leer dann anfällig für Rostbildung ist. Ein halbvoller Tank hat eine sehr große Verdunstungsoberfläche vom Benzin, und aus Benzin wird dann ganz schnell stinkende Brühe, der Sprit zerlegt sich chemisch und es bilden sich Schleim, Klümpchen oder gar Kristalle. Alles schon erlebt.
Und nun kommen diese abgesetzten Reste vom alten Sprit in Bewegung, lösen sich Stück für Stück und finden trotz aller Siebe den Weg in der Vergaser.
Meine originale Domi hatte in 19 Jahren keine 14 000 km auf der Uhr, wurde zwar selten, aber trotzdem regelmäßig bewegt. Die hat nach dem Kauf keinerlei solche Probleme bereitet.
ENIX93 hat es auf den Punkt gebracht: Die FMX hat sich kaputt gestanden, und mit einer Vergaserreinigung ist es nicht getan. Da muß viel mehr gemacht werden, mindestens das gesamte Kraftstoffsystem reinigen. Gründlich reinigen. Sonst kommt das Problem wieder und wieder und wieder.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Das sind wieder die Halbwahrheiten.
Ein voller Tank ist in der heutigen Zeit Blödsinn. Der mit Ethanol verseuchte Sprit zieht Feuchtigkeit = Wasser.
Das setzt sich unten ab und der Tank fängt trotzdem an zu Rosten. Mit Zusatzmittel vielleicht 1,5 Jahre ist der Sprit haltbar.
Deshalb ganz leer machen, den Tank innen schön mit z.B. Motul P4 gut einölen, schwenken, und das alle paar Jahre wiederholen.
Tankdeckel nicht draufmachen, sondern einen leicht öligen Lappen reinstecken.
Grüße
Andi
Warum den Deckel nicht drauf ? So kommt doch immer wieder "neue" Luft mit zusätzlicher Feuchtigkeit dazu , oder nicht?
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: So 20. Sep 2026, 17:59
von Freddy24
Es hat sich was getan, aber leider werde ich um den Vergaserausbau und -Reinigung nicht herum kommen.
Gestern abend nochmal probiert, jetzt verhält es sich so.
Ist die Schraube halb und ganz beigeschraubt, kommt jetzt nur noch Benzin aus dem Ablass-Schlauch und NICHT mehr zusätzlich aus dem Überlauf-Schlauch.
Starte ich das Motorrad läuft nichts mehr aus, sobald der Motor aus ist, fängt es wieder an zu laufen.
Ein Bekannter wird mir jetzt den Vergaser ausbauen und dann werde ich ihn zur Reinigung einschicken.
Andi hat sich ja schon angeboten
Schönen Sonntag
Freddy
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: So 20. Sep 2026, 20:25
von langer
Freddy24 hat geschrieben: So 20. Sep 2026, 17:59
...kommt jetzt nur noch Benzin aus dem Ablass-Schlauch und NICHT mehr zusätzlich aus dem Überlauf-Schlauch.
...
Wie schon geschrieben wurde, ist es beim Keihin "ein gemeinsamer" Auslasskanal im Gehäuse mit einem Stutzen
den sich, Ablasschraube "und" Überlauf teilen, der mit einem Schlauch nach unten führt.
Wenn bei dir Benzin aus zwei Schläuchen kommt, würde das bedeuten das der Überlauf und die Kammer Be/Entlüftung geflutet wäre.
Das wäre extrem, da die Be/Entlüftung nochmals einige mm höher liegt als der Überlauf und deutet klar auf einen festhängenden Schwimmer
oder ein "total" undichtes Schwimmerventil hin.
Freddy24 hat geschrieben: So 20. Sep 2026, 17:59
...
Ist die Schraube halb und ganz beigeschraubt
...
Was bitte bedeutet "beigeschraubt" ?
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: So 20. Sep 2026, 22:26
von Freddy24
Hallo Langer,
lieben Dank für Deine Antwort.
Das vermute ich mittlerweile auch.
Mit "beigegschraubt" meinte ich, das die Schraube vollständig eingedreht ist.

- Schraube.png (184.07 KiB) 1599 mal betrachtet
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 02:28
von langer
Kann es sein, das "Bei"geschraubt so ein NRW Sauerland & Co Slang Ding ist ?
Was ich noch schreiben wollte.
Die Domi so nicht mehr zu starten versuchen, denn wenn das überlaufen so extrem ist, wurde auch der Drosselklappen-Kanal geflutet.
Dann läuft der Sprit auch in den Ansaugstutzen und damit Zylinder, sickert über die Ringe die Büchse runter und wäscht dort alles an Öl ab.
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 10:22
von steffen
langer hat geschrieben: Mo 21. Sep 2026, 02:28
Die Domi so nicht mehr zu starten versuchen,...
Eigentlich geht es in diesem Thread um eine FMX.
Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 11:54
von langer
Ok, "den Motor" so nicht mehr...

Re: FMX 650 Ablass-Schraube Keihin 40 undicht
Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 20:20
von Andreas_NRW
…und, Langer…
Monschau liegt an der Rur, aber die ohne „H“
somit Eifel, nicht Sauerland.
