Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Schraubertips und -tricks, sowie alles was sonst nirgends reinpasst.

Moderator: Domitreffen

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Mehrheit
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von Mehrheit »

Die Naben sind eher "Geschmackssache" :lol: :lol: :lol:

Berichte bitte später, wie die Bremsscheiben ihre Arbeit verrichten.
Sind ja doch etwas außergewöhnlich :geek: :D

LG Sylvia

PS: Speichen haste auch toll geputzt :mrgreen:
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sergejt
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

Mehrheit hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 08:53 Die Naben sind eher "Geschmackssache" :lol: :lol: :lol:

Berichte bitte später, wie die Bremsscheiben ihre Arbeit verrichten.
Sind ja doch etwas außergewöhnlich :geek: :D

LG Sylvia

PS: Speichen haste auch toll geputzt :mrgreen:
Hehe, ja absolut Geschmacksache.
Die Räder sind komplett neu eingespeicht mit Edelstahlspeichen 🤘🏼
Beste Grüße
Sergej
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von Domi90 »

Sergej
Die Naben, wie auch der Rest sind mir auch aufgefallen,,,,aber ich fahre ja auch damit...und meine ist sicher nicht auf Hochglanz ;-)
Müsste ich jedes mal diese nach bissel Off so putzen das sie glänzen, würde ich das Putzen als Hobby haben und nicht mehr Motorradfahren.
Finde deinen Bericht und deine Arbeit aber sehr schön und prof. gemacht.
Gruss Gian
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sergejt
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

:idea: Ein kleines Lebenszeichen... :idea:

Der beschnittene Rahmen ist bei der chemischen Entlackung. So wird auch der Öltank, für das spätere Pulvern, schön sauber. Demnach kann bald das neue Heckstück ran - habe mich für einen Loop mit leichter Erhöhung entschieden:

IMG_9858.jpeg
IMG_9860.jpeg

Heute habe ich mich mit dem Fahrwerk beschäftigt. Die Umlenkhebel habe ich zerlegt, vorgereinigt, US-Bad gereinigt, geschliffen und lackiert. Die Nadellager sowie die Dichtungen sehen noch gut aus, genauso die Buchsen - wird alles mit neuen Langzeitfett rückmontiert. Erfahrungsgemäß lassen sich die Lager sowieso schlecht austreiben und kosten alle zusammen ein Schweine Geld - zum Glück sah alles gut aus. Folgend paar Bilder:

IMG_9829.jpeg
IMG_9842.jpeg
IMG_9849.jpeg
IMG_9867.jpeg
IMG_9868.jpeg
IMG_9870.jpeg

Die Gabel habe ich zerlegt und gereinigt. Das Öl sah soweit garnicht so schlecht aus, dennoch war sehr viel hartnäckiger Schnutz im unteren Teil. Gleitbuchsen/ringe kommen neu - die alten sind verschlissen, siehe Foto. Die Federn haben nach 14tkm noch ihre 600mm, allerdings werde ich sowieso 660mm Federn von YSS einsetzten, damit die Domi vorne auch höher kommt. Die Standrohre gehen die Woche zu Menze zum Glasperlenstrahlen:
IMG_9863.jpeg
IMG_9862.jpeg
Genauso gehen die XR600 Gabelbrücken weg zum Glasperlenstrahlen. Die Schwinge geht auch mit und wird gestrahlt und gepulvert - wahrscheinlich im "Starsilver Sarin", also Alu Optik.

Dann hoffe ich schnellstmöglich mit den Schweißarbeiten fertig zu werden. Hier inbegriffen ist eine passende Tankhalterung sowie einzelner Dekor/Verkleidungshalter.

Weitere Einzel Bilder folgen im nächsten Beitrag, da man auf 10 Bilder limitiert ist.

Beste Grüße und bis hoffentlich bald! ;)
Beste Grüße
Sergej
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

Rahmen vor dem Entlacken:
IMG_9517.jpeg
Gabel zerlegt + Teile welche zu Menze gehen:
IMG_9865.jpeg

Buchsen Umlenkung Federbein:
IMG_9871.jpeg

Schwinge:
IMG_9821.jpeg
IMG_9822.jpeg

Gabelbrücken:
IMG_9815.jpeg
Beste Grüße
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von langer »

Sehr schöne echte Restaurationsarbeit. Gefällt mir.
Und knickfrei Rohr biegen kannst auch. ;)
Grüsse langer 8-)
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

IMG_9911.jpeg
IMG_9912.jpeg
Beste Grüße
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langer
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von langer »

Schön geworden. Jetzt wäre noch die Gelegenheit für Schmiernippel.
Andererseits, wenn die Wellendichtungen gut und dicht sind, ist das mehr Wert.
Grüsse langer 8-)
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

Die ca. 130 Nadeln haben ihren Weg zurück in die aufgefrischte Umlenkung geschafft. Die kleinen biester sind magnetisch, daher behilft man sich beim einsetzten am besten fürs "einfädeln" mit einem nicht-magnetischen Schlitzschraubendreher sowie fürs zurückholen wenn mal einer nach innen verschwindet mit einem ganz kleinen magnetischen welcher gerade so eine Nadel trägt, und die anderen nicht mit ins Feld zieht.

Meine Vorgehensweise - erstmal innen alles Fetten sowie die Fettkammern füllen. Ich vertraue bei der Umlenkung, Lenkkopf sowieso Schwinge auf Liqui Moly LM46 Langzeitfett.
Ich habe immer drei Nadeln gleichzeitig eingefädelt, die letzten drei dann einzeln. Wenn eine Lagerseite gefüllt war dann nochmal oben mit einem feinen Pinsel gefettet und die Buchse bis zur Mitte durch gesteckt - dann die andere Lagerseite.

Es ist ein Segen das die verwendeten Lager ohne Innenring ausgeführt sind, man diese so besten reinigen und neu fetten kann. Wenn man besser aufpasst als ich, spart man sich auch die Suche nach der Nadel (im Heuhaufen) auf dem Werkstattboden.

Anbei paar Bilder:
IMG_9928.jpeg
IMG_9929.jpeg
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IMG_9927.jpeg
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Beste Grüße
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von langer »

Ein ähnliches (grau = MoS₂), nur ein anderer Hersteller, verwende ich auch immer bei Nadel, Kugel, Kegellager.
Wenn alles schön dicht bleibt, hält das ne Ewigkeit.
Die Simmerringe sehen so frisch und neu aus. Waren die von Honda ?
Grüsse langer 8-)
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

langer hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 21:44 Und knickfrei Rohr biegen kannst auch. ;)
Die Loorbeeren kann ich leider nicht annehmen - der Loop kam fast so bei mir an. Habe ich nicht alles selber gemacht.
Beste Grüße
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

langer hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 21:33 Die Simmerringe sehen so frisch und neu aus. Waren die von Honda ?
Die Simmerringe haben mich auch erstaunt - die sind noch Original. Allgemein waren in den Lagern und vorallem in den Fettkammern noch fast frisches Fett.

Und eingetütet für die Remontage:
IMG_9931.jpeg
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

Morgen geht es an die Bremsen. Ich hatte mal erwähnt das ich die Nissin durch Brembo tauschen werde. Hier habe ich vor über einem Jahr einen vollständigen alten Satz ergattert. Leider habe ich auf Anhieb nicht die Kolben gezogen bekommen - hier muss ich mir morgen mit Druckluft und dichter Druckluftzufuhr helfen. Die Bremspumpe hinten sieht übel aus, aber das werden wir schon retten können. Auf den ersten Blick habe ich online passende Reparatursätze gefunden... aber erstmal zerlegen, reinigen & begutachten.. folgend paar Bilder:
IMG_9913.jpeg
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IMG_9916.jpeg
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von langer »

Das Gehäuse sieht innen schon recht übel aus. Käme drauf an wie tief die Alu-Blühte da schon ist.
Warum Nissin durch Brembo tauschen ? Die Nissin sind qualitativ nicht schlechter (m.M.n. vom Material, Verarbeitung, Toleranzen sogar hochwertiger).
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

Ersatzteile sind tatsächlich alle verfügbar:

Brembo Bremssattel vorne:
IMG_9932.png
IMG_9933.png

Brembo Pumpe vorne:
IMG_9934.png

Brembo Bremsattel hinten:
IMG_9936.png

Brembo Pumpe hinten:
IMG_9935.png
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von sergejt »

langer hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 22:55 Warum Nissin durch Brembo tauschen ?
Der Brembo Schriftzug/das Logo strahlen Qualität und Bremsleistung aus :D und als Suzi Schrauber kann ich vorallem den alten Nissin Schriftzug nicht ertragen.
Beste Grüße
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Re: Restaurations-Tagebuch des Scheunenfundes RD02 1992

Beitrag von langer »

Bei mir ist es genau anders rum. Brembo steht für mich heute für, "wir lassen fertigen, wo es günstig ist" und diversen negativen Erfahrungen von früher.
Ja, es hat sich gebessert, aber in den 80ern war Italo Brembo schrecklich billiges Zeugs. Schon alleine der Guss der Sattel hat an die unsäglichen Motorblöcke von z.B. Piaggio erinnert.
Zum einen stehe ich auf J Qualität und dann waren früher auch noch gerade immer sämtliche Spitzenmodelle von Honda (z.B. Fireblade, XX usw.) mit Nissin bestückt worden, mit Brembo eher die günstigeren.
Wenn man tief in die Materialkunde und in die Verarbeitung guckt, ist das ähnlich wie Keihin zu x,y... Vergasern.
Die anderen funktionieren auch, aber schon alleine die Guss Quali, Material und Verarbeitung von Keihin ist, nicht zuletzt was die Haltbarkeit betrifft, eine andere Welt.
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