1988er NX650 Domi - zickt nur rum

NX 500 / NX 650 / SLR 650 / FMX 650

Moderator: Domitreffen

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JH9
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1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von JH9 »

Hallo liebe Domifreunde. :mrgreen:

Ich habe hier eine rote 88er Domi mit nachgewiesenen 25.000 km. Stand lange in einer Garage, wurde wegen Zündaussetzern bei 3-4000 Umdrehungen damals abgestellt.

Problem:



Starke Zündaussetzer in allen Drehzahlbereichen, im Standgasbereich bis knapp 2000 geht sie schlagartig aus.

Ich habe nun folgendes gemacht:

- Vergaser zweimal revidiert um absolut sicher zu gehen (Fehler. Dabei meinerseits zwar nicht ausgeschlossen, aber ich habe bereits mehrere Dominator Vergaser überholt, die alle funktioniert haben)
- alle Verschleißteile, neu inkl. Batterie
- Ventilspiel eingestellt
(Kompletter Service eben)
- Zünd Pick-up und Spule durchgemessen
- Mehrere andere Zündspulen, Stecker, Kabel, Kerzen, Cdis und Pickups ausprobiert
- Stecker gereinigt, Kontakte frei
- Fehlerquelle ON OFF Schalter gebrückt
- Stutzen ohne Risse, kontrolliert, neue Dichtungen
- Anschlussstutzen, Luftfilterkasten geklebt
- Alle Leitungen, Schläuche geprüft
- Fehlerquelle Seitenständer geprüft und gebrückt

Die Plopp Aus Thematik ist mir bekannt, Ich habe aus meiner Sicht allerdings alles getan, was ich hier auch aus dem Forum kenne um die Hauptursache Falschluft durch defekten Ansaugstutzen auszuschließen.

Ich habe drei weitere Übeltäter im Verdacht:

- Einlassventil undicht?
- Dekompressions-Mechanik mischt sich ein?
- Grundeinstellung Leerlaufschraube (auf 2,25 Umdrehungen aktuell)

Fehler tritt ungleichmäßig und auch in höheren Bereichen auf. :x
Das soll so viel heißen wie es gibt auch mal 5 Sekunden, wo sie fehlerfrei läuft. Das war’s dann aber auch.

Ich würde mich sehr über eure Einschätzung freuen
Viele Grüße, Julian
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dieCobra
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von dieCobra »

Ich kann dir anbieten, gegen 150,00 € Kaution schicke ich einen renovierten Vergaser von mir zu.
Dann biste auf der sicheren Seite obs der Vergaser ist oder nicht. Wenn es denn mit meinen Vergaser funktioniert. möchte ich gerne Deinen Vergaser haben um nach dem Fehler zu schauen.

LG Andi
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Barniebutsch
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von Barniebutsch »

Ich will ja die doppelte Vergaserreinigung nicht in Zweifel ziehen, aber diese Geräusche beim absterben vom Motor sind keine Zündaussetzer. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

Wenn ich das Video gehört hätte, ohne vorher alles zu lesen, hätte ich den Vergaser als 1. Ursache genannt.
Laß Dir vom Andy einen profigereinigten Vergaser schicken.

Steckt der Vergaser mit oder ohne Dichtmittel im Isolator? Honda hat an der Stelle den Vergaser mit einem dauerelastischen Dichtmittel eingesetzt. Sonst kommt da Falschluft rein, was die Aussetzer im Leerlauf auch erklären könnte. Ist der Unterdruckschlauch am Vergaser porös? Ist auch eine Eintrittstelle für Falschluft.

An welcher Stelle wurde der Notaus gebrückt? Oben rechts am Rahmen der rote Steckverbinder enthält Kontakte, die mit der Zeit die Spannkraft verlieren. Wenn die Steckverbinderhälften quasi mit einem Finger zusammenzuschieben sind, dürfte das der Fall sein. Ist auch eine beliebte Stelle für Zündaussetzer, käme für höhere Drehzahlen in Frage.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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dieCobra
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von dieCobra »

Lieber Bernd,

das einzige was mit einem dauerelastischen Kleber versehen ist, ist der Ansaugstutzen am Luftfilter.
Am Isolator ist nx zu finden, da ist dann eine Nut zum Abdichten, wo der Vergaser einrasten muss.

Grüße
Andi
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Barniebutsch
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von Barniebutsch »

Bei meiner Domi war sowohl der Ansauggummi am Luftfilter als auch der Vergaser am Isolator mit dieser dauerelastischen Pampe eingedichtet. Original von Honda.

Wider besseren Honda-Wissens und Honda-Praxis habe ich anschließend am Isolator - genau wegen der Nut - die Dichtmasse weggelassen. Das umgehende Ergebnis war ein instabiler Leerlauf mit öfters absterbendem Motor. Also Vergaser wieder raus, mit Dichtmasse eingebaut und das neu aufgetretene Leerlaufproblem war Geschichte.

Deswegen meine Frage an dieser Stelle.

Ich verwende an dieser Stelle inzwischen Aquadicht von Westfalia, ist benzinfest und dauerelastisch. Vergaser und Isolator mit der Dichtmasse zusammenbauen, anschließend innen das übergequollene Material sorgfältig entfernen und dabei penibel darauf achten, die Bohrung der LLGS nicht zu verstopfen. Vergaser mitsamt Isolator als Einheit läßt sich super einfach ein- und ausbauen, wenn man vorher die 3 Schrauben vom Luftfilterkasten entfernt und diesen so weit wie möglich nach hinten schiebt.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von JH9 »

dieCobra hat geschrieben: Fr 3. Jul 2026, 22:57 Ich kann dir anbieten, gegen 150,00 € Kaution schicke ich einen renovierten Vergaser von mir zu.
Dann biste auf der sicheren Seite obs der Vergaser ist oder nicht. Wenn es denn mit meinen Vergaser funktioniert. möchte ich gerne Deinen Vergaser haben um nach dem Fehler zu schauen.

LG Andi
Hi Andi, das klingt nach einer guten Idee.

VG Julian
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Andreas_NRW
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von Andreas_NRW »

Barniebutsch hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 13:31 Bei meiner Domi war sowohl der Ansauggummi am Luftfilter als auch der Vergaser am Isolator mit dieser dauerelastischen Pampe eingedichtet. Original von Honda.

Wider besseren Honda-Wissens und Honda-Praxis habe ich anschließend am Isolator - genau wegen der Nut - die Dichtmasse weggelassen. Das umgehende Ergebnis war ein instabiler Leerlauf mit öfters absterbendem Motor. Also Vergaser wieder raus, mit Dichtmasse eingebaut und das neu aufgetretene Leerlaufproblem war Geschichte.

Deswegen meine Frage an dieser Stelle.

Ich verwende an dieser Stelle inzwischen Aquadicht von Westfalia, ist benzinfest und dauerelastisch. Vergaser und Isolator mit der Dichtmasse zusammenbauen, anschließend innen das übergequollene Material sorgfältig entfernen und dabei penibel darauf achten, die Bohrung der LLGS nicht zu verstopfen. Vergaser mitsamt Isolator als Einheit läßt sich super einfach ein- und ausbauen, wenn man vorher die 3 Schrauben vom Luftfilterkasten entfernt und diesen so weit wie möglich nach hinten schiebt.
Das mit der Dichtmasse ist sicherlich effektiv
aber ich behaupte nicht von Honda (Zentral) ausgedacht.
Hast Du Deine DOMI als Erstauslieferung bekommen oder war da vorher schon ein Mechaniker dran ?
ALLE meine DOMI‘s -RD02 Isolator- liefen völlig problemlos OHNE Dichtmasse…
.
In die Sicke einrasten und eine wirklich umfängliche Schlauchschelle (auch hier gibt es gute und billige)
mehr braucht es eigentlich nicht!
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langer
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von langer »

Dichtmasse an der Muffe des Ansaugkrümmer über'm Vergaserstutzen hab ich ori von Honda bisher noch nie gesehen.
Am Anschluss des Gummirohr (Formstück) Keihin zum Filterkasten dagegen schon. Das war eher ein Kleber, optisch ähnlich wie Kontaktkleber ala Pattex, aber wahrscheinlich was anderes.

Die Honda ab Werk Schelle Keihin<->Stutzen ist eine spezielle die man nicht zu fest ziehen kann (mit mechanischem Anschlag).
Das soll verhindern das sich das Material, wenn da ein Hornochse festzieht, an einer Stelle zu einer Schleife zuzieht (= undicht).

Wenn der Stutzen schon älter ist, das Gummi etwas in's "fliessen" kam (Wandungsstärke wurde dünner da Jahrelang heiss plattgedrückt),
kann dann etwas Spannkraft fehlen. Erkennbar daran; der Keihin lässt sich dann von Hand zu leicht im Stutzen verdrehen.
Ein schmaler Streifen Weissblech (Konservendosenblech) unter der Schelle gleicht dies ganz genau aus.
Grüsse langer 8-)
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von JH9 »

So kleines Update:

Ich habe einen weiteren Vergaser aus einer laufenden Dominator ausprobiert. Dies hat leider keinerlei Veränderung gebracht.

Dieses schlagartige Zisch und aus ist immer da. Sogar wenn die Kiste mal 15 Sekunden an bleibt was bisher der Rekord war.

Zusätzlich habe ich die Nockenwelle ausgetauscht in der Hoffnung, dass der Auto Dekompressionsmechanismus irgendwie Zicken macht, die Ventile abermals eingestellt, den Zünd Pick-up getauscht, drei weitere Kerzen ausprobiert, noch mal alle Schläuche geprüft, eine Masseleitung von der CDI direkt zur Batterie geführt, eine Masseleitung zusätzlich zum Rahmen.

Dann wurde die Fehlersuche etwas ‚Redneck‘ statt Benzin Bremsen Reiniger in den Vergasertrakt, Standgas mal etwas übertrieben hoch, 2 Chinachokes (die ohne Zug nur mit kleinem Hebel dran), Leerlauf Gemischschraube ganz rein ganz raus etc. pp.

Quasi das wilde verstellen von Komponten in der Hoffnung wenigstens eine andere Laufkultur zu erzeugen (wenn auch schlechter).

Ich habe das Gefühl, egal was ich verstelle, einstelle, austausche oder erneuere es spielt keine Rolle.

Möglicherweise bringt ja ein dritter Vergaser etwas?

Den Isolator sowie zugehörige Dichtung, Schlauchschellen und Anschlusss an dem Vergaser habe ich mir jetzt 100 mal angesehen eingebaut und ausgebaut bis zum erbrechen, aber da ist einfach nichts zu beanstanden.

Mal geht die Dominator nach einer halben Sekunde aus, mal läuft sie 10 Sekunden. Ich möchte Vergaser nicht völlig ausschließen aber dass die Kiste nach 10 Sekunden so plötzlich ausgeht mit einer Mischung aus mechanischen Knall und Zischgeräusch als hätte man einen Riegel der Kurbelwelle vorgeschoben ist merkwürdig
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ENIX93
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von ENIX93 »

Ich könnte mir noch ein Problem im Zündschloss und/oder dem Killschalter vorstellen, da mal nach "kalten" Lötstellen oder Gammel suchen.
Gruß
Amir

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langer
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von langer »

Kann es sein, das unter der Menge an Dingen, die da schon als "geprüft" oder erneuert genannt wurden die CDI nicht dabei war ?

Ist die Leerlaufdrehzahl wenn sie mal läuft, nicht ausgeht überhaupt stabil oder unsteht ? Wie viel upm sind es denn ?
Wenn im Stand kurz Gas gegeben und wieder ganz weggenommen wird;
wie schnell sinkt sie wieder auf Leerlaufdrehzahl ab ? Sofort oder mit Verzögerung oder sinkt sie im Vergleich zur zugegangenen Drosselklappe zu langsam ab ?
Welche Drehzahl hat sie denn in dem Moment des ausgehen ?
Video mit Ton.
Grüsse langer 8-)
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von ENIX93 »

Wenn die CDI noch nicht getauscht wurde, ist die natürlich Kandidat Nr.1.
Gruß
Amir

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Barniebutsch
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von Barniebutsch »

Hast Du eine Stroboskoplampe?
Wenn nein, dann eine besorgen.

Eine Stroboskoplampe erzeugt bei jedem Zündfunken einen Blitz. Für eine bessere Händelbarkeit verwende ich meist eine externe Batterie als Stromquelle. Einfach nach Vorschrift am Motorrad anschließen (die Klemme für das Zündkabel funktioniert nur in eine Richtung) und dann sehen, ob beim Absterben vom Motor der Zündfunken fehlt. Den Druckknopf/Taster für die Betätigung der Stroboskoplampe dabei mit einem Kabelbinder/Klebeband auf "Dauer" stellen, damit die Hände frei sind und die Lampe in eine Position gelegt werden kann, in der sie frei einsehbar ist.

Die nicht enden wollende Häufigkeit der Aussetzer läßt sich - aus meiner Sicht - mit einem funktionseingeschränkten Vergaser nur schwer erklären. So kann relativ deutlich gesehen werden, ob der Motor mit einem nicht ausreichend zündfähigen Gemisch aus dem Vergaser versorgt wird oder das Problem eine elektrische Ursache hat. Hoffentlich nicht beides.

@AnreasNRW:
Ich habe die Domi 2014 aus erster Hand mit einem Kilometerstand von 13600 und einem alter von 19 Jahren gekauft. Nach Auskunft vom Verkäufer hatte das Motorrad immer funktioniert, ist immer sauber galaufen, es gab keine Reparaturen, lediglich der Hinterradreifen wurde einmal erneuert. Und natürlich das Öl gewechselt. Der Verkäufer war ein Autohausbesitzer, der einfach keine Zeit zum fahren hatte, oder sie sich nicht genommen hat.
Den Vergaser habe ich nur ausgebaut, weil ich einen Mikuni Flachschieber ausprobiert habe, und da ist mir dieses Dichtmittel am Luftfilterkasten und am Isolator aufgefallen. Der Mikuni kam nach einer Woche wieder raus (Reichweite bis zur Reserve von 290 km auf 220 km gesunken ohne Verbesserung der Fahrleistungen) und danach hatte ich mit dem unangetasteten Keihin-Vergaser auf einmal Leerlaufprobleme und deutlich vermehrtes Plop-Aus. Habe damals danach den Vergaser und Isolator mit Sanitär-Silikon zusammengebaut (war gerade vorhanden und offen) und die Leerlaufprobleme waren verschwunden. Gelegentliches Plop-Aus ist geblieben.

@ENIX93:
Im ersten Beitrag steht, was bisher alles getauscht wurde. U.a. mehrere CDIs.
Von daher fällt es mir schwer dort die Ursache zu suchen. Bin bei dem Austauschgrad von Komponenten gerade ziemlich ratlos, wo genau noch gesucht werden kann/soll.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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steffen
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von steffen »

Ich hatte dieses Verhalten (mit diesem "Tick-und-aus") an meiner Domi mal, als sie Falschluft gezogen hatte aufgrund eines kaputten Ansaugstutzens zwischen Motor und Vergaser (Riss an der Unterseite). Alleridngs nicht in dieser Häufigkeit und Frequenz. Und es fiel nur im Standgas auf. So lange man gefahren ist, war alles ok. Da gab es keine Aussetzer.

Aber der Stutzen wurde ja auch schon kontrolliert und für gut befunden.
Dann bin ich etwas ratlos.

Gruß,
Steffen

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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von JH9 »

langer hat geschrieben: Mo 6. Jul 2026, 19:11 Kann es sein, das unter der Menge an Dingen, die da schon als "geprüft" oder erneuert genannt wurden die CDI nicht dabei war ?

Ist die Leerlaufdrehzahl wenn sie mal läuft, nicht ausgeht überhaupt stabil oder unsteht ? Wie viel upm sind es denn ?
Wenn im Stand kurz Gas gegeben und wieder ganz weggenommen wird;
wie schnell sinkt sie wieder auf Leerlaufdrehzahl ab ? Sofort oder mit Verzögerung oder sinkt sie im Vergleich zur zugegangenen Drosselklappe zu langsam ab ?
Welche Drehzahl hat sie denn in dem Moment des ausgehen ?
Video mit Ton.
Hast du das Video gesehen? Da erwähne ich die mehreren CDIs. Das sieht man auch die Drehzahl. Unter 1500 bleibt sie gar nicht erst am Leben. Auf 3000+ kann ich die allerdings ewig halten. Die Aussetzer sind zwar immer noch da aber es ist genug Drehzahl und Schwungmasse vorhanden. In dem Moment damit sie an diesem einen Zündaussetzer nicht verreckt.
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Re: 1988er NX650 Domi - zickt nur rum

Beitrag von JH9 »

Barniebutsch hat geschrieben: Di 7. Jul 2026, 11:25 Hast Du eine Stroboskoplampe?
Wenn nein, dann eine besorgen.

Eine Stroboskoplampe erzeugt bei jedem Zündfunken einen Blitz. Für eine bessere Händelbarkeit verwende ich meist eine externe Batterie als Stromquelle. Einfach nach Vorschrift am Motorrad anschließen (die Klemme für das Zündkabel funktioniert nur in eine Richtung) und dann sehen, ob beim Absterben vom Motor der Zündfunken fehlt. Den Druckknopf/Taster für die Betätigung der Stroboskoplampe dabei mit einem Kabelbinder/Klebeband auf "Dauer" stellen, damit die Hände frei sind und die Lampe in eine Position gelegt werden kann, in der sie frei einsehbar ist.

Die nicht enden wollende Häufigkeit der Aussetzer läßt sich - aus meiner Sicht - mit einem funktionseingeschränkten Vergaser nur schwer erklären. So kann relativ deutlich gesehen werden, ob der Motor mit einem nicht ausreichend zündfähigen Gemisch aus dem Vergaser versorgt wird oder das Problem eine elektrische Ursache hat. Hoffentlich nicht beides.

@AnreasNRW:
Ich habe die Domi 2014 aus erster Hand mit einem Kilometerstand von 13600 und einem alter von 19 Jahren gekauft. Nach Auskunft vom Verkäufer hatte das Motorrad immer funktioniert, ist immer sauber galaufen, es gab keine Reparaturen, lediglich der Hinterradreifen wurde einmal erneuert. Und natürlich das Öl gewechselt. Der Verkäufer war ein Autohausbesitzer, der einfach keine Zeit zum fahren hatte, oder sie sich nicht genommen hat.
Den Vergaser habe ich nur ausgebaut, weil ich einen Mikuni Flachschieber ausprobiert habe, und da ist mir dieses Dichtmittel am Luftfilterkasten und am Isolator aufgefallen. Der Mikuni kam nach einer Woche wieder raus (Reichweite bis zur Reserve von 290 km auf 220 km gesunken ohne Verbesserung der Fahrleistungen) und danach hatte ich mit dem unangetasteten Keihin-Vergaser auf einmal Leerlaufprobleme und deutlich vermehrtes Plop-Aus. Habe damals danach den Vergaser und Isolator mit Sanitär-Silikon zusammengebaut (war gerade vorhanden und offen) und die Leerlaufprobleme waren verschwunden. Gelegentliches Plop-Aus ist geblieben.

@ENIX93:
Im ersten Beitrag steht, was bisher alles getauscht wurde. U.a. mehrere CDIs.
Von daher fällt es mir schwer dort die Ursache zu suchen. Bin bei dem Austauschgrad von Komponenten gerade ziemlich ratlos, wo genau noch gesucht werden kann/soll.
Mit Stroboskoplampe getestet, Zündaussetzer sind sichtbar in entsprechenden Aussetzern im Licht der Lampe!

Genau der defekte Isolator Stutzen ist mir wohl bekannt und ich wurde auch schon Opfer davon bei einer früheren Domi.

Mir bleibt wohl noch übrig den gesamten Kabelbaum durchzugehen.
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