Hallo in die Runde, ich weiß nicht, ob ich ein „neues“ Problem mit der Kupplung habe, oder nur den dazugehörigen Beitrag nicht finde.
Der Kupplungskorb meiner NX650 rückt nur aus, wenn ich 1. den Bowdenzug voll einfahre und 2. eine Unterlegscheibe vor das Kugellager der Kupplung lege.
Zur Vorgeschichte: ich habe eine RD08, Bj. 1999 mit ca. 44.000 km Laufleistung gekauft. Bei der ersten Fahrt war alles super, bei der zweiten (längeren) ist bei einem zügigen Ampelstart die Kupplung im 3. bis 5. Gang durchgerutscht, sodass ich mich für einen Wechsel entschied. Am nächsten Tag, vor der Rückfahrt nach Hause um die Kupplung zu erneuern, war die Kupplung allerdings schon sehr leicht am Hebel. Ein Paar Kilometer später konnte ich gar nicht mehr schalten, weil am Kupplungshebel kein Widerstand mehr war und offensichtlich auch die Kupplung nicht bewegt wurde. Der Hebel am Motor bewegte sich jedoch immer ein Stück.
Zum aktuellen Problem: Ich habe die Kupplung (TRW/ZF) inkl. neuer Federn eingebaut. Allerdings immernoch kein Widerstand am Hebel und kein „Ausrücken“ des Kupplungskorbs. Tatsächlich scheint die Kupplungsstange auch nicht mehr als die 2-3mm herauszukommen (vielleicht ein normales Spiel?) ohne den Deckel zu bewegen.
Der einzige Weg, wie ich den Korb in Bewegung bekomme, ist es eine Unterlegscheibe zwischen Kugellager und dieser Endhülse der Kupplungsstange zu legen. Nun ist die Kupplung am Hebel straff, jedoch auch nur auf dem letzten Stück … denn am Hebel (am Lenker) sowie auch am Hebel des Motors ist der Bowdenzug schon voll eingefahren und die Schrauben können nicht noch weiter raus.
Ich kann mir also vorstellen, dass sich der Bowdenzug gelängt hat - ok. Aber das löst ja noch nicht das Thema rund um den nicht ausrückenden Kupplungskorb…
Wie kann das sein? Die Stange ist auch nicht eingelaufen, habe ich nachgemessen mit Teilen aus dem Netz. Wenn ich nur 6 statt 7 Scheiben Schleifscheiben verbauen würde, würde der Korb auch ausrücken, allerdings haben dann die Scheiben immer zu viel Spiel. Ich fühle mich allerdings auch nicht wirklich gut mit einer Unterlegscheibe dort. Oder gehört zwischen Kupplungsstange und Deckel (für die Federn) immer eine Unterlegscheibe, die mir beim Schrauben verloren ging?
Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Moderator: Domitreffen
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Christian_HRO
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Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
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langer
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Re: Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Hi,
es könnte hier noch eine gekümmte Druckstange in Frage kommen, aber auch eine ausgelaufene Führung (Eiförmig) für den Stössel in Frage kommen.
(Letzteres war mal bei meiner 08 schon bei ca. 30 tkm passiert und zwar ordentlich oval ausgerieben). Falls, lässt sich das mit einer Buchse fixen.
Zeig mal Bilder, auf denen man den Winkel des Hebel am Block "in Relation zum Block" gut erkennen kann.
Eines in Ruhe (unbetätigt) und dann bei voll gezogener Kupplung.
Grobe Faustregel; der Hebel sollte unbetätigt etwas vor 90° stehen und voll betätigt dementsprechend über 90.
Will damit sagen das es symmetrisch in etwa die "Mitte" des Hubweg c um die 90° haben sollte.
Ist dies bei dir real weit davon weg, siehe Absatz oben.
PS.
Ein ausgeriebener Zylinder für den Stössel hat sogar eine "gestörte" Ölversorgung des Lamellenpaket, mit Auswirkung auf das trennen der Kupplung zur Folge.
es könnte hier noch eine gekümmte Druckstange in Frage kommen, aber auch eine ausgelaufene Führung (Eiförmig) für den Stössel in Frage kommen.
(Letzteres war mal bei meiner 08 schon bei ca. 30 tkm passiert und zwar ordentlich oval ausgerieben). Falls, lässt sich das mit einer Buchse fixen.
Zeig mal Bilder, auf denen man den Winkel des Hebel am Block "in Relation zum Block" gut erkennen kann.
Eines in Ruhe (unbetätigt) und dann bei voll gezogener Kupplung.
Grobe Faustregel; der Hebel sollte unbetätigt etwas vor 90° stehen und voll betätigt dementsprechend über 90.
Will damit sagen das es symmetrisch in etwa die "Mitte" des Hubweg c um die 90° haben sollte.
Ist dies bei dir real weit davon weg, siehe Absatz oben.
PS.
Ein ausgeriebener Zylinder für den Stössel hat sogar eine "gestörte" Ölversorgung des Lamellenpaket, mit Auswirkung auf das trennen der Kupplung zur Folge.
Grüsse langer
"Kunst muss es sein, wenn man‘s nicht kann... denn wenn man‘s kann, ist‘s keine Kunst"
Der Niedergang deutscher Ingenieurskunst begann mit dem DIN Stecker, ungeeigneten Materialien und beschleunigt mit VW...
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Barniebutsch
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Re: Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Bevor Du weiter im Motor rumbaust, besorge erstmal einen neuen Kupplungszug.
Wenn sich ein Bowdenzug längt, ist der kaputt.
Den neuen Bowdenzug einbauen, an der Kupplung alles in den Originalzustand bringen. Und dann erstmal schauen, ob sich das Problem damit erledigt hat.
Wenn sich ein Bowdenzug längt, ist der kaputt.
Den neuen Bowdenzug einbauen, an der Kupplung alles in den Originalzustand bringen. Und dann erstmal schauen, ob sich das Problem damit erledigt hat.
Gruß aus dem Erzgebirge
Bernd
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Christian_HRO
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Re: Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Ein neuer Bowdenzug ist drin.
Das Problem besteht aber weiterhin: zwar rückt die Hülse im Lichtmaschinendeckel voll aus, aber der Kupplungskorb selbst wird nicht bewegt. Da ist einfach zu viel Spiel, um die Platte nach außen zu bewegen. (Siehe Bild)
Der Hebel steht auch kurz vor, und gezogen kurz nach 90 Grad zum Motor. (Siehe weitere Bilder) Die Druckstange und Führung sind auch gut.
Alle Teile auf dem Weg vom Lenker bis zur Kupplung sind also entweder neu oder noch gut (und nicht eingelaufen o.ä.). Was kann denn da noch sein, was bei laufender Fahrt kaputt gehen kann?
Wie gesagt, könnte ich die Symptome mit einer Unterlegscheibe beheben. Aber wenn da Original keine sein soll, habe ich kein gutes Gefühl dabei…
Das Problem besteht aber weiterhin: zwar rückt die Hülse im Lichtmaschinendeckel voll aus, aber der Kupplungskorb selbst wird nicht bewegt. Da ist einfach zu viel Spiel, um die Platte nach außen zu bewegen. (Siehe Bild)
Der Hebel steht auch kurz vor, und gezogen kurz nach 90 Grad zum Motor. (Siehe weitere Bilder) Die Druckstange und Führung sind auch gut.
Alle Teile auf dem Weg vom Lenker bis zur Kupplung sind also entweder neu oder noch gut (und nicht eingelaufen o.ä.). Was kann denn da noch sein, was bei laufender Fahrt kaputt gehen kann?
Wie gesagt, könnte ich die Symptome mit einer Unterlegscheibe beheben. Aber wenn da Original keine sein soll, habe ich kein gutes Gefühl dabei…
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langer
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Re: Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Auf deinen Bildern sieht man keinen abmontierten Limadeckel.
Frage nur, da du schreibst die Stösselführung und Bohrung sei in Ordnung...
Stösselstange wirklich "absolut" gerade ? Da reicht die "geringste" Krümmung und dann federt die unter axialem Druck zu einem Bogen.
Was du auch noch prüfen könntest ist die geschlossene Paketdicke. Die kann bei schon leicht konkaven Stahlscheiben in Summe anwachsen.
Auch wäre es möglich, wenn ein defektes Kugellager in der Druckplatte (an der Stelle, axial belastet eigentlich suboptimal) unter Druck nicht mehr leicht genug dreht,
das sich der Pilz gelegentlich mitgedreht hatte und in seiner Pfanne (und dann evtl. auch der Stangenkopf) eingelaufen ist
Frage nur, da du schreibst die Stösselführung und Bohrung sei in Ordnung...
Stösselstange wirklich "absolut" gerade ? Da reicht die "geringste" Krümmung und dann federt die unter axialem Druck zu einem Bogen.
Was du auch noch prüfen könntest ist die geschlossene Paketdicke. Die kann bei schon leicht konkaven Stahlscheiben in Summe anwachsen.
Auch wäre es möglich, wenn ein defektes Kugellager in der Druckplatte (an der Stelle, axial belastet eigentlich suboptimal) unter Druck nicht mehr leicht genug dreht,
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Grüsse langer
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Christian_HRO
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Re: Nicht trennende Kupplung trotz Wechsel
Den Limadeckel hatte ich runter und dort sieht alles gut aus. Die Dicke des Pakets und die Länge des Pilz messe ich morgen mal nach. Hat jemand einen Referenzwert für die Länge? Die Kupplungsstange kann ich morgen auch nochmal nachmessen und die Länge die rein schreiben. Ich habe ja auch nur Referenzwerte von EBay-Verkäufern von gebrauchten Teilen.. falls da jemand einen Link zu Neuteilen (ggf. von Maschinen mit gleichem Getriebe) hat, wäre ich auch dankbar.